• 07.03.2021
      08:40 Uhr
      Künstlerinnen: Tatiana Trouvé kuratiert SR Fernsehen
       

      Bis heute sind die Werke von Frauen auf dem internationalen Kunstmarkt halb so viel Wert wie jene ihrer männlichen Kollegen. Auch in Museen bleiben Künstlerinnen weltweit noch immer unterrepräsentiert. Um das weibliche Kunstschaffen verstärkt in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken, liefert ARTE mit der vierteiligen Dokumentationsreihe einen Überblick über das Wirken bedeutsamer Künstlerinnen in Geschichte, Gegenwart und weltweit.

      Sonntag, 07.03.21
      08:40 - 09:05 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
      Stereo

      Bis heute sind die Werke von Frauen auf dem internationalen Kunstmarkt halb so viel Wert wie jene ihrer männlichen Kollegen. Auch in Museen bleiben Künstlerinnen weltweit noch immer unterrepräsentiert. Um das weibliche Kunstschaffen verstärkt in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken, liefert ARTE mit der vierteiligen Dokumentationsreihe einen Überblick über das Wirken bedeutsamer Künstlerinnen in Geschichte, Gegenwart und weltweit.

       

      Tatiana Trouvé zählt zu den wichtigsten und einflussreichsten Künstlerinnen Frankreichs. Ihre Arbeiten wurden auf der Biennale in Venedig, in São Paulo und auf zahlreichen Einzelausstellungen weltweit gezeigt. 1968 in Cosenza, Italien, geboren, wuchs sie in Dakar im Senegal auf und lebt heute in Paris. In ihrem Werk, das aus Installationen, Objekten und Zeichnungen besteht, spürt sie dem Verhältnis von Raum, Zeit und Erinnerungen nach. Sie erschafft Situationen, hinter denen sich Geschichten zu verbergen scheinen, die an unser Unterbewusstsein appellieren.
      Für ihre virtuelle Ausstellung hat Tatiana Trouvé Werke von Heidi Bucher, Liz Magor, Martha Rosler, Beverly Buchanan, Lina Bo Bardi und Maria Martins ausgewählt. Die Dokumentation begleitet den Entstehungsprozess der Ausstellung, die sich aus der Fantasie heraus einen Weg in die virtuelle Realität bahnt. Jede Künstlerin wird in einem kurzen Porträt vorgestellt. Als Hommage an die Architektin Lina Bo Bardi und die Künstlerin Maria Martins, die beide in Brasilien lebten, lässt Tatiana Trouvé in ihrer virtuellen Ausstellung eine tropische Landschaft entstehen, in der die Werke in einen Dialog treten.
      Ob vor der Kamera oder hinter der Kamera. Im März sind Frauen einfach überall auf ARTE - und zeigen, was sie können … als Regisseurinnen, Schauspielerinnen, Künstlerinnen, Journalistinnen. Sie setzen Themen und feiern Erfolge: So gilt die Bezeichnung "Feministin" längst als Kompliment. Noch mehr: Feminismus liegt im Trend - und provoziert dennoch nach wie vor. Deshalb zeigt ARTE Frauen - ohne Ende, den ganzen März, das ganze Jahr, immer!

      #MeToo-Bewegung, Genderdebatte und Women's March zeugen davon: Es bewegt sich viel im Kampf um Frauenrechte, Gendergerechtigkeit rückt immer selbstverständlicher ins Herz der Gesellschaften - und doch ist der Weg bis zur Gleichstellung der Geschlechter noch lang. In diesem Jahr nimmt ARTE anlässlich des Weltfrauentags den ganzen März über unabhängige, starke Frauen in den Fokus - ob vor oder hinter der Kamera. Zum Beispiel die engagierte Filmemacherin Anne Fontaine mit ihrer Filmbiographie "Coco Chanel - Der Beginn einer Leidenschaft" am 3. März über die Anfangsjahre der französischen Modeschöpferin, die zum Inbegriff der modernen, selbstbestimmten Frau wurde. Oder Sherry Hormanns "Wüstenblume" am 6. März, die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Waris Dirie, in der sie ihren Lebensweg vom Nomadenmädchen zum internationalen Topmodel und zur UN-Botschafterin schildert. Oder Anastasiya Miroshnichenkos "Debüt hinter Gittern", das am 4. März ausgestrahlt wird. Ein Dokumentarfilm über elf Frauen in einem weißrussischen Gefängnis, die dort ihre Familien vermissen, mit ihrer Schuld hadern und: Theater spielen. Natürlich gehören zu einem Monat der Frau auch Porträts herausragender Persönlichkeiten wie das der ehemaligen israelischen Ministerpräsidentin Golda Meir (12. März), ein Film über die Ausnahmekünstlerin Josephine Baker (24. März) sowie der Spielfilm "Paula" (20. März) über die deutsche Malerin Paula Modersohn-Becker, eine der bedeutendsten Vertreterinnen des frühen Expressionismus. Außergewöhnlich ist auch die Protagonistin des Dokumentarfilms "Gegen die Strömung", der am 13. März gezeigt wird. Die Britin Beth French will die sieben gefährlichsten Meerengen durchschwimmen und damit als erste Frau die Ocean's Seven bewältigen. Was Frauen leisten, aber auch welche Probleme ihnen immer noch täglich begegnen, darum geht es am 6. und 13. März im neuen, feministischen Magazin "Kreatur", das erstmals im Fernsehen zu sehen ist. ARTE verschafft Frauen Gehör. Im März, im ganzen Jahr - immer!

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      Sonntag, 07.03.21
      08:40 - 09:05 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
      Stereo

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