• 30.01.2022
      06:00 Uhr
      Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Aus der Welt des Hinduismus Thanjavur und Khajuraho, Indien | SR Fernsehen
       

      Mehr als 1.000 Jahre ist er alt, der Brihadeshvara-Tempel von Thanjavur, und man sieht es ihm nicht an. Im Mittelalter hat er als Festung gegen anstürmende Feinde gedient und später Zerstörungsversuchen fanatischer Moslems widerstanden. Heute ist er ein bedeutender Wallfahrtsort der Hindus, ein beliebter und belebter Tempel.

      Sonntag, 30.01.22
      06:00 - 06:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Mehr als 1.000 Jahre ist er alt, der Brihadeshvara-Tempel von Thanjavur, und man sieht es ihm nicht an. Im Mittelalter hat er als Festung gegen anstürmende Feinde gedient und später Zerstörungsversuchen fanatischer Moslems widerstanden. Heute ist er ein bedeutender Wallfahrtsort der Hindus, ein beliebter und belebter Tempel.

       

      Mehr als 1.000 Jahre ist er alt, der Brihadeshvara-Tempel von Thanjavur, und man sieht es ihm nicht an. Im Mittelalter hat er als Festung gegen anstürmende Feinde gedient und später Zerstörungsversuchen fanatischer Moslems widerstanden. Heute ist er ein bedeutender Wallfahrtsort der Hindus, ein beliebter und belebter Tempel. Thanjavur, etwa 350 Kilometer südlich von Madras, war zu Beginn des 11. Jahrhunderts die Hauptstadt des Cola-Reichs, dessen Macht weit über die Grenzen des heutigen Indien reichte.

      Aus dieser frühen Blütezeit der Stadt ist allein der Brihadeshvara-Tempel geblieben, erbaut von König Rajaraja in den Jahren 1002 bis 1010. Es ist ein Tempel von beeindruckender Größe und Schönheit - Gott Shiva geweiht.

      Der Film zeigt den gut erhaltenen Tempel und seine noch immer zahlreichen Besucher:innen. Er lässt die Zuschauer:innen etwas von der sinnlichen Heiterkeit des Hinduismus spüren, der Frömmigkeit und Lust mühelos zusammenführt.

      Die Tempel von Khajuraho in Zentralindien lösen noch heute bei vielen Besuchern Empörung oder Verwirrung aus. Die über 20.00 Skulpturen an den Außenwänden der Tempel zeigen Götter, Himmelstänzerinnen, Engel, Fabeltiere und Maithunas: Paare beim Akt. Kaimur-Sandstein erlaubte den Bildhauern, genaueste Einzelheiten zu gestalten. In einem Ausbruch kreativer Energie erschufen sie eine überschwängliche Verherrlichung des Lebens, ein opulentes, sinnliches und heiteres Aufeinandertreffen der göttlichen und der profanen Welt.

      Doch im Zusammenhang mit der hinduistischen Mythologie müssen die erotischen Darstellungen angemessen interpretiert werden. Im Liebesakt wird nicht nur die Vereinigung von Mann und Frau, sondern auch der Zeugungsakt der Weltschöpfung durch die Götter gesehen. Von den ehemals 85 Tempeln, die vor 1.000 Jahren gebaut wurden, sind heute noch 25 erhalten. Jeder Tempel wurde nach festgelegten Regeln gebaut und dabei dem Aufbau des menschlichen Körpers nachempfunden.

      Wird geladen...
      Wird geladen...

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 07.10.2022