• 30.01.2022
      08:15 Uhr
      Der Flussbaumeister - Wie Tulla den Rhein begradigte SR Fernsehen
       

      Kein anderer Fluss in Europa wurde so stark vom Menschen gestaltet wie der Rhein. Die Idee dafür lieferte der Karlsruher Ingenieur Johann Gottfried Tulla. Er verdrängte die Malaria und sorgte durch Trockenlegung der Sümpfe für neues Ackerland. Das SWR Doku-Drama lässt die Zuschauer:innen an Werk und Lebens Tullas, gespielt von Steffen Schroeder, teilhaben. Die Doku wirft auch einen kritischen Blick auf die Begradigung des Rheins und die dadurch verursachten, ökologischen Schäden.

      Sonntag, 30.01.22
      08:15 - 09:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Kein anderer Fluss in Europa wurde so stark vom Menschen gestaltet wie der Rhein. Die Idee dafür lieferte der Karlsruher Ingenieur Johann Gottfried Tulla. Er verdrängte die Malaria und sorgte durch Trockenlegung der Sümpfe für neues Ackerland. Das SWR Doku-Drama lässt die Zuschauer:innen an Werk und Lebens Tullas, gespielt von Steffen Schroeder, teilhaben. Die Doku wirft auch einen kritischen Blick auf die Begradigung des Rheins und die dadurch verursachten, ökologischen Schäden.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Peter Bardehle

      Kein anderer Fluss in Europa wurde so stark vom Menschen gestaltet wie der Rhein. Die Idee dafür lieferte der Karlsruher Ingenieur Johann Gottfried Tulla. Er verdrängte die Malaria und sorgte durch Trockenlegung der Sümpfe für neues Ackerland. Das SWR Doku-Drama lässt die Zuschauer:innen an Werk und Lebens Tullas,gespielt von Steffen Schroeder, teilhaben. Die Doku wirft auch einen kritischen Blick auf die Begradigung des Rheins und die dadurch verursachten, ökologischen Schäden.

      Johann Gottfried Tulla aus Karlsruhe hatte sich schon früh in den Kopf gesetzt, dem gefährlichen Rheinstrom ein neues Gesicht zu geben. Die Rheinbegradigung war das größte Bauprojekt Europas. Viele hielten Tullas Pläne allerdings für Wahnsinn oder reine Geldverschwendung.
      Um 1800 war Europa im Umbruch: Kriege und Hunger prägten den Alltag der meisten Menschen. In dieser Zeit wurde Tullas Talent entdeckt. Gefördert von seinem Landesherrn konnte er jahrelang bei den Besten seiner Zeit studieren: Bergbau in Sachsen, Wasserbau in Holland, Vermessung in Frankreich. Aus Frankreich brachte Johann Gottfried Tulla das Metermaß nach Deutschland und das Prinzip des genauen Vermessens.
      Aus Sümpfen und unsicherem Schwemmland machte der Ingenieur fruchtbares Ackerland. Das Sumpffieber, heute Malaria genannt, verschwand durch die Trockenlegung. Der Rhein wurde für Dampfschiffe von Basel bis Rotterdam befahrbar. Neue Häfen entstanden und Städte wie Ludwigshafen, aber auch eine Ingenieurschule, aus der das KIT, das Karlsruhe Institute of Technology mit mehr als 20.000 Studenten heranwuchs.

      Seinen Erfolg erlebte Tulla nicht. Der Pionier starb noch während der Bauarbeiten 1828 in Paris mit hohem Fieber. Einige Quellen behaupten, er sei an Malaria gestorben, doch der Totenschein verzeichnete nur "Atemnot".

      Das SWR Doku-Drama über Tulla wurde im Juli 2019 am Oberrhein, in den Rastatter Schlössern und im elsässischen Ecomusée gedreht. Die Hauptrolle spielt Steffen Schroeder, bekannt als Kommissar der ZDF-Reihe "Soko Leipzig". Das Doku-Drama über Johann Gottfried Tulla geht weit über eine Biografie hinaus und thematisiert auch die ökologischen Schäden, die durch den Rheinausbau verursacht wurden.

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