• 01.07.2020
      18:50 Uhr
      Wir im Saarland - Kultur Moderator: Jochen Erdmenger | SR Fernsehen Mediathek
       

      Themen:

      • Kulturgeschichte der besonderen Pflanzen: Der Gift- und Heilkräutergarten Türkismühle
      • Lieder von Papierrollen: Der Mechanische Musiksalon Weiskirchen
      • Spannende Archäologie im Wareswald: Die römische Göttin Fortuna
      • Kunst und Kirchenfenster: Glaskünstlerin Marianne Aatz

      Mittwoch, 01.07.20
      18:50 - 19:20 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Themen:

      • Kulturgeschichte der besonderen Pflanzen: Der Gift- und Heilkräutergarten Türkismühle
      • Lieder von Papierrollen: Der Mechanische Musiksalon Weiskirchen
      • Spannende Archäologie im Wareswald: Die römische Göttin Fortuna
      • Kunst und Kirchenfenster: Glaskünstlerin Marianne Aatz

       
      • Kulturgeschichte der besonderen Pflanzen - der Gift- und Heilkräutergarten Türkismühle

      Vor fast 50 Jahren verwirklichte der Türkismühler Apotheker Dr. Karl-Heinz Potempa seinen Traum: Er kaufte ein 4000qm2 Gelände und pflanzte seinen Gift- und Heilkräutergarten an. Mittlerweile ist er einer der größten seiner Art.
      Auf einem trockenen, steinigen Südhang stehen über 400 Pflanzen, Bäume und Sträucher, die in der klassischen oder alternativen Medizin Anwendung finden. Karl-Heinz Potempa weist kritisch auf die Bedeutung der alternativen Heilkunde hin, informiert bei seinen Führungen auf die Funktion seiner Pflanzen bei Phytotherapie, Homöopathie, Bachblütentherapie oder anthroposophische Arznei hin. Uwe Loebens hat den Garten besucht und wirft in Zeiten der Pandemie einen kulturgeschichtlichen Blick auf die Bedeutung von Heilpflanzen und Seuchen.

      • Lieder von Papierrollen - der Mechanische Musiksalon Weiskirchen

      Verspielt und höchst präzise: Historische Drehorgeln und Puppenautomaten, die sich auf geheimnisvolle Weise bewegen, versetzen ihre Zuhörer und Zuschauer seit Jahrhunderten ins Staunen. Ein Besuch im Mechanischen Musiksalon Weiskirchen.
      Ob elektrisches Klavier oder Orchestrion: Auf diesen Instrumenten sind die Musikstücke auf Papierrollen eingestanzt und werden mit Druck- und Saugluft abgetastet. Das war bis ins 19. Jahrhundert Hightech. Doch diesen technischen Erfindungen wurden durch Phonographen und Grammophone ein Ende bereitet. Bei Sammlern und Nostalgie-Begeisterten leben sie jedoch weiter. Klaus Meyer ist so einer - und hat viele davon in seinem Mechanischen Musiksalon Weiskirchen gesammelt. Chris Ignatzi hat sich vom Charme der alten Zeit bezaubern lassen.

      • Spannende Archäologie im Wareswald

      Vergangenen September wurde die kopflose Statue der römischen Göttin Fortuna gefunden, vor wenigen Wochen wurde auch ein passendes Haupt dazu gefunden. Ein Sensationsfund in der archäologischen Grabungsstätte Wareswald?
      Am Fuße des Schaumberges in der Gemeinde Tholey wird seit mehreren Jahren eine gallo-römische Siedlung ausgegraben, deren Ursprung auf das 1. Jahrhundert n.Chr. zurückgeht. Der ehemals sehr bedeutende Ort befand sich am Schnittpunkt zweier römischer Hauptverkehrsachsen:: Mainz-Metz und Straßburg-Trier. Die Reisende dieser Routen benötigten Unterkünfte, Verpflegung Güter des täglichen Bedarfs, woraufhin sich viele Handwerker und Händler im heutigen Wareswald niederließen und die Siedlung im Laufe der Zeit zu einer stattlichen Größe von mehreren Hektar anwuchs - mitsamt einer großen Villa eines reichen Römers. Damit ist der Wareswald bei Tholey ein äußerst spannender Ort der saarländischen Geschichte - nicht nur wegen des Fundes der Fortuna-Statue. Jochen Erdmenger hat die archäologischen Grabungen besucht und spricht mit Landesdenkmalpfleger Georg Breitner und dem verantwortlichen Archäologen Klaus-Peter Henz nicht nur über die neuesten Funde.

      • Kunst und Kirchenfenster von Marianne Aatz

      Viele Gemälde hat sie gemalt. Marianne Aatz hat aber auch als Glaskünstlerin mehrere saarländische Kirchen mit Fenstern ausgestattet. Der Förderverein des Stadtmuseums Wadern würdigt die kunstvollen Arbeiten mit einer liebevoll gestalteten Broschüre.
      In den Kirchen von Alschbach, Lautzkirchen und Niederwürzbach sowie in Aschbach bei Lebach sind sie zu sehen: die organisch gestalteten Glasfenster von Marianne Aatz, die mit dem Raum eine Symbiose einzugehen scheinen. Endlich sind diese Arbeiten in einer Publikation erfasst. Marianne Aatz gehört zu den stilleren Künstlerinnen im Saarland - und zu den bedeutenden. Vor einigen Jahren hat Harriet Weber-Schäfer die 1929 geborene Malerin in ihrem Wohnort bei Wadern besucht. Eine Begegnung mit einer Frau, für die Mode und Trend immer weniger wichtiger waren als individueller Ausdruck. Das schlägt sich in einem vielfältigen Oevre nieder von Landschaftsmalerei über Märchenbilder, Stilleben und Porträts.

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