• 24.02.2019
      10:00 Uhr
      Bodenseegeschichten - Das Erbe der Mönche SR Fernsehen
       

      Mittelpunkt des Heiligen Römischen Reiches, Winkel am Ende der Welt, Sehnsuchtsort ohne Grenzen - 1.000 Jahre Geschichte prägen Landschaft und Menschen am "Schwäbischen Meer" - dem Bodensee. Bis vor 1.300 Jahren ist der Bodensee mit seinen sumpfigen Ufern ein mehr oder weniger unzugänglicher See. Dann erreichen ihn die ersten Wandermönche. Mit ihnen beginnt die Kultivierung, die die Region bis heute prägt.

      Sonntag, 24.02.19
      10:00 - 10:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Mittelpunkt des Heiligen Römischen Reiches, Winkel am Ende der Welt, Sehnsuchtsort ohne Grenzen - 1.000 Jahre Geschichte prägen Landschaft und Menschen am "Schwäbischen Meer" - dem Bodensee. Bis vor 1.300 Jahren ist der Bodensee mit seinen sumpfigen Ufern ein mehr oder weniger unzugänglicher See. Dann erreichen ihn die ersten Wandermönche. Mit ihnen beginnt die Kultivierung, die die Region bis heute prägt.

       

      Stab und Besetzung

      Autor Günther Klein

      Mittelpunkt des Heiligen Römischen Reiches, Winkel am Ende der Welt, Sehnsuchtsort ohne Grenzen - 1.000 Jahre Geschichte prägen Landschaft und Menschen am "Schwäbischen Meer" - dem Bodensee. Bis vor 1.300 Jahren ist der Bodensee mit seinen sumpfigen Ufern ein mehr oder weniger unzugänglicher See. Dann erreichen ihn die ersten Wandermönche. Mit ihnen beginnt die Kultivierung, die die Region bis heute prägt.

      Mit den Klöstern auf der Reichenau und in St. Gallen beginnt die kontinuierliche Besiedlung des Bodenseeraums. Die Mönche kultivieren das Land. Unterstützt werden sie von den weltlichen Herrschern, die ihnen Ländereien und Reliquien stiften. Als Gegenleistung erwarten sie Gebete und blühende Landschaften. Der Wandermönch Pirmin gründet das Kloster Reichenau und zieht weiter. Ihm folgen wissensdurstige Benediktiner wie Hermann der Lahme, der den Bodensee zu einem Zentrum der Wissenschaft macht. Wahlafrid Strabo erforscht die Natur und legt Gärten an.

      Die Mönche erkennen das Potential des Bodenseeklimas, bauen Obst und Wein an, eine Kultur, die sich bis heute erhalten hat. Es siedeln sich Bauern an und Fischer, bald versorgen sie auch Menschen außerhalb der Region.

      Der Bodensee wird im Mittelalter zum Zentrum des Heiligen Römischen Reiches, besondere Bedeutung erlang er, als 1417 beim Konstanzer Konzil ein neuer Papst gewählt wird. Doch schon früh erfolgt ein Niedergang: die Sehenswürdigkeiten von heute, die prächtigen Barockkirchen, sind seine Symbole. Prunk und Protz stehen über dem Dienst an Gott. Die Menschen am See sind Tagelöhner, leben oft von der Hand in den Mund. Im 19. Jahrhundert ist die Bodenseeregion eine vergessene Grenzregion.

      Die SWR Geschichtsdokumentation "Bodenseegeschichten - Das Erbe der Mönche " erzählt die wechselhafte Geschichte des "Schwäbischen Meeres" und der Bodenseeregion. Im Mittelpunkt stehen Menschen, wird Vergangenes, Typisches und das Besondere anhand ihrer Geschichten erzählt: die Mitglieder der Familie Schächtle, seit Generationen Bauern im Tägermoos, die für ihre Landwirtschaft mehrfach täglich die Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland passieren; Bruno Geiger, der älteste und wohl schnellste Bodensee-Fischer; Heinrich Hansjakob, der im 19. Jahrhundert die erste Winzergenossenschaft am Bodensee gründete und von der Kanzel gegen die Herrschenden wetterte.

      Dokumentarisch und in Reenactements und Animationen lassen die Filme eine Vergangenheit auferstehen, die den Zuschauer den Bodensee aus neuen Blickwinkeln sehen lässt.

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