• 25.01.2015
      14:00 Uhr
      Der Letzte seines Standes? Der Köhler aus dem Sauerland / Der Ofenbauer aus dem Ahrntal | SR Fernsehen
       
      • Der Köhler aus dem Sauerland: Günther Birkelbach, 76 Jahre alt und gebürtiger Sauerländer, ist der älteste aktive Köhler Deutschlands; und auch der einzige Köhler, der noch auf die Stöhr geht, also zu denen, die seine Arbeit brauchen.
      • Der Ofenbauer aus dem Ahrntal: Draußen vor dem Bauernhof der Backofen, drinnen in der Stube der gemütliche Grundofen - viele, die sich dieses Bild vor Augen führen, fühlen sich dabei in längst vergangene Zeiten versetzt. Aber es gibt Regionen, da werden diese Öfen auch heute noch gebaut.

      Sonntag, 25.01.15
      14:00 - 15:00 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo
      • Der Köhler aus dem Sauerland: Günther Birkelbach, 76 Jahre alt und gebürtiger Sauerländer, ist der älteste aktive Köhler Deutschlands; und auch der einzige Köhler, der noch auf die Stöhr geht, also zu denen, die seine Arbeit brauchen.
      • Der Ofenbauer aus dem Ahrntal: Draußen vor dem Bauernhof der Backofen, drinnen in der Stube der gemütliche Grundofen - viele, die sich dieses Bild vor Augen führen, fühlen sich dabei in längst vergangene Zeiten versetzt. Aber es gibt Regionen, da werden diese Öfen auch heute noch gebaut.

       
      • Der Köhler aus dem Sauerland

      Günther Birkelbach, 76 Jahre alt und gebürtiger Sauerländer, ist der älteste aktive Köhler Deutschlands; und auch der einzige Köhler, der noch auf die Stöhr geht, also zu denen, die seine Arbeit brauchen.
      In der vorindustriellen Zeit war Holzkohle in Handwerk, Gewerbe und Haushalt unentbehrlich. Besonders zum Verhütten des Eisenerzes brauchte man viel Holzkohle. Damit wurden Temperaturen erreicht, bei denen das Eisen aus dem Erz herausgeschmolzen werden konnte. Als man Mitte des 19. Jahrhunderts begann, Steinkohle industriell zu fördern und Erdöl zu gewinnen, läutete das den Untergang des alten Handwerks der Köhler ein. Aber auch heute wird noch Holzkohle benötigt und eingesetzt: z. B. für die Herstellung von Aktivkohle oder für das sommerliche Grillvergnügen. Holzkohle entsteht durch die thermische Umwandlung des Holzes, durch die Holzverschwelung (Pyrolyse). Ausgangsmaterial für Holzkohle ist überwiegend Hartholz (Buche, Eiche), das für hohe Verbrennungstemperatur sorgt. Wird Holzkohle zum Grillen verwendet, so sollte sie aus Weichholz (Fichte, Tanne) hergestellt werden, da die Verbrennungstemperatur niedriger ist und somit das Grillgut weniger leicht verbrennt.

      • Der Ofenbauer aus dem Ahrntal

      Draußen vor dem Bauernhof der Backofen, drinnen in der Stube der gemütliche Grundofen - viele, die sich dieses Bild vor Augen führen, fühlen sich dabei in längst vergangene Zeiten versetzt. Aber es gibt Regionen, da werden diese Öfen auch heute noch gebaut, und es gibt auch noch einige wenige der alten Ofen-Baumeister, die genau wissen, worauf es ankommt, damit der Ofen zieht, keine Risse bekommt und eine Wirtschaftlichkeit aufweist, die jeder Ölheizung spottet. Verblüffend einfach, manchmal geradezu abenteuerlich erscheinen dem Beobachter viele der angewandten Hilfsmittel und Techniken, z. B. um das Gewölbe des Backofens aufzurichten oder den Stein für den Grundofen vom Berg zu holen. Josef Niederkofler aus dem Ahrntal baut noch einmal einen Back- und einen Grundofen, so wie er es gelernt und über Jahrzehnte gemacht hat, ein letztes Mal.

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      Sonntag, 25.01.15
      14:00 - 15:00 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo

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