• 14.05.2021
      22:00 Uhr
      Nachtcafé Familie - ob wir wollen oder nicht | SR Fernsehen
       

      Es heißt "Man kann sich seine Familie nicht aussuchen" - doch was das bedeutet, erfahren Menschen in ihrem Leben immer wieder auf unterschiedlichste Art und Weise. Familie kann ein sicheres Nest sein, Geborgenheit in schweren Zeiten bieten, ein Netz, das Menschen auffängt, wenn sie einen Schicksalsschlag erleiden.
      Was macht Familie aus? Was kann sie leisten? Und was prägt das Verhältnis zu den engsten Verwandten?
      Gäste:

      • Heinz Hoenig, Schauspieler
      • Jerome Hoffmann, seine Kindheit war die Hölle auf Erden
      • Marlene Lufen, Moderatorin
      • Franziska Schmidt, begab sich auf die Suche nach Ihren Wurzeln
      • Martin Frank, Kabarettist

      Freitag, 14.05.21
      22:00 - 23:30 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Es heißt "Man kann sich seine Familie nicht aussuchen" - doch was das bedeutet, erfahren Menschen in ihrem Leben immer wieder auf unterschiedlichste Art und Weise. Familie kann ein sicheres Nest sein, Geborgenheit in schweren Zeiten bieten, ein Netz, das Menschen auffängt, wenn sie einen Schicksalsschlag erleiden.
      Was macht Familie aus? Was kann sie leisten? Und was prägt das Verhältnis zu den engsten Verwandten?
      Gäste:

      • Heinz Hoenig, Schauspieler
      • Jerome Hoffmann, seine Kindheit war die Hölle auf Erden
      • Marlene Lufen, Moderatorin
      • Franziska Schmidt, begab sich auf die Suche nach Ihren Wurzeln
      • Martin Frank, Kabarettist

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Michael Steinbrecher

      Es heißt "Man kann sich seine Familie nicht aussuchen" - doch was das bedeutet, erfahren Menschen in ihrem Leben immer wieder auf unterschiedlichste Art und Weise. Familie kann ein sicheres Nest sein, Geborgenheit in schweren Zeiten bieten, ein Netz, das Menschen auffängt, wenn sie einen Schicksalsschlag erleiden. Eltern, Kinder und unsere Geschwister können stützen, wenn Krankheit oder Krisen den Alltag auf den Kopf stellen. Und manchmal zeigt sich überhaupt erst in solch schweren Zeiten, wie stabil der Familienzusammenhalt ist.

      Umso schlimmer aber, wenn die Familie nicht den sicheren Raum gibt, den Menschen brauchen. Kinder, die statt Geborgenheit Gewalt erfahren, haben die denkbar schlechtesten Startvoraussetzungen und häufig prägen die Erfahrungen der frühen Kindheit ihren ganzen weiteren Lebensweg. Nicht nur deshalb gibt es auch immer wieder Menschen, die sich ganz bewusst von ihrer Familie distanzieren und sich anderswo das Gefühl von Zugehörigkeit suchen. Mitunter ist der Weg, den man einschlagen möchte, einfach nicht mit den Ansichten und Erwartungen der eigenen Familie zu vereinbaren.

      Was macht Familie aus? Was kann sie leisten? Und was prägt das Verhältnis zu den engsten Verwandten?

      Für den Schauspieler Heinz Hoenig war es Bestimmung, als er und seine heutige Frau Annika Kärsten-Hoenig im Jahr 2018 ein Paar wurden. 34 Jahre Altersunterschied waren kein Hindernis für die Liebe. Perfekt wurde das Glück der beiden, als sie vor drei Monaten auch noch Eltern wurden. "Ich bin glücklich mit meiner Frau und meinem Sohn. Das ist der Himmel auf Erden", freut sich der Schauspieler.

      Für Jerome Hoffmann war seine Kindheit die Hölle auf Erden. Seine Stiefmutter misshandelte ihn schwer - und Jeromes Vater ließ sie gewähren. 13 endlose Jahre dauerte sein Martyrium, erst dann gelang ihm die Flucht. "Ich musste das Leben erst lernen", sagt Hoffmann, der sich nach diesen schrecklichen Erfahrungen zurück ins Leben gekämpft hat und gelernt hat, positiv in die Zukunft zu blicken.

      Moderatorin Marlene Lufen fürchtet, dass der aktuelle Corona-Lockdown zu einem Anstieg der Gewalt führt und für Familien zur Zerreißprobe wird. Sie weiß als zweifache Mutter aus eigener Erfahrung, welche Herausforderungen das Familienleben gerade in diesen Zeiten mit sich bringt: "Ich habe festgestellt, wie das auf der Seele dieser Kinder lastet", sagt Lufen, der es umso wichtiger ist, ihren Kindern Liebe und Geborgenheit zu schenken.

      Lange hatte Franziska Schmidt das Gefühl anders zu sein als der Rest ihrer Familie. Ein immer wiederkehrender Traum von ihrer Mutter mit einem anderen Mann verstärkte die Zweifel an ihrer Herkunft. "Ich habe das darauf geschoben, dass ich mich in meiner Familie manchmal unverstanden gefühlt habe", sagt Schmidt. Als dieses Gefühl immer stärker wurde, begab sie sich auf die Suche nach Ihren Wurzeln und stieß schließlich auf ein Geheimnis.

      Der Kabarettist Martin Frank ist tief verwurzelt auf dem Bauernhof seiner Familie in der bayerischen Provinz. "Ich war auf der Schauspielschule in München und trotz alledem zieht es mich immer wieder zurück zur Familie. Auf dem Bauernhof ist das ganze Thema Familie nochmal anders geprägt." Neben dem guten Gefühl Zuhause zu sein bietet ihm das Familienleben zwischen Stall und Acker auch genügend Inspiration für seine Arbeit auf der Bühne.

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