• 10.07.2020
      15:15 Uhr
      Wildnis am Strom - Nationalpark Donau-Auen SR Fernsehen
       

      Entlang der Donau zwischen Wien und Bratislava kann die Kraft des Wassers noch Lebensräume gestalten: Hochwasser hinterlassen frisch angerissene Steilufer, neue Schotterbänke und Inseln wachsen aus dem Strom, Wälder werden abgetragen und entstehen erneut. Ein Film über eine beeindruckende Landschaft, die eine Vielzahl von Tierarten beheimatet.

      Freitag, 10.07.20
      15:15 - 16:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Entlang der Donau zwischen Wien und Bratislava kann die Kraft des Wassers noch Lebensräume gestalten: Hochwasser hinterlassen frisch angerissene Steilufer, neue Schotterbänke und Inseln wachsen aus dem Strom, Wälder werden abgetragen und entstehen erneut. Ein Film über eine beeindruckende Landschaft, die eine Vielzahl von Tierarten beheimatet.

       

      Stab und Besetzung

      Autor Franz Hafner

      Alles fließt, alle Dinge sind ständigem Wandel unterworfen. Das gilt besonders für die Au. Zerstörung und Aufbau, Werden und Vergehen sind unabdingbare Bestandteile und Grundlage für diese Landschaft. Entlang der Donau zwischen Wien und Bratislava kann die Kraft des Wassers noch Lebensräume gestalten: Hochwasser hinterlassen frisch angerissene Steilufer, neue Schotterbänke und Inseln wachsen aus dem Strom, Wälder werden abgetragen und entstehen erneut. Diese Dynamik ist eine große Kostbarkeit, eine Flussdynamik, wie sie sonst in Mitteleuropa nicht mehr zu finden ist. Die Donau-Auen östlich von Wien bergen die letzte Wildnis am Strom. Seit 1996 ist diese außerordentliche Landschaft durch einen Nationalpark geschützt. Die Lebensader des Nationalparks ist die Donau. Auf über 36 km Länge kann sie hier noch frei fließen, neben der Wachau die letzte freie Fließstrecke in Österreich.

      Beeindruckend ist die Vielfalt der Lebensräume, die hier zu finden ist und außergewöhnlich ist die Zahl der Tiere, die hier überleben können: Eisvögel brüten in den Steilufern, Regenpfeifer auf den Schotterbänken und Seeadler im Auwald. Die Altarme sind von Sumpfschildkröte und Biber besiedelt und im Unterholz ziehen Rothirsche ihre Jungen groß. In den vergangenen Jahrhunderten hat sich aber am Fluss vieles verändert: Die Donau wurde begradigt und befestigt, viele Nebenarme wurden vom Strom abgeschnitten. Es bestand und besteht die Gefahr, dass der Auwald austrocknet, die Altarme verlanden und die Au stirbt. Die Gewässerdynamik der Donau selbst aber ist erhalten geblieben und das ist die große Chance für das Schutzgebiet. Seit der Gründung des Nationalparks wurde daher versucht, die Au wieder stärker an die Donau anzubinden: Ufer wurden rückgebaut, Altarme miteinander verbunden, Treppelwege gesenkt. Diese Maßnahmen zeigen Wirkung. Die Au ist wieder mit dem Strom verbunden.

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      Freitag, 10.07.20
      15:15 - 16:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

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