• 26.06.2018
      21:00 Uhr
      Armes Kalb - Abfallprodukt der Milchindustrie? Film von Fabian Sabo und Jochen Graebert | SR Fernsehen
       

      Ein kräftiges Bullenkalb bringt dem Milchbauern um die achtzig Euro, ein schwächeres gerade mal zehn bis zwanzig Euro. Bei Aufzucht-Kosten von rund 130 Euro ein glattes Verlustgeschäft. Kein Wunder, dass Kälber zum unerwünschten Abfallprodukt verkommen - wertlos, hilflos und schutzlos.

      Manche Bauern lassen schwächere Kälber aus schierer Existenznot einfach verenden. Eine ehemalige Landwirtschaftgehilfin sagt aus, dass sie angewiesen wurde, den Tieren kein Wasser mehr zu geben, damit sie verdursten: "Das Sterben und das Stöhnen der Kälber, das ist grauenhaft!"

      Dienstag, 26.06.18
      21:00 - 21:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 20:59
      Stereo

      Ein kräftiges Bullenkalb bringt dem Milchbauern um die achtzig Euro, ein schwächeres gerade mal zehn bis zwanzig Euro. Bei Aufzucht-Kosten von rund 130 Euro ein glattes Verlustgeschäft. Kein Wunder, dass Kälber zum unerwünschten Abfallprodukt verkommen - wertlos, hilflos und schutzlos.

      Manche Bauern lassen schwächere Kälber aus schierer Existenznot einfach verenden. Eine ehemalige Landwirtschaftgehilfin sagt aus, dass sie angewiesen wurde, den Tieren kein Wasser mehr zu geben, damit sie verdursten: "Das Sterben und das Stöhnen der Kälber, das ist grauenhaft!"

       

      Ein kräftiges Bullenkalb bringt dem Milchbauern um die achtzig Euro, ein schwächeres gerade mal zehn bis zwanzig Euro. Bei Aufzucht-Kosten von rund 130 Euro ein glattes Verlustgeschäft. Kein Wunder, dass Kälber zum unerwünschten Abfallprodukt verkommen - wertlos, hilflos und schutzlos. Manche Bauern lassen schwächere Kälber aus schierer Existenznot einfach verenden. Eine ehemalige Landwirtschaftgehilfin sagt aus, dass sie angewiesen wurde, den Tieren kein Wasser mehr zu geben, damit sie verdursten:

      "Das Sterben und das Stöhnen der Kälber, das ist grauenhaft!" 45 Min besucht Bauern, die sich anders verhalten. Die ihre Kälber gut versorgen, aber auch nicht wissen, wie es wirtschaftlich weitergehen soll. Denn je niedriger der Milchpreis, desto mehr Milch müssen die Bauern produzieren. Und noch mehr Milch heißt noch mehr Kälber. Ein Teufelskreis. Eine Reise in die Schweiz zeigt einen Ausweg. Dort ist die industrielle Massenmästung auf dem Rückzug, artgerechte Haltung auf dem Vormarsch. Weil Verbraucher zunehmend bereit sind, mehr für Milch und Fleisch zu bezahlen.

      In Norddeutschland hingegen trifft der Autor auf eine Fleischindustrie, die jeden Einblick in ihre Tierhaltungsmethoden verweigert. Eineinhalb Jahre lang wird versucht, Einblick in industrielle Mastställe zu bekommen. Doch die großen Konzerne bleiben hart - seit Jahren haben sie keine Fernsehjournalisten mehr in ihre Kälbermast gelassen. Dann endlich öffnet sich ein anderer Weg. Und am Ende steht auch die Frage: Wie können wir Verbraucher Einfluss nehmen auf das Wohl der Kälber?

      45 Min

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      Dienstag, 26.06.18
      21:00 - 21:45 Uhr (45 Min.)
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      VPS 20:59
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