• 17.05.2018
      08:20 Uhr
      Wir im Saarland - Kultur SR Fernsehen
       

      "Wir im Saarland - Kultur" berichtet in dieser Woche über "Das Wunder von Verdun", eine Theaterexpedition im Gedenken an den Ersten Weltkrieg und über die Schauspielgruppe "Los Mutantes". Außerdem erzählt im Studiogespräch Klaus Gietinger über seine persönliche Faszination für Marx und über seinen Roman.

      Donnerstag, 17.05.18
      08:20 - 08:50 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      "Wir im Saarland - Kultur" berichtet in dieser Woche über "Das Wunder von Verdun", eine Theaterexpedition im Gedenken an den Ersten Weltkrieg und über die Schauspielgruppe "Los Mutantes". Außerdem erzählt im Studiogespräch Klaus Gietinger über seine persönliche Faszination für Marx und über seinen Roman.

       
      • Popstar, Romanheld und Politakteur - zum 200. Geburtstag von Karl Marx

      Mit über 600 Veranstaltungen ehrt Trier seinen zeitweise ungeliebten Sohn Karl Marx. Und die Medien überschlagen sich anlässlich des 200. Geburtstages. Im Studiogespräch erzählt Klaus Gietinger über seine persönliche Faszination für Marx und über seinen Roman. Er hat Tatorte geschrieben und Regie geführt, ist Sozialwissenschaftler und hat sich nun mit seinem Roman “Karl Marx, die Liebe und das Kapital“ mit dem “ersten“ Kommunisten beschäftigt. Klaus Gietinger erzählt von einem Getriebenen, der mit seiner Frau Jenny und Friedrich Engels an der Weltrevolution arbeitet, und trotz allem Idealismus sein Hausmädchen Lenchen schwängert. Sein Lebenswerk “Das Kapital“ wird nie fertig, und doch haben Karl Marx und seine Mitstreiter das 20. Jahrhundert entscheidend geprägt. Im Studiogespräch mit Isabel Sonnabend erläutert Klaus Gietinger seine Sicht auf den großen Revolutionär mit der Schwäche für Untergebene.

      • Das Wunder von Verdun - eine Theaterexpedition ins Gedenken an den Ersten Weltkrieg

      Vor 100 Jahren endete der Erste Weltkrieg. Seit vier Jahren, also seit Beginn des 100-Jahr-Gedenkens, stellt sich in den beteiligten Ländern wieder die Frage des angemessenen Gedenkens an das Massensterben auf den Schlachtfeldern in Belgien und Frankreich. Zur Vorbereitung des Stückes “Das Wunder von Verdun“ ist das Staatstheater mit Schülern zum ehemaligen Kriegsort gefahren. Hans Chlumberg zählt zu den fast vergessenen genialen Theaterschriftstellern. Er überlebte Schlachten im Ersten Weltkrieg und starb 33-jährig bei den Proben für die Uraufführung des Stücks “Wunder um Verdun“ 1930 in Leipzig – nach einem Sturz in den Orchestergraben. Mit “Wunder um Verdun“ hinterließ Chlumberg ein ganz besonderes Werk. Das Stück ist eine Groteske, die im Jahr 1939 spielt: Kurz vor den Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag des Kriegsbeginns kommen Vergnügungsreisende aus aller Herren Länder zu den Schlachtfeldern an der Marne, in den Argonnen und um Verdun. Das Staatstheater in Saarbrücken erinnert in seiner szenisch-musikalischen Annäherung an das Stück nicht nur an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren, sondern auch an einen hochbegabten Schriftsteller. Mit Schülern sind die Theatermacher zur Vorbereitung dieses Stücks nach Verdun gefahren. Mit dabei war auch der Deutsche Bund für Kriegsgräberfürsorge. Eine Fahrt ins Spannungsfeld zwischen Erinnerungstourismus und zeitgemäßem Gedenken.

      • Eine Theatergruppe als große Familie - Das Saarbrücker Ensemble “Los Mutantes“

      Migranten spielen ein Stück über Migration und ermöglichen so einen intensiven und emotionalen Blick auf ein aktuelles Thema unserer Zeit. Respekt und Verständnis wecken – das ist ein Kernthema der Schauspielgruppe “Los Mutantes“. Die wollen sie nun nicht nur auf deutschen Bühnen wecken. Sie wollen durchstarten: Gerade hat die spanischsprachige Theatergruppe “Los Mutantes“ ihr neues Stück in Saarbrücken gespielt, nun soll es weiter gehen nach Mexiko. Mit einer Studentengruppe nach Südamerika? Das kostet und erfordert aufwändige Organisation. Da müssen viele an einem Strang ziehen – wofür “Los Mutantes“ die besten Voraussetzungen hat. Denn die 1999 an der Universität des Saarlandes gegründete Truppe ist mehr als eine Theatergruppe. Sie ist eher eine große Familie, in der man füreinander einsteht. Aus mehr als zehn Ländern kommen ihre Mitspieler, und die haben in der Gruppe tatsächlich so etwas wie eine Heimat gefunden. Eine Anlaufstelle für Menschen, die neu in Deutschland sind und Anschluss suchen. Fast alle haben Migrationserfahrung – auch deshalb ist ihr neues Stück “El Viaje de los Cantores“ (“Die Reise der Sänger“) nicht nur eine Geschichte über Flüchtlinge, sondern auch über sie selbst: Über Menschen, die wegzogen, um in einem fremden Land neu anzufangen. Karsten Neuschwender hat “Los Mutantes“ besucht.

      „Wir im Saarland - Kultur“ ist eine aktuelle Magazinsendung im regionalen Vorabendprogramm des SR Fernsehen. Die Sendung informiert über die Kulturszene im Saarland, aber auch in Lothringen und in Luxemburg und wendet sich an Menschen, die im Saarland leben und die über alles Bescheid wissen wollen, was in der Region passiert - und dazu gehört auch die hierzulande besonders lebhafte Kulturszene.

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