• 24.02.2019
      09:45 Uhr
      Das Geheimnis der Wüstenelefanten Film von Rosie Koch, Roland Gockel, Thomas Behrend | ARD-alpha
       

      Heißer Sand, wohin man auch blickt – die Namib im Süden Afrikas ist die älteste Wüste der Welt, und gleichzeitig eine der lebensfeindlichsten. Und doch hat es eine Vielzahl von Tieren geschafft, sich an das harte Leben in Trockenheit anzupassen. Die größten unter ihnen sind Wüstenelefanten. Um in der Wüste Namibias zu überleben, müssen sie lange, entbehrungsreiche Wanderungen auf sich nehmen. Nur die Leitkuh Clarissa weiß, wo die wenigen Wasserquellen zu finden sind. Nahrung ist knapp und die Hitze unerträglich, für ihre kleine Tochter Maja könnte die nächste Wasserstelle schon zu spät kommen.

      Sonntag, 24.02.19
      09:45 - 10:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

      Heißer Sand, wohin man auch blickt – die Namib im Süden Afrikas ist die älteste Wüste der Welt, und gleichzeitig eine der lebensfeindlichsten. Und doch hat es eine Vielzahl von Tieren geschafft, sich an das harte Leben in Trockenheit anzupassen. Die größten unter ihnen sind Wüstenelefanten. Um in der Wüste Namibias zu überleben, müssen sie lange, entbehrungsreiche Wanderungen auf sich nehmen. Nur die Leitkuh Clarissa weiß, wo die wenigen Wasserquellen zu finden sind. Nahrung ist knapp und die Hitze unerträglich, für ihre kleine Tochter Maja könnte die nächste Wasserstelle schon zu spät kommen.

       

      Die Wüste Namib erstreckt sich fast 2.000 Kilometer entlang der Küste Namibias. Im Norden durchschneiden sie neun Trockenflusstäler, eines davon ist das Tal des Hoanib, die Heimat der Elefantenkuh Clarissa und ihrer Familie. Obwohl in den Tälern nur selten tatsächlich Wasser zu sehen ist, wachsen Pflanzen und Bäume. Das Geheimnis: Durch ein komplexes unterirdisches System läuft ständig Wasser durch das Flussbett, das die Wurzeln der Pflanzen gerade noch erreichen. Es ist gerade genug Wasser, um das Hoanib-Tal am Leben zu erhalten. Doch selbst hier wird die Hitze und Trockenheit oft so extrem, dass die Wüstenelefanten ihre Heimat verlassen müssen, um in anderen Tälern nach Futter und Wasser zu suchen.

      So öde und leer das Hoanib-Tal auf den ersten Blick auch wirkt, hier verbergen sich zahlreiche Tiere. Schlangen, Chamäleons und sogar Säugetiere wie Oryxantilopen und Schakale haben in dem vermeintlich lebensfeindlichen Reich ihre Heimat gefunden. Während die großen Säuger auf der Suche nach Wasser und Nahrung weite Strecken wandern, haben vor allem die kleinen Tiere verblüffende Strategien entwickelt, um zu überleben: Der Schwarzkäfer reckt seinen Panzer in die Höhe, damit Nebel auf seinem Körper kondensiert. Die entstehenden Tropfen rollen direkt in seine Mundöffnung. So löscht er seinen Durst.

      Der Namibgecko nutzt dazu seine großen Augen. Wenn Wasser darauf kondensiert, leckt er es einfach mit seiner langen Zunge ab. Andere Räuber wie die Zwergpuffotter sind ganz auf ihren Jagderfolg angewiesen, denn sie decken ihren gesamten Flüssigkeitsbedarf aus dem Blut ihrer Beute. Alle paar Jahre sind die Regenfälle über der Wüste so reichhaltig, dass der Hoanib sich innerhalb weniger Stunden in einen reißenden Fluss verwandelt. Eine zerstörerische Flutwelle braust dann mit rasender Geschwindigkeit durch das Flussbett. Das Tal wird zur tödlichen Falle - auch für die Elefantenfamilie.

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