• 07.03.2012
      02:05 Uhr
      Nachtkultur Die Kultur-Illustrierte - Moderation: Markus Brock | SR Fernsehen
       

      Themen:

      • John Irvings Blick auf die Welt
      • Die Mannheimer Saxophonistin Alexandra Lehmler
      • Das Frankfurter Städel Museum eröffnet den Neubau
      • 40 Jahre Deutscher Kleinkunstpreis

      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 07.03.12
      02:05 - 02:35 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      VPS 01:30
      Stereo

      Themen:

      • John Irvings Blick auf die Welt
      • Die Mannheimer Saxophonistin Alexandra Lehmler
      • Das Frankfurter Städel Museum eröffnet den Neubau
      • 40 Jahre Deutscher Kleinkunstpreis

       
      • Sympathischer Provokateur - John Irvings Blick auf die Welt

      Ob "Garp und wie er die Welt sah", "Hotel New Hampshire" oder "Gottes Werk und Teufels Beitrag". John Irving steht für anspruchsvolle Literatur, die ein breites Publikum begeistert. Anlässlich seines 70. Geburtstags am 2. März gibt eine Dokumentation einen spannenden Einblick in das Leben und Schaffen des preisgekrönten Autors.
      Sein Werk wurde in dreißig Sprachen übersetzt, fast alle Romane sind Bestseller; und fünf davon wurden sogar verfilmt. Der amerikanische Schriftsteller John Irving hat ein feines Gespür für Stoffe. Doch wo findet er die Inspiration für seine vielschichtigen Handlungen und seine Romanhelden, die Ärzte, Prostituierte, Ringer und Köche sind? Die SWR-Koproduktion "John Irving und wie er die Welt sieht" wirft einen spannenden Blick hinter die Kulissen und führt mitten hinein in den Schreib-Kosmos des umtriebigen Bestsellerautors. Regisseur André Schäfer begleitet John Irving auf seiner Lesereise durch Europa und erzählt, wie er seine Romane mit Leben füllt. Ein Roadmovie, das zeigt, wie aus Wirklichkeit Weltliteratur wird.
      "Für jeden neuen Roman entwerfe ich zunächst ein genaues Konzept und kenne das Ende, bevor ich zu schreiben beginne", sagt John Irving über seine Arbeitsweise. Auch mit 70 denkt er nicht ans Aufhören. Sein neuer, mittlerweile 13. Roman "In One Person", ist bereits in der Warteschleife: Im Mai erscheint er in den USA, für Herbst ist die deutsche Ausgabe geplant.

      • Europäische Töne - Die Mannheimer Saxophonistin Alexandra Lehmler

      Sie zählt zu den namhaftesten Jazz-Saxophonistinnen Deutschlands. Alexandra Lehmler hat kürzlich ihr drittes Album veröffentlicht: "No blah blah" ist der schnörkellose Titel. Wir haben die vielversprechenden Musikerin in Mannheim besucht und sie zu ihrem Konzert begleitet.
      Der Name ihres Albums ist Programm. Denn Alexandra Lehmler will "authentisch sein", "kein Blah Blah verbreiten" und vor allem ihr "eigenes Ding machen". Zusammen mit ihrem Mann und zwei Söhnen wohnt die Musikerin in einem ehemaligen Fabrikgebäude in der Mannheimer Neckarstadt. Hier befindet sich auch der Proberaum des Alexandra Lehmler Quintetts (ALQ), mit dem sie gerade durch Deutschland tourt.
      Alexandra Lehmler verbindet klassischen Jazz mit Elementen der Weltmusik und hat mit ihrer Band einen individuellen Stil gefunden. "Es ist eine Klangwelt, die alle fünf gemeinsam erschaffen haben", sagt die 32-Jährige. "In unserer Musik spürt man auch eine südamerikanische Prägung mit Latin- und Folklore-Anklängen, beeinflusst durch die kolumbianischen Wurzeln unseres Percussionisten."
      Virtuos, facettenreich und eigenwillig schön sind die Eigenkompositionen von Alexandra Lehmler und ihrem Mann Matthias Debus. Sie überzeugen auf ganzer Linie: von der Fachpresse hoch gelobt und von Jazzfans geliebt.

      • Gartenhallen für die Moderne - Das Frankfurter Städel Museum eröffnet den Neubau

      Das Frankfurter Städel-Museums bündelt 700 Jahre Kunstgeschichte. Nach der Komplettsanierung des Altbaus bietet jetzt ein spektakulärer unterirdischer Neubau Platz für Gegenwartskunst. Beeindruckend: natürliches Licht dringt durch 195 Bullaugen, die in den Museumsgarten eingelassen wurden.
      Rote Wände für italienische Malerei, blaue für niederländische Werke, grüne für die deutschen Meister. Für die Wiedereröffnung des sanierten Altbaus hat das Frankfurter Städel-Museum Schätze aus dem Depot geholt und die Sammlungen "Kunst der Moderne" und "Alte Meister" komplett anders gehängt. Eine unterirdische Museumshalle unter dem Städelgarten erweitert jetzt die Ausstellungsfläche um zusätzliche dreitausend Quadratmeter. Hier ist der neue Sammlungsschwerpunkt "Gegenwartskunst" untergebracht.

      34 Millionen Euro hat der vom Frankfurter Architekturbüro schneider+schumacher entworfene futuristische Neubau mit der elegant geschwungenen Decke gekostet. Mit der Realisierung sei man "technologisch in neue Welten vorgestoßen", sagt Michael Schumacher, Partner des Architekturbüros, über die acht Meter hohen unterirdischen Gartenhallen.
      Städel-Direktor Max Hollein ist begeistert: Jetzt könne das Städel - "wie nur ganz wenige Museen weltweit" - die Entwicklung von der Kunst vom frühen Mittelalter bis ins Jahr 2012 auf "konstant hohem Niveau" präsentieren.
      Die Sammlung des 1815 als private Stiftung gegründeten Städel Museums umfasst derzeit rund 3.000 Gemälde, 600 Skulpturen, 500 Fotografien und über 100.000 Zeichnungen und Druckgrafiken.

      • Kleine Kunst ganz groß - 40 Jahre Deutscher Kleinkunstpreis

      Hanns Dieter Hüsch, Dieter Hildebrandt, Loriot, Lisa Fitz Die Liste der Preisträger ist lang und sehr prominent. Seit 40 Jahren wird der renommierte Deutsche Kleinkunstpreis vom Mainzer Forum-Theater Unterhaus verliehen. Wir blicken zurück und stellen die aktuellen Preisträger vor.
      Längst zählt der Deutsche Kleinkunstpreis zu den bedeutendsten Auszeichnungen, die im deutschsprachigen Raum in den Sparten Kabarett, Chanson und Kleinkunst verliehen werden. Hanns Dieter Hüsch war 1972 der erste Preisträger. Es folgten Dieter Hildebrandt, Loriot, Wolfgang Neuss, Lisa Fitz, Matthias Beltz, Volker Pispers, Nessi Tausendschön, Olaf Schubert und viele andere. In den vier Jahrzehnten gab es eine Vielfalt an großartigen, lustigen, komischen, ernsten, schrägen und schier unglaublichen Vorstellungen, die im Rahmen der Preisverleihung gezeigt wurden.
      Am 26. Februar wurde der Kleinkunstpreis 2012 verliehen. Neben Marc Uwe Kling in der Sparte Kleinkunst und Georg Schramm, der für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde, zählt auch der Kabarettist Max Uthoff ("Neues aus der Anstalt") zu den Preisträgern. Der studierte Jurist lege "ebenso charmant wie durchtrieben die Kluft zwischen Rechtsprechung und Gerechtigkeit frei", so die Jury. Das Schweizer Stimmwunder Martin O. alias Martin Ulrich wurde in der Sparte Chanson ausgezeichnet, der Förderpreis der Stadt Mainz ging an die Schauspielerin Christine Prayon.

      Wir blicken zurück auf 40 Jahre Kleinkunstpreis und stellen drei der aktuellen Preisträger vor.

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      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 07.03.12
      02:05 - 02:35 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
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      Stereo

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