• 22.12.2018
      21:50 Uhr
      Mauerjahre - Leben im geteilten Berlin (9/10) Die Jahre 1985, 1986, 1987 | ARD-alpha
       

      1985 wurde der amerikanische Major Arthur Nicholson bei einer Patrouillenfahrt in der Nähe eines sowjetischen Militärgeländes in Brandenburg erschossen, die Versöhnungskirche im Todesstreifen an der Bernauer Straße gesprengt und in West-Berlin sorgte AIDS für Angst und Unsicherheit. Der Ostberliner Pfarrer Johannes Hildebrandt erzählt von der Sprengung seiner Kirche, die er selbst im Film dokumentierte. Jürgen Meggers, Mitbegründer der West-Berliner Aids-Hilfe, erinnert sich, wie er in Schwulen-Diskos und Bars unterwegs war, um vor Ort aufzuklären.

      Samstag, 22.12.18
      21:50 - 22:35 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 22:00
      Stereo HD-TV

      1985 wurde der amerikanische Major Arthur Nicholson bei einer Patrouillenfahrt in der Nähe eines sowjetischen Militärgeländes in Brandenburg erschossen, die Versöhnungskirche im Todesstreifen an der Bernauer Straße gesprengt und in West-Berlin sorgte AIDS für Angst und Unsicherheit. Der Ostberliner Pfarrer Johannes Hildebrandt erzählt von der Sprengung seiner Kirche, die er selbst im Film dokumentierte. Jürgen Meggers, Mitbegründer der West-Berliner Aids-Hilfe, erinnert sich, wie er in Schwulen-Diskos und Bars unterwegs war, um vor Ort aufzuklären.

       

      1985 wurde der amerikanische Major Arthur Nicholson bei einer Patrouillenfahrt in der Nähe eines sowjetischen Militärgeländes in Brandenburg erschossen, die Versöhnungskirche im Todesstreifen an der Bernauer Straße gesprengt und in West-Berlin sorgte AIDS für Angst und Unsicherheit. Der Ostberliner Pfarrer Johannes Hildebrandt erzählt von der Sprengung seiner Kirche, die er selbst im Film dokumentierte. Jürgen Meggers, Mitbegründer der West-Berliner Aids-Hilfe, erinnert sich, wie er in Schwulen-Diskos und Bars unterwegs war, um vor Ort aufzuklären.
      Seine Touren führten ihn auch nach Ost-Berlin, wo man offiziell nichts von dieser Krankheit wissen wollte.

      1986 fand der dritte und letzte Agentenaustausch auf der Glienicker Brücke statt, ein Bombenanschlag auf die amerikanische Diskothek „La Belle“ in West-Berlin forderte drei Tote und 250 Verletzte und Ost-Berlin feierte den 25. Jahrestag des Mauerbaus. Die damals 19-jährige Westberlinerin Katja Bahadori erinnert sich an die Nacht zum 5. April in der Disko, als mitten auf der Tanzfläche eine Bombe detonierte. Der junge Ostberliner Christian Halbrock erzählt von dem wachsenden Umweltbewusstsein vieler DDR-Bürger, den ersten Protestaktionen und der Eröffnung der Ost-Berliner Umweltbibliothek.

      1987 feierten beide Teile Berlins das 750-jähriges Bestehen - getrennt. In West-Berlin wurde SMOG-Alarm Stufe 1 ausgerufen, US-Präsident Ronald Reagan forderte am Brandenburger Tor vom sowjetischen KPdSU-Generalsekretär Michail Gorbatschow, das Tor zu öffnen und die Mauer einzureißen. Der Westberliner Polizeibeamte Helmut Sarwas erinnert sich an den 1. Mai in Kreuzberg, als es zu heftigen Krawallen kam. Kristina Laduch ist damals als Stadtbezirksarchitektin bei der Restaurierung historischer Häuser und Straßenzüge im Ostberliner Zentrum tätig und erzählt wie Ost-Berlin für die 750 Jahrfeier herausgeputzt wurde - während der Rest der Republik weiter verfiel.

      Der 13. August 1961 ist ein Tag, der das Leben der Berliner veränderte und der nicht nur in den Geschichtsbüchern, sondern auch im Gedächtnis vieler Menschen ein Einschnitt geblieben ist. An diesem Tag wurde die Stadt geteilt: Westberlin wurde abgeriegelt und eingemauert, die Menschen im Osten der Stadt konnten nicht mehr in den Westen. Die Mauer steht für eine Teilung im doppelten Sinne: die der Stadt Berlin und die Deutschlands in zwei Staaten. Das Leben in Berlin wird 28 Jahre lang geprägt durch die Mauer. Die Lage in Berlin ist über Jahrzehnte nicht nur von nationalem, sondern von internationalem Interesse. Doch das Leben geht weiter in der geteilten Stadt - trotz Trennung, Kaltem Krieg und Konfrontation. Turbulent. Politisch. Bunt. Einfallsreich. Improvisiert. Mal Schauplatz der Weltpolitik und heftiger Auseinandersetzungen. Mal Biotop der Aussteiger und Andersdenkenden. Leben in Nischen voller Erfindungsreichtum. Keines der „Mauerjahre“ in Berlin gleicht dem anderen. 1961 der Schock der Teilung, 1968 die Revolte der Studenten, 1973 die Weltfestspiele und viele andere Ereignisse prägen das Leben in Berlin. Mauertote und Militäraufmärsche, Kennedy und Chruschtschow, David Bowie und Wolf Biermann - zahllose Ereignisse und Namen sind untrennbar mit dem geteilten Berlin verbunden.
      Im November 1989 „fällt“ die Mauer, weil die DDR-Bürger es friedlich erzwangen. Von all dem und dem „normalen Leben“ erzählen diese Dokumentarfilme.

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      21:50 - 22:35 Uhr (45 Min.)
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