• 30.01.2022
      20:15 Uhr
      Traumziele: Andalusien - Spaniens mythischer Süden Von Sevilla an die Küste | SR Fernsehen
       

      Wüste und schneebedeckte Berge. Tief verwurzelter Katholizismus und islamisches Erbe. Weiße Dörfer und prachtvolle Paläste: Das ist Andalusien. Im äußersten Süden ist Spanien so abwechslungsreich und faszinierend wie nirgends sonst. Gelegen zwischen zwei Meeren und zwei Kontinenten, ist Andalusien wie eine Welt für sich. Exotisch, und doch ein Stück Europa.

      Sonntag, 30.01.22
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Wüste und schneebedeckte Berge. Tief verwurzelter Katholizismus und islamisches Erbe. Weiße Dörfer und prachtvolle Paläste: Das ist Andalusien. Im äußersten Süden ist Spanien so abwechslungsreich und faszinierend wie nirgends sonst. Gelegen zwischen zwei Meeren und zwei Kontinenten, ist Andalusien wie eine Welt für sich. Exotisch, und doch ein Stück Europa.

       

      Stab und Besetzung

      Autor Claudius Gehr

      Wüste und schneebedeckte Berge. Tief verwurzelter Katholizismus und islamisches Erbe. Weiße Dörfer und prachtvolle Paläste: Das ist Andalusien. Im äußersten Süden ist Spanien so abwechslungsreich und faszinierend wie nirgends sonst. Gelegen zwischen zwei Meeren und zwei Kontinenten, ist Andalusien wie eine Welt für sich. Exotisch und doch ein Stück Europa.

      Ein Jahr lang hat ein Fernseh-Team für diesen Zweiteiler über Andalusien die Menschen und die Natur in dieser einmaligen Region beobachtet. Im ersten Teil wird der andalusische Cowboy Faustin begleitet, der im Nationalpark Coto de Doñana an der Atlantikküste Wildpferde zusammentreibt. Von diesen Tieren stammen auch die amerikanischen Mustangs ab, denn die spanischen Eroberer brachten die Pferde einst nach Amerika. Das Zusammentreiben der Stuten ist immer ein großes Spektakel. Die Cowboys, die sich nach den heimischen Sümpfen Marismeños nennen, legen mit der Wildpferde-Herde einen Stopp vor einem Marienheiligtum ein, bevor es nach kurzem Gebet im Sattel weitergeht. Mit dem Verkauf einiger Stuten erzielen sie etwas Einkommen in dieser kargen Region. Der Rest der Herde wird in die Freiheit entlassen.

      Jenseits der Pinienwälder des Nationalparks Coto de Doñana beginnt der Atlantik. Von hier aus eroberten die Spanier den halben Planeten. Die Meerenge Straße von Gibraltar war das Tor zur Welt. Sogar für viele Meeresbewohner wie etwa Thunfische, die im Frühjahr wie auf ein geheimes Kommando in großen Schwärmen vom Atlantik ins Mittelmeer schwimmen. Das ist dann der Startschuss für die andalusischen Fischer:innen, die hier seit 3.000 Jahren den Thun auf besondere, traditionelle Art jagen. Heutzutage allerdings mit strengen Artenschutz-Auflagen. Die spektakuläre Almadraba findet einmal im Jahr statt: In einem Labyrinth aus Stellnetzen wird der Thun gefangen, dann springen die Fischer:innen in das tosende Wasser und erlegen einzelne Tiere mit der Harpune. Rafael ist Fischer in vierter Generation und stolz auf diese uralte Tradition.

      Tradition spielt überall in Andalusien eine große Rolle. Für viele Sevillaner:innen beginnt das Jahr nicht am ersten Januar, sondern an Ostern mit dem wichtigsten Ereignis des Jahres, der heiligen Woche Semana Santa. In riesigen Umzügen werden massive Holzgestelle, zwei Tonnen schwer, mit Jesus- und Marienfiguren durch die Straßen getragen. Diego ist einer der ältesten und erfahrensten Träger, Costaleros genannt. Das ganze Jahr über bereitet er sich auf dieses Ereignis vor, damit er diese extreme Belastung durchsteht. Mental und physisch.

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