• 08.06.2013
      19:15 Uhr
      Die vergiftete Mätresse - Wie August der Starke an die Macht kam Geschichte Mitteldeutschlands | ARD alpha
       

      Die Mätresse des Kurfürsten erliegt mit gerade 19 Jahren im April 1694 den Pocken - angeblich. Kurz darauf stirbt auch Johann Georg - nach nur drei Jahren Regierungszeit. Die Umstände bleiben mysteriös. Gemunkelt wird, dass der jüngere Bruder, Friedrich August, später genannt der Starke, seine Finger im Spiel hatte. Hat August der Starke die sächsische Krone vielleicht einem Brudermord zu verdanken? Der Bruderzwist, der sich auch an der schönen Geliebten entzündete, gilt jedenfalls als belegt. Der Film begibt sich auf kriminalistische Spurensuche in die Archive und gelangt zu überraschenden Einsichten.

      Samstag, 08.06.13
      19:15 - 20:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Die Mätresse des Kurfürsten erliegt mit gerade 19 Jahren im April 1694 den Pocken - angeblich. Kurz darauf stirbt auch Johann Georg - nach nur drei Jahren Regierungszeit. Die Umstände bleiben mysteriös. Gemunkelt wird, dass der jüngere Bruder, Friedrich August, später genannt der Starke, seine Finger im Spiel hatte. Hat August der Starke die sächsische Krone vielleicht einem Brudermord zu verdanken? Der Bruderzwist, der sich auch an der schönen Geliebten entzündete, gilt jedenfalls als belegt. Der Film begibt sich auf kriminalistische Spurensuche in die Archive und gelangt zu überraschenden Einsichten.

       

      Das ungleiche Brüderpaar stritt nicht nur um die Frau, immer wieder hat der "sächsische Sonnenkönig" die Phantasie von Zeitgenossen und Nachgeborenen beflügelt. Wie kam August der Starke eigentlich an die Macht? Der Kurfürst von Sachsen und spätere König von Polen verdankt seinen Aufstieg dem frühen Tod seines Bruders Johann Georg, des Erstgeborenen. Nahezu alles, worum August sich später verdient macht, findet seinen Anfang in der kurzen Regierungszeit seines Bruders.

      Umso verwunderlicher ist es, dass Johann Georg IV. und sein geheimnisumwittertes Ende in den Geschichtsbüchern bis heute nur eine Randnotiz geblieben sind. Gerade mal drei Jahre nach seinem Amtsantritt stirbt der junge Kurfürst am 27. April 1694, nur drei Wochen nach dem ebenfalls mysteriösen Tod seiner schönen Geliebten Sibylla von Neitschütz.

      Die Leiche eines Apothekergehilfen treibt am Tag nach Johann Georgs Tod in der Elbe. Das Gerücht vom Giftmord macht schnell die Runde. Seltsamerweise findet sich auch kein Testament des Kurfürsten. Tatsächlich wird von August eine Untersuchung angeordnet, die die Umstände des Todes klären soll. Daraus wird allerdings ein Schauprozess gegen die Mutter Sibyllas. Ihr wird vorgeworfen, Johann Georg - um ihn unauflöslich an ihre Tochter zu binden - behext zu haben. Doch war der absurde Prozess gegen die Kupplerin vielleicht nur ein Ablenkungsmanöver?

      Film von Leonore Brandt

      Wird geladen...
      Samstag, 08.06.13
      19:15 - 20:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 03.12.2021