• 16.08.2014
      06:15 Uhr
      Spiele der Welt (20-24/32) Planet Schule | SR Fernsehen
       
      • Rentier-Rennen in Finnland
      • Segelfliegen in Deutschland
      • Sepak Takraw in Malaysia
      • Stelzenlauf in Frankreich
      • Stierkampf in Frankreich

      Samstag, 16.08.14
      06:15 - 08:45 Uhr (150 Min.)
      150 Min.
      Stereo
      • Rentier-Rennen in Finnland
      • Segelfliegen in Deutschland
      • Sepak Takraw in Malaysia
      • Stelzenlauf in Frankreich
      • Stierkampf in Frankreich

       
      • Rentier-Rennen in Finnland

      Wenn im Norden Finnlands die langen und harten Winter zu Ende gehen und das Licht der Sonne allmählich zurückkehrt, dann beginnt für die Samen, die "Ureinwohner" Lapplands, die Zeit der großen Rentier-Rennen. Mit weit heraushängender Zunge jagen die Tiere mit bis zu 70 Kilometern pro Stunde über Schnee und Eis. Die Läufer, die sie auf Skiern hinter sich herziehen, benötigen oft einiges Geschick um nicht aus der Bahn geworfen zu werden.

      Die traditionelle Lebensweise der Samen in perfekter Anpassung an die raue und unwirtliche Umgebung ist noch heute lebendig. Damals wie heute steht das Rentier im Mittelpunkt ihrer Kultur, ihrer Feste - und ihrer Wettkämpfe. Die Rentier-Rennen erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit, werden sogar im Fernsehen übertragen. Die Zucht von guten Renntieren, vor allem aber die Wetten, ohne die kein Rennen denkbar ist, sind zu einem lukrativen Geschäft geworden.

      Die faszinierende Schönheit der Landschaft im hohen Norden Europas, das Leben und die Kultur der Samen umrahmen die atemberaubenden Slow-Motion-Bilder der Rentierbullen im Wettkampf.

      • Segelfliegen in Deutschland

      "Land der offenen Feuer" nennt man die Rhön. Der Film zeigt ihre eigenartige und raue Landschaft aus der Perspektive der Segelflieger. Die Rhön gilt als die Wiege des Segelflugs. Die Nachricht vom "Vogelmenschen in der Rhön" verbreitet sich 1922 blitzschnell, nachdem einer der ersten Flieger über eine Stunde in der Luft blieb und sogar über die hohe Wasserkuppe flog. Bis heute machen die kahlen, waldarmen Höhen, die weite Landschaft und vor allem der ständige Wind das Rhön-Massiv zum idealen Gebiet für Segelflieger. Die Grenznähe zur DDR allerdings schränkte den freien Flug lange Jahre ein. Porträtiert werden junge und alte Segelflieger, die von ihren Erfahrungen und ihrer Begeisterung für das Fliegen erzählen.

      • Sepak Takraw in Malaysia

      Einst herrschten die Briten als Kolonialherren über Malaysia. Sie brachten den Malaien nicht nur ihre Kultur, sondern auch ihre Spiele: Hockey, Cricket, Golf, Tennis und Badminton. Das alte Spiel der Einheimischen hieß Sepak Raga. Bei diesem Spiel musste ein Rattanball möglichst lange mit den Füßen in der Luft jongliert werden. Irgendwann in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts kamen junge Malaien auf die Idee, Sepak Raga auf einem Badmintonfeld zu spielen, über das Netz. Es war die Geburtsstunde einer neuen, spektakulären Sportart, die in den folgenden Jahren einen Siegeszug durch Südostasien antrat.

      Sepak Takraw, was soviel bedeutet wie "den Ball kicken", heißt das malaiische Nationalspiel heute. Ein schnelles Spiel, voller Spannung und Akrobatik. Der Ball ist nun aus Kunststoff und wird mit atemberaubenden Fallrückziehern auf über 140 Kilometer pro Stunde beschleunigt. Zwei Mannschaften mit jeweils drei Spielern treten gegeneinander an. Der Ball darf mit allen Körperteilen, außer mit den Armen und den Händen gespielt werden. Gewonnen hat die Mannschaft, die zuerst 15 Punkte erreicht. Traum vieler Jungstars: Im Grand-Prix-Finale die Krone des malaiischen Nationalsports zu erringen.

      • Stelzenlauf in Frankreich

      Die Schafhirten an der französischen Atlantikküste hatten es nicht leicht damals, als sie auf unzählige Schafe aufpassen mussten. In der kargen Heidelandschaft verschwanden die Tiere nur allzu schnell im Gestrüpp, und oft suchten die Hirten sie dann stundenlang. Der Boden war nass und sumpfig, und ständig hatte man feuchte Füße. Wer genau die findige Idee mit den Stelzen hatte, weiß man heute nicht mehr. Fest steht jedenfalls, irgendwann haben sich die Schäfer der Atlantikregion erhoben: 1,20 Meter über den Boden auf langen Stelzen.

      Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden das Weideland und die Schafe immer weniger, weil die Sumpfgebiete trockengelegt und mit riesigen Kiefernwäldern bepflanzt wurden. Viele Schäfer mussten sich nach neuen Beschäftigungen umsehen; aber eine Sache blieb erhalten: die "echasses", die Stelzen. Der Film besucht die heutige Generation der Stelzenläufer in der Region Landes, mutige Männer und Frauen, die sich nicht vor der Höhe fürchten und die Traditionen ihrer Vorfahren lebendig erhalten.

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      Samstag, 16.08.14
      06:15 - 08:45 Uhr (150 Min.)
      150 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 29.07.2021