• 03.07.2022
      10:15 Uhr
      Demokratie-Forum Hambacher Schloss Die gereizte Gesellschaft - Wie viel Konfrontation hält unsere Demokratie aus? | SR Fernsehen
       

      Ob online oder offline - der Umgangston ist oft gereizt. Wie viel Konfrontation unsere Demokratie aushält, darüber spricht Bundesinnenministerin Nancy Faeser, SPD, auf dem Hambacher Schloss.
      Der Ton in unserer Gesellschaft ist gereizt: in Gesprächen über das "Gendern" genauso wie in Diskussionen über Waffenlieferungen an die Ukraine - egal ob in den sozialen Medien oder "live". Woher kommt diese Aggressivität? Und wie steht es um den gesellschaftlichen Zusammenhalt und unsere Demokratie?

      Sonntag, 03.07.22
      10:15 - 11:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Ob online oder offline - der Umgangston ist oft gereizt. Wie viel Konfrontation unsere Demokratie aushält, darüber spricht Bundesinnenministerin Nancy Faeser, SPD, auf dem Hambacher Schloss.
      Der Ton in unserer Gesellschaft ist gereizt: in Gesprächen über das "Gendern" genauso wie in Diskussionen über Waffenlieferungen an die Ukraine - egal ob in den sozialen Medien oder "live". Woher kommt diese Aggressivität? Und wie steht es um den gesellschaftlichen Zusammenhalt und unsere Demokratie?

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Michel Friedman

      Ob online oder offline - der Umgangston ist oft gereizt. Wie viel Konfrontation unsere Demokratie aushält, darüber spricht Innenministerin Faeser auf dem Hambacher Schloss.

      Der Ton in unserer Gesellschaft ist gereizt: in Gesprächen über das "Gendern" genauso wie in Diskussionen über Waffenlieferungen an die Ukraine - egal ob in den sozialen Medien oder "live". Woher kommt diese Aggressivität? Und wie steht es um den gesellschaftlichen Zusammenhalt und unsere Demokratie?

      Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung von Februar dieses Jahres stimmen nur 42% der Befragten der Aussage zu, dass sie alles in allem "mit der Demokratie, wie sie in Deutschland besteht, zufrieden" sind. Woher kommt das?

      "Die Pandemie hat Risse in unserer Gesellschaft gezeigt: Protest, Erschöpfung und Wut. Bei einer kleinen Minderheit in unserem Land hat die Verachtung von Staat und Demokratie, von freier Wissenschaft und unabhängigen Medien ein unerträgliches Maß angenommen. Dieser kleinen Minderheit sagen wir: Friedlicher Protest ist legitim, aber Gewalt ist die rote Linie, bei der der Rechtsstaat durchgreifen muss", sagt Nancy Faeser. Welche Ursachen gibt es für tiefes Misstrauen, Verachtung der Demokratie, der demokratischen Institutionen und ihren Repräsentant:innen und diese Radikalisierung von Teilen der Gesellschaft?

      Für das Jahr 2021 hat das BKA mehr als 4.700 Straftaten gegen Amts- und Mandatsträger registriert. 2020 waren es noch knapp 3.100. Beleidigungen, Bedrohungen, Sachbeschädigung, körperliche Gewalt – für viele ehrenamtliche Kommunalpolitiker:innen und Politiker und Bürgermeister:innen gehört das zum Alltag. Was bedeutet es, wenn Politiker:innen beschimpft und bedroht werden? Schwächt das unsere Demokratie nachhaltig? Wie kann man auf die zugehen, die sich abgehängt fühlen? Ist unsere Gesellschaft versöhnungsfähig?

      Als im Mai auf dem Hambacher Schloss ein Demokratie-Fest gefeiert wurde, protestierten mehr als zweitausend Menschen in weißer Kleidung am Schlossberg, darunter Reichsbürger und Menschen aus der Querdenker-Szene. Protest, Streit, Debatte - davon lebt eine Demokratie. Was aber, wenn eine gemeinsame Basis fehlt? Wenn Thesen und wütende Vorwürfe mit falschen Fakten und Verschwörungserzählungen begründet werden und Dialog nicht möglich ist?

      Bundesinnenministerin Faeser sagt: "Unsere Demokratie ist wehrhaft. [...] Die überwältigende Mehrheit in unserem Land ist solidarisch und rücksichtsvoll. Die überwältigende Mehrheit steht hinter unserer Demokratie und ihren Institutionen." Moderator Michel Friedman fragt nach und will beim Demokratie-Forum auf dem Hambacher Schloss mit der Bundesinnenministerin genau hinsehen und analysieren, was gerade passiert in unserem Land.

      Das Demokratie-Forum findet viermal jährlich im Hambacher Schloss statt. In der Tradition des "Hambacher Fests" und dem hiermit verbundenen Geist der Meinungsfreiheit und der Bürgerrechte diskutieren lebenserfahrene und streitlustige Politiker, Publizisten sowie Vertreter aus Wirtschaft, Kultur und Zivilgesellschaft auf dem Demokratie-Forum Hambacher Schloss. Politische, gesellschaftliche und kulturelle Themen von grundlegender Bedeutung werden aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln aufgegriffen.

      Im Zentrum der kontroversen Debatten steht der "Geist der Gegenwart" und die zentrale Frage, welche Werte, Ideen und Konzepte künftig unsere Gesellschaft noch zusammenhalten. Das kritische Bürgerforum bietet eine Bühne für substantielle Diskurse und fairen Konfliktaustausch.

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