• 18.05.2018
      02:45 Uhr
      Nachtcafé Starke Mütter - verehrt und verteufelt | SR Fernsehen
       

      Die erste Bezugsperson im Leben ist die Mutter. Manche haben das Glück, ein Leben lang eine liebevolle und innige Beziehung zwischen Mutter und Kind zu erfahren. Doch zahlreiche Menschen erleben keine behütete Kindheit, sondern das Gegenteil. Die böse Mutter ist noch immer ein Tabu in der Gesellschaft. Wie verändert sich die Mutter-Kind-Beziehung im Lauf des Lebens? Und wie prägend ist das Verhältnis zur Mutter für die Entwicklung der Persönlichkeit?

      Darüber sprechen:

      • Natascha Ochsenknecht und ihre Mutter Bärbel Wierichs
      • Nina Ziegler
      • Helmut Gruber
      • Angelika Nachtmann
      • Prof. Dr. Fritz B. Simon

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 18.05.18
      02:45 - 04:15 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Die erste Bezugsperson im Leben ist die Mutter. Manche haben das Glück, ein Leben lang eine liebevolle und innige Beziehung zwischen Mutter und Kind zu erfahren. Doch zahlreiche Menschen erleben keine behütete Kindheit, sondern das Gegenteil. Die böse Mutter ist noch immer ein Tabu in der Gesellschaft. Wie verändert sich die Mutter-Kind-Beziehung im Lauf des Lebens? Und wie prägend ist das Verhältnis zur Mutter für die Entwicklung der Persönlichkeit?

      Darüber sprechen:

      • Natascha Ochsenknecht und ihre Mutter Bärbel Wierichs
      • Nina Ziegler
      • Helmut Gruber
      • Angelika Nachtmann
      • Prof. Dr. Fritz B. Simon

       

      In den frühesten Jahren des menschlichen Lebens wird der Grundstein für die weitere Entwicklung des Menschen gelegt. Die erste Bezugsperson dabei ist die Mutter. Das Mutter-Kind-Verhältnis kann sich im Laufe der Jahre stark verändern, sich durch Abgrenzung oder Annäherung definieren. Manche haben das Glück, ein Leben lang eine liebevolle und innige Beziehung zwischen Mutter und Kind zu erfahren. Für viele ist die Mutter sogar im Erwachsenenalter noch immer beste Freundin, klügster Berater und Helfer in der Not.

      Doch zahlreiche Menschen erleben keine behütete Kindheit, sondern das tragische Gegenteil. Die böse Mutter ist noch immer ein Tabu in der Gesellschaft. Viele Kinder werden vernachlässigt, manche wachsen mit einer drogen- oder alkoholabhängigen Mutter auf. Andere werden sogar von ihrer eigenen Mutter misshandelt. Auch diese Erfahrungen prägen das weitere Leben.

      Für einige bietet sich im hohen Alter die Chance, nach einer zeitlebens problematischen Beziehung zur Mutter doch noch einmal einen Neuanfang mit ihr zu wagen. Manchmal entsteht eine respektvolle Beziehung auf Augenhöhe. Anderen gelingt es vielleicht nach langer Zeit des Haderns mit der fehlenden Mutterliebe, irgendwann abzuschließen und sich freizumachen. Wie verändert sich die Mutter-Kind-Beziehung im Lauf des Lebens? Und wie prägend ist das Verhältnis zur Mutter für die Entwicklung der Persönlichkeit?

      Die Gäste:

      • Natascha Ochsenknecht und Bärbel Wierichs

      Natascha Ochsenknecht und ihre Mutter Bärbel Wierichs haben eine Beziehung, die alle Höhen und Tiefen überdauert. Als selbstbewusste Frau und Mutter hat Wierichs ihre Tochter zu dem Menschen gemacht, der sie heute ist. Doch die Bindung zwischen den beiden hält es auch aus, wenn sie einmal nicht einer Meinung sind. „Ich habe nicht immer auf die Ratschläge meiner Mutter gehört“, so Ochsenknecht. „Aber wenn es irgendwo brennt, ist sie immer da.“

      • Nina Ziegler

      Prügel, Essensentzug, Psychoterror: Nina Ziegler hat einen langen Leidensweg hinter sich. Für die wechselnden Partner ihrer Mutter war sie als Kind das willkommene Opfer. Und ihre Mutter ließ das nicht nur zu, sondern stachelte die Männer sogar voller Genuss an. „Warum liebt meine Mutter mich nicht?“ – Diese Frage stellt sich Ziegler seit Langem und hat bis heute keine Antwort darauf.

      • Helmut Gruber

      Ein dunkles Geheimnis überschattete die Beziehung von Helmut Gruber zu seiner Mutter. Mit 14 Jahren erfuhr er, dass er ein Kuckuckskind ist. Doch nicht nur das: Seine Mutter war Prostituierte und sein leiblicher Vater einer ihrer Freier. „Ich hatte nie jemanden, der sich um mich kümmert“, sagt Gruber. Heute kümmert er selbst sich um seine pflegebedürftige und depressive Mutter, doch das Verhältnis ist weiterhin angespannt.

      • Angelika Nachtmann

      Die Gesundheit ihrer Tochter war für Angelika Nachtmann das wertvollste Gut. Rasende Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwäche machten Katharina das Leben zur Hölle. Experten nahmen die verzweifelte Mutter nicht ernst, doch Nachtmann war sicher: „Ich spinne nicht und mein Kind simuliert nicht.“ Nach jahrelanger Ärzte-Odyssee endlich die Erkenntnis: Ein riesiger Tumor wuchs in Katharinas Kopf. Nur dank des Kampfes ihrer Mutter konnte sie gerettet werden.

      • Prof. Dr. Fritz B. Simon

      Mutterliebe ist einzigartig: So die Erfahrung des Familientherapeuten Prof. Dr. Fritz B. Simon. Der Psychiater kennt aber auch die Ambivalenz dieser ganz besonderen Beziehung zwischen Mutter und Kind. Erwartungen, die enttäuscht werden können, Abhängigkeit auf beiden Seiten: „Mütter geben viel für ihre Kinder. Das heißt aber nicht, dass sie keine Gegenleistung erwarten“, so Simon.

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      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 18.05.18
      02:45 - 04:15 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 26.09.2018