• 22.01.2019
      10:15 Uhr
      Ich mach's! Werkzeugmechaniker/-in | ARD-alpha
       
      • Dieses Werkzeug ist der Hammer

      Normalerweise denkt man bei Werkzeug automatisch an Hammer, Feile, Zange und Schraubendreher. Die Werkzeuge allerdings, die ein Werkzeugmechaniker zusammenbaut, wartet oder repariert, sehen ganz anders aus. Sie sind sehr komplex, wiegen teilweise mehrere Tonnen und dienen der Serienfertigung von Kunststoff-, Blech- oder Medizinteilen. In der Automobilindustrie werden sie in riesige Stahlpressen eingebaut und formen Stahl und Aluminium um zu Kotflügeln oder anderen Karosserieteilen von Autos. Werkzeugmechaniker sind Facharbeiter und arbeiten in Werkhallen von Industriebetrieben oder in Werkstätten.

      Dienstag, 22.01.19
      10:15 - 10:30 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo HD-TV
      • Dieses Werkzeug ist der Hammer

      Normalerweise denkt man bei Werkzeug automatisch an Hammer, Feile, Zange und Schraubendreher. Die Werkzeuge allerdings, die ein Werkzeugmechaniker zusammenbaut, wartet oder repariert, sehen ganz anders aus. Sie sind sehr komplex, wiegen teilweise mehrere Tonnen und dienen der Serienfertigung von Kunststoff-, Blech- oder Medizinteilen. In der Automobilindustrie werden sie in riesige Stahlpressen eingebaut und formen Stahl und Aluminium um zu Kotflügeln oder anderen Karosserieteilen von Autos. Werkzeugmechaniker sind Facharbeiter und arbeiten in Werkhallen von Industriebetrieben oder in Werkstätten.

       

      Stab und Besetzung

      Autor Ulrich Kulp
      Kamera Bernd Stuhlmüller

      Normalerweise denkt man bei Werkzeug automatisch an Hammer, Feile, Zange und Schraubendreher. Die Werkzeuge allerdings, die ein Werkzeugmechaniker zusammenbaut, wartet oder repariert, sehen ganz anders aus. Sie sind sehr komplex, wiegen teilweise mehrere Tonnen und dienen der Serienfertigung von Kunststoff-, Blech- oder Medizinteilen.

      Robin Ambos erlernt den Beruf bei der Firma Martin Metall im oberfränkischen Ebersdorf bei Coburg. Der Betrieb ist ein Automobilzulieferer für mehrere große deutsche Autohersteller. Gerade geht der 19-Jährige seiner Kollegin, Facharbeiterin Franziska Engel, zur Hand. Die beiden warten ein Werkzeug. Nachdem sie alles demontiert und überprüft haben, setzen sie die Teile nun wieder zusammen. Franziska hat nach dreieinhalbjähriger Ausbildung in Betrieb und Berufsschule gerade die Prüfung bestanden und darf sich nun Facharbeiterin nennen. Zwar ist der Beruf männerdominiert, Franziska aber hatte nie Probleme.

      Franziska muss auch computergesteuerte Maschinen programmieren und bedienen. Solche CNC-Maschinen übernehmen heute zum Beispiel das Feilen, für das früher viel Hand angelegt werden musste. Das heißt, sie feilen nicht mehr, sondern erodieren. Dabei senkt sich das zu bearbeitende Stahlteil in Wasser. Ein feiner Draht, unter Strom gesetzt, schmilzt dann das Teil punktförmig auf und verdampft das überflüssige Material.

      In der großen Fertigungshalle stehen die sogenannten Coils. Riesenrollen aus Stahl, mehrere Tonnen schwer. Der aufgewickelte Stahl ist das Ausgangsmaterial, aus dem die Werkzeugmaschinen dann ein Produkt machen. Wie von einer gigantischen Lakritzschnecke wird das Stahlband von so einem Coil abgewickelt und in die Presse gezogen. Dort formt das Werkzeug daraus Karosserieteile. In diesem Fall jede Stunde über 2.000 Einsatzwinkel zur Stabilisierung einer Karosserie.

      Die Ausbildungsvergütung für Werkzeugmechaniker ist überdurchschnittlich gut. Später im Beruf sind die Betriebe an Tarifverträge gebunden. Manche zahlen auch übertarifliche Gehälter. Die Berufsaussichten in den Metallberufen sind gut. Der Werkzeugmechaniker zählt zudem zu den Allroundern. Er kann zerspanen, drehen, fräsen und CNC-Maschinen bedienen. Einen Job zu finden, dürfte also kein Problem sein.

      Mehr als 400 Berufe im Dualen System, dazu kommen Lehrstellen bei Behörden und der Bahn, außerdem locken Fachschulen mit ihren Abschlüssen: Doch welche Ausbildung ist für wen richtig? Dazu die Fragen zum lieben Geld und zu den Stellenchancen. ARD-alpha bringt es auf den Punkt. "Ich mach's!" stellt jede Woche einen Beruf vor. Unser Angebot wächst ständig. Also: immer mal wieder reinschauen und Neues entdecken.

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