• 17.11.2019
      06:00 Uhr
      Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Spiegel der Macht - Isfahan und Persepolis (Iran) | SR Fernsehen
       

      Nach der Paradiesvorstellung des Korans wollte Schah Abbas Ende des 16. Jahrhunderts Isfahan zu einer modernen Stadt umbauen. Isfahan wurde zu einem wichtigen Handelszentrum, in dem Religiosität und Kommerz die tragenden Säulen waren. Die Verbindung von Geistigem und Weltlichen, von Glauben und Architektur wird auf dem Königsplatz Medan-e Schah deutlich, auf dem sich Moschee und Basar gegenüberstehen. Mit 500 Metern Länge ist dieser Platz der größte der Welt.

      Sonntag, 17.11.19
      06:00 - 06:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Nach der Paradiesvorstellung des Korans wollte Schah Abbas Ende des 16. Jahrhunderts Isfahan zu einer modernen Stadt umbauen. Isfahan wurde zu einem wichtigen Handelszentrum, in dem Religiosität und Kommerz die tragenden Säulen waren. Die Verbindung von Geistigem und Weltlichen, von Glauben und Architektur wird auf dem Königsplatz Medan-e Schah deutlich, auf dem sich Moschee und Basar gegenüberstehen. Mit 500 Metern Länge ist dieser Platz der größte der Welt.

       

      Stab und Besetzung

      Autor Rüdiger Lorenz
      Faranak Djalali

      Nach der Paradiesvorstellung des Korans wollte Schah Abbas Ende des 16. Jahrhunderts Isfahan zu einer modernen Stadt umbauen. Isfahan wurde zu einem wichtigen Handelszentrum, in dem Religiosität und Kommerz die tragenden Säulen waren. Die Verbindung von Geistigem und Weltlichen, von Glauben und Architektur wird auf dem Königsplatz Medan-e Schah deutlich, auf dem sich Moschee und Basar gegenüberstehen. Mit 500 Metern Länge ist dieser Platz der größte der Welt.
      Der Film möchte die Botschaft der Erbauer entschlüsseln. Mit Bildern der heutigen Handwerker sowie Händlerinnen und Händlern wird die Geschichte der Stadt und seiner Bauwerke erzählt.
      Das erste Weltreich auf dem Globus, vor ca. 2.500 Jahren, ist ein Vielvölkerstaat. 28 Völker leben nicht als unterdrückte Vasallen, sondern als annähernd gleichberechtigte Partner miteinander. Darius ist ihr Großkönig, sein Traum "Persepolis" das steinerne Zeugnis einer erstaunlich modernen Idee.
      Grundmauern, einzelne Säulen, Mauerfragmente geben genaue Einblicke in die genialen Konstruktionsprinzipien der alten Baumeister. Zwanzig Meter hoch ragen die Marmorsäulen in den Himmel. Dort oben haben griechische und lydische Statiker ein riesiges Dach aus Zedernstämmen über den Thronsaal gespannt. Hunderte von Steinmetzen bearbeiteten Blöcke millimetergenau, schufen ehrfurchtgebietende Steinplastiken an Portalen und Mauern und verewigten alle Völker des riesigen Reiches in detaillierten Reliefdarstellungen.
      Lebendig werden diese Steine durch Tontäfelchen, gebrannt in den Minuten einer antiken Katastrophe, als Alexander der Große das Weltwunder durch Feuer untergehen ließ. Über Jahrhunderte hatten Beamte alle Vorgänge im Zentrum der Macht und im gesamten Reich minutiös festgehalten, in einer Bibliothek aus tausenden von bis dato ungebrannten Tontäfelchen. Erst heutzutage wurde dieser Schatz an Daten bearbeitet und entziffert. Der Film verbindet Lohnlisten, Reiseabrechnungen und Steuerzahlungen wieder mit den dazugehörigen Personen, ihren Bildern, die in Stein erhalten blieben. Männer und Frauen bekommen gleichen Lohn, es gab Schwangerschaftsurlaub und Sonderrationen für sozial Schwache. Knapp 200 Jahre hatte der Traum des Darius gedauert, dann wurde Persepolis durch Alexander in Schutt und Asche gelegt.

      Die wertvollsten Natur- und Kulturdenkmäler der Welt schützt die UNESCO seit 1972 als "Erbe der Menschheit". Die Fernsehreihe "Schätze der Welt" erzählt von diesen Orten in eindrucksvollen Bildern.

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