• 10.04.2021
      22:25 Uhr
      Django Spielfilm Italien/Spanien 1966 | SR Fernsehen
       

      Im Grenzgebiet zwischen Mexiko und den USA bekämpfen sich zwei skrupellose Banditenhorden. Die Kämpfe haben alle Siedler aus der Gegend vertrieben - bis Django, ein junger Ex-Soldat, dort auftaucht und der Gesetzlosigkeit Einhalt gebietet.

      Samstag, 10.04.21
      22:25 - 23:55 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Im Grenzgebiet zwischen Mexiko und den USA bekämpfen sich zwei skrupellose Banditenhorden. Die Kämpfe haben alle Siedler aus der Gegend vertrieben - bis Django, ein junger Ex-Soldat, dort auftaucht und der Gesetzlosigkeit Einhalt gebietet.

       

      Ein Cowboy schleift einen Sarg hinter sich her und durchquert die Wüste. Der einsame Held heißt Django und rettet Maria, eine Halbmexikanerin, die von den Männern des Major Jackson getötet werden soll. Er zieht mit Maria weiter in die nächstgelegene Geisterstadt Nogales, nahe der mexikanischen Grenze.

      Django will mit Major Jackson abrechnen, weil dieser seine Frau auf dem Gewissen hat. In einem verlassenen Saloon kommt es zum Kampf - Django zieht ein Maschinengewehr aus seinem Sarg und macht kurzen Prozess mit Jacksons Männern, lässt ihn jedoch am Leben.

      Nun taucht Jacksons Gegenspieler General Rodriguez auf, dem Django einst das Leben gerettet hat. Django überredet den General und seine Bande zu einem Überfall auf einen Stützpunkt der mexikanischen Armee hinter der mexikanischen Grenze, in dem sich Major Jackson versteckt hält.

      Sie erbeuten dabei gemeinsam eine Menge Gold und kehren in die verlassene Stadt zurück. Django kann, nachdem er getäuscht wird, alle Nuggets an sich reißen und flieht mit Maria. Rodriguez holt die beiden ein und verstümmelt Djangos Hände, lässt ihn aber am Leben.

      Unterdessen plant Major Jackson eine Falle für Django. Es kommt zum großen Showdown am Friedhof, dort wo auch Djangos Frau begraben liegt. "Django" gehört neben der von Sergio Leone produzierten "Dollar-Trilogie" zu den bekanntesten Filmen des Italowesterns. Berühmt ist der gleichnamige Protagonist des Films für sein Maschinengewehr, das er in einem Sarg hinter sich herzieht. Besonders sein Auftreten als "Anti-Held" beeinflusste spätere Westernfiguren und -filme nachhaltig. Django stellt eine gebrochene Figur dar, die sich vom seinerzeit klassischen amerikanischen Westernhelden deutlich unterscheidet. Sie sticht durch Brutalität und Missachtung bürgerlicher Konventionen hervor und entzieht sich einer klassischen Gut-Böse-Kategorisierung.

      "Django" ist als wichtiger Entwicklungsschritt für den modernen Actionfilm zu werten. Die "Django"-Anspielungen im dritten "Terminator", in den Filmen der "Rambo"-Reihe ebenso wie die zahlreichen Zitate in den Tarantino-Filmen können als Beleg angesehen werden. Tarantino ging sogar so weit, ganze Einstellungen und Dialoge aus der italienischen Textfassung zu übernehmen.

      "Django" ist ein virtuos in Szene gesetzter Western von Sergio Corbucci ("Leichen pflastern seinen Weg"). Die vom japanischen Samuraifilm inspirierte Titelfigur wirkte stilbildend auf den sogenannten Spaghettiwestern. Der von schlammigen Straßen und schmutzigen Interieurs bestimmte düstere, zuweilen brutale Realismus steht dabei in reizvollem Kontrast zu den humorvollen Akzenten. Der große kommerzielle Erfolg des Filmes führte unter anderem dazu, dass Western mehrfach umgetitelt oder umsynchronisiert wurden, obwohl sie mit der Figur Corbuccis nichts zu tun hatten.

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