• 27.10.2019
      05:20 Uhr
      Retter der Wildblumen - Ernst Rieger und seine blühenden Landschaften SR Fernsehen
       

      Gänseblümchen liebt Ernst Rieger am meisten. Vor 30 Jahren begann der Landwirt, die Blumen auszugraben und sie in Reihen auf dem Acker zu pflanzen. Die Samen des Liebesorakels brachten ihm Glück und gutes Geld. Damals belächelte man ihn dafür. Doch inzwischen weiß man, dass es an Naturwiesen fehlt. Sie sind wichtig für Wildbienen, Hummeln und andere Tiere.

      Sonntag, 27.10.19
      05:20 - 06:00 Uhr (40 Min.)
      40 Min.
      Stereo

      Gänseblümchen liebt Ernst Rieger am meisten. Vor 30 Jahren begann der Landwirt, die Blumen auszugraben und sie in Reihen auf dem Acker zu pflanzen. Die Samen des Liebesorakels brachten ihm Glück und gutes Geld. Damals belächelte man ihn dafür. Doch inzwischen weiß man, dass es an Naturwiesen fehlt. Sie sind wichtig für Wildbienen, Hummeln und andere Tiere.

       

      Stab und Besetzung

      Autor Constanze Holdermann

      Gänseblümchen liebt Ernst Rieger am meisten. Vor 30 Jahren begann der Landwirt, die Blumen auszugraben und sie in Reihen auf dem Acker zu pflanzen. Die Samen des Liebesorakels brachten ihm Glück und gutes Geld. Damals belächelte man ihn dafür. Doch inzwischen weiß man, dass es an Naturwiesen fehlt. Sie sind wichtig für Wildbienen, Hummeln und andere Tiere. Heute vermehrt Ernst Rieger auf seinem Hof in Blaufelden mehr als 200 Arten von Wildblumen und Wildgräsern. Seine Samenmischungen werden deutschlandweit ausgesät. Der Landwirt. führt internationale Delegationen über seinen Hof.

      Riegers Firma begann mit zwölf Arbeitern und einer Praktikantin: Heute produziert sie auf 1.500 Hektar Ackerschlägen 400 verschiedene Wildarten. Der 56-jährige Landwirt hat sich über die Jahre ein Know-how angeeignet, das in Paris und Brüssel gefragt ist. Zusammen mit Biologen entwickelt er maßgeschneiderte Blühmischungen für Autobahnen, Obstwiesen oder Feuchtgebiete. Vor zehn Jahren wollte ihn die Industrie der Zuchtsamenhersteller vom Markt verdrängen und prozessierte gegen den vermeintlichen Wildwuchs. Doch Ernst Rieger kämpfte zäh gegen die Konzernriesen und bekam Recht.

      Das Saatgut ist teuer, die Produktion aufwendig. Der Ursprungssamen wird in der Natur gesammelt und im Gewächshaus vermehrt. Vom Aussäen auf den Äckern bis zur Ernte ist viel Handarbeit notwendig. Für 20 Kilo Samen Glockenblumen oder Fingerhut arbeitet die Familie manchmal Jahre.

      Der Film erzählt von Ernst Rieger und seiner Familie. In Blaufelden ist das SWR Fernsehen dabei, wenn Sohn Stefan das Johanniskraut in den Acker pflanzt und nachts auf dem Feld die Blumen drischt. Die Zuschauenden erleben die Mühsal und spüren den Stolz der Söhne auf den elterlichen Betrieb. Sie lernen Donzdorf kennen, wo im Sommer mitten im Ort wilde Wiesen blühen. Sie sehen Felder blaublühender Ochsenzungen, Kornblumen oder Kartäusernelken und erleben die Faszination der Wildblumen.

      03.10.2015 SWR BW

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