• 20.09.2020
      20:15 Uhr
      Die erstaunliche Erfolgsgeschichte des Rieslings an Mosel, Saar und Ruwer SR Fernsehen
       

      Was hat Günther Jauch mit Karl Marx zu tun? Eine verwickelte Geschichte, in der der Riesling von Mosel, Saar und Ruwer eine nicht unbedeutende Rolle spielt...
      Unser Film erzählt Geschichten aus dem größten Riesling-Anbaugebiet der Welt, die kaum einer kennt. Wer weiß schon, dass die Staatsgäste unseres Bundespräsidenten dank der Initiative eines Moselwinzers nicht mehr Champagner, sondern Moselsekt kredenzt bekommen? Dass die britische Queen bei ihren Tischreden gern mit Moselwein prostet? Ein ganzes Jahr hindurch, zu allen Jahreszeiten, verfolgt der Film der Autoren Hansi Jüngling und Sven Rech die Arbeit im Weinberg.

      Sonntag, 20.09.20
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Was hat Günther Jauch mit Karl Marx zu tun? Eine verwickelte Geschichte, in der der Riesling von Mosel, Saar und Ruwer eine nicht unbedeutende Rolle spielt...
      Unser Film erzählt Geschichten aus dem größten Riesling-Anbaugebiet der Welt, die kaum einer kennt. Wer weiß schon, dass die Staatsgäste unseres Bundespräsidenten dank der Initiative eines Moselwinzers nicht mehr Champagner, sondern Moselsekt kredenzt bekommen? Dass die britische Queen bei ihren Tischreden gern mit Moselwein prostet? Ein ganzes Jahr hindurch, zu allen Jahreszeiten, verfolgt der Film der Autoren Hansi Jüngling und Sven Rech die Arbeit im Weinberg.

       

      Stab und Besetzung

      Autor Hansi Jüngling und Sven Rech

      Was hat Fernsehmoderator Günther Jauch mit Karl Marx zu tun? Eine verwickelte Geschichte, in der der Riesling von Mosel, Saar und Ruwer eine nicht unbedeutende Rolle spielt ...

      Der Film erzählt Geschichten aus dem größten Riesling-Anbaugebiet der Welt, die kaum einer kennt. Wer weiß schon, dass die Staatsgäste des Bundespräsidenten dank der Initiative eines Moselwinzers nicht mehr Champagner, sondern Moselsekt ausgeschenkt bekommen? Dass die britische Queen bei ihren Tischreden gern mit Moselwein prostet? Dass schon vor über 100 Jahren der deutsche Kaiser seinen Sonderzug gleich dreimal an die Mosel lenken ließ, weil ihm der Riesling so gut schmeckte? Dass eben dieser Wein damals der teuerste der Welt war? 100.000 Goldmark legte das Waldorf Astoria in New York für ein Fuder, das alte Hohlmaß für Wein, hin. Das wäre heute ein Millionenbetrag in Euro.

      Sogar im Wrack der gesunkenen Titanic liegt vermutlich noch eine Ladung Moselriesling, jedenfalls stand sie auf der Ladeliste und auch an Bord der legendären Zeppeline genossen die Passagiere auf ihren Reisen einen Mülheimer Sonnenlay.

      Noch ein halbes Jahrhundert zuvor hatte der Hype um den Wein von Mosel, Saar und Ruwer zu einer regelrechten Blase geführt, die - einmal geplatzt - viele Winzerinnen und Winzer in so bittere Armut trieb, dass der junge Karl Marx durch ihre Lage erstmals auf die Idee kam, Ökonomie von sozialen Fragen her zu denken. Man sieht: Der Wein von Mosel, Saar und Ruwer spielte schon immer mit im Weltgeschehen.

      Ein ganzes Jahr hindurch, zu allen Jahreszeiten, verfolgt der Film der Autoren Hansi Jüngling und Sven Rech die Arbeit im Weinberg. Zuschauerinnen und Zuschauer sind unter anderem dabei, wenn Kilian und Angelika Franzen auf ihren Weinberg klettern, den Bremmer Calmont, den steilsten Weinberg Europas, mit einer durchschnittlichen Steigung von 65 Prozent. Hier ist alles Handarbeit, denn Maschinen, die diesen Weinberg beackern könnten, müssten erst noch erfunden werden.

      Moderator Günther Jauch besuchen die Autoren auf seinem Weingut von Othegraven, Roman Niewodniczanski auf seinem Weingut Van Volxem sowie Maximin Schubert von Maximin Grünhaus, Dirk M.F. und Constantin Richter vom Weingut Max Ferdinand Richter und Martin Gerlach von Gerlachs Mühle.

      Mehr als 5300 Hektar umfasst das Weinbaugebiet Mosel-Saar-Ruwer, das seit einiger Zeit des besseren Marketings wegen einfach "Mosel" genannt wird, den größten Teil in Steillage. Nicht umsonst nennt der Winzer Martin Gerlach sein Erzeugnis "Dangerous Riesling": die Arbeit in den Weinbergen der Mosel hat schon so manchen Weinbauern das Leben gekostet. Zu einem der Weinberge kommt man sogar nur mit dem Boot ...

      Mühsam, gefährlich und nicht immer ertragreich ist das Metier der Winzerinnen und Winzer an Mosel, Saar und Ruwer. Ein Nullsummenspiel, sagt etwa Roman Niewodniczanski, der als Quereinsteiger aus der Bierbrauerzunft zum Winzer wurde. Wer hier Wein anbaut, muss es mit Leidenschaft tun.

      Dieser Leidenschaft versucht der Film nachzugehen. Was treibt sie an, diese zum Teil sehr jungen Winzerinnen und Winzer, die Kopf und Kragen und ihre Knochen riskieren - manche schon in der zehnten Generation? Eines ist jedenfalls sicher: Diesen Riesling kann man nicht kopieren. Er wächst und reift nur hier, in den Steillagen von Mosel, Saar und Ruwer - nirgendwo sonst auf der Welt. Dieser Wein ist einzigartig.

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      Sonntag, 20.09.20
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

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