• 04.11.2018
      20:15 Uhr
      BR-KLASSIK: Der Nussknacker Ballett von Pjotr Iljitsch Tschaikowski in zwei Akten | ARD-alpha
       

      Peter I. Tschaikowskys "Der Nussknacker", 1892 in Sankt Petersburg uraufgeführt, zählt heute zu den weltweit meistgespielten Balletten. Die Neuproduktion des Dresdner Semperoper Balletts orientiert sich an der Geschichte, wie sie Marius Petipa für die Premiere in Sankt Petersburg aufgeschrieben hat. Aaron S. Watkin, der aus Kanada stammende Ballettdirektor arbeitet für diese Produktion sehr eng mit der berühmten Dresdner Palucca-Schule zusammen. Orchester: Sächsische Staatskapelle, Dirigent Vello Pähn.

      Sonntag, 04.11.18
      20:15 - 21:40 Uhr (85 Min.)
      85 Min.
      Dolby HD-TV

      Peter I. Tschaikowskys "Der Nussknacker", 1892 in Sankt Petersburg uraufgeführt, zählt heute zu den weltweit meistgespielten Balletten. Die Neuproduktion des Dresdner Semperoper Balletts orientiert sich an der Geschichte, wie sie Marius Petipa für die Premiere in Sankt Petersburg aufgeschrieben hat. Aaron S. Watkin, der aus Kanada stammende Ballettdirektor arbeitet für diese Produktion sehr eng mit der berühmten Dresdner Palucca-Schule zusammen. Orchester: Sächsische Staatskapelle, Dirigent Vello Pähn.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Achim Jäckel

      Und schon wieder eine "Nussknacker"-Produktion, werden Sie sagen. Diesmal jedoch von Jeroen Verbruggen, dem jungen belgischen Tänzer und Choreographen mit der schier grenzenlosen Fantasie fürs Märchenhafte und Festliche, der mit seinen mal überschwänglichen, mal einfühlsamen Tanzideen zauberhafte Bühnenmomente kreiert. Mit der ihm eigenen, einzigartigen künstlerischen Ausdrucksweise präsentiert er das 1892 von Marius Petipa zur Musik von Tschaikowski geschaffene Meisterwerk in einer frischen Inszenierung am "Ballett des Grand Théâtre de Genève": In einer von Livia Stoianova und Yassen Samouilov entworfenen geheimnisvollen barocken Kostümwelt lenkt er das Augenmerk auf Marie, ein durch das Heranreifen ihrer Weiblichkeit neugierig gewordenes junges Mädchen, und auf Drosselmeyer, den ehrenwerten Herrn, hinter welchem sich der Prinz verbirgt, den Marie erlösen soll. Mit seinen rasanten, virtuosen Tanzsequenzen versetzt uns Jeroen Verbruggen in eine Art Alice's Wunderland, eine schillernde, wirbelnde Traumwelt, in der die Unschuld einhergeht mit Frivolität, in der fröhliche, düstere und absurde Stimmungen einander abwechseln und in der sich unsere kindlichen Seelen ganz und gar von den sich im Handlungsverlauf entfaltenden Persönlichkeiten der einzelnen Charaktere einnehmen lassen.

      Jeroen Verbruggen belegte 2001 den 2. Platz beim Eurovisionswettbewerb für junge Tänzer mit einem selbst choreographierten Solo. Seit zehn Jahren ist er Solist bei den Ballets de Monte Carlo. Nach zwei erfolgreichen Choreographien für diese Kompanie erhielt er vom Grand Théâtre de Genève den Auftrag , für das dortige Ballett einen neuen "Nussknacker" zu kreieren. Verbruggen beschäftigte sich ausgiebig mit E.T.A. Hoffmanns literarischer Vorlage, um dann einen ganz unkonventionellen und verspielten "Nussknacker" zu erschaffen, in dessen Mittelpunkt Marie steht, brillant getanztvon der ersten Solistin Sara Shigenari. Sie macht den Schritt des jungen Mädchens zur jungen Frau glaubwürdig, die im Verlauf des Balletts erwachsen wird und den Prinzen befreit. Drosselmeier erscheint unter vielerlei Gestalt und hält die Handlung am Laufen. Dekorationen und Kostüme in einem minimalistischen Barock stammen von den jungen Pariser Couturiers On Aura Tout Vu. Ein zeitgenössisches Vergnügen für Jung und Alt. Die Fernsehaufzeichnung im Frühjahr 2015 besorgte Stéphane Lebard.

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