• 16.02.2019
      00:15 Uhr
      Nachtcafé - Das Beste Das Böse in uns | SR Fernsehen
       

      Gäste:

      • Prof. Reinhard Halle
      • Angelika Gattmann
      • Barbara Schmitt
      • Georg Schneider
      • Michaela Horn
      • Thorsten Steinfeldt
      • André Hennicke

      Moderation: Wieland Backes

      Nacht von Freitag auf Samstag, 16.02.19
      00:15 - 01:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo

      Gäste:

      • Prof. Reinhard Halle
      • Angelika Gattmann
      • Barbara Schmitt
      • Georg Schneider
      • Michaela Horn
      • Thorsten Steinfeldt
      • André Hennicke

      Moderation: Wieland Backes

       
      • Prof. Reinhard Haller

      Etwa 400 Mördern saß Prof. Reinhard Haller schon gegenüber und blickte in die Seelen der Verbrecher. Der Gerichtspsychiater ist als Sachverständiger für verschiedene Gerichtshöfe tätig und verfasste Gutachten in vielen spektakulären Fällen. Sein Fazit: Serienkiller sind äußerst manipulative, charmante und einnehmende Menschen. Man spricht hier vom Charme des Psychopathen, dem auch verhängnisvoller Weise viele Frauen erliegen. Der Neurologe ist fest davon überzeugt, dass das Böse im Menschen genauso angelegt ist wie das Gute.

      • Angelika Gattmann

      Angelika Gattmann glaubt zweifellos an das Gute im Menschen. Aus dieser Überzeugung heraus ist die Konstanzerin auch seit 27 Jahren Pflegemutter von vier Kindern, die aus schwierigsten Elternhäusern kommen. Sie waren völlig verwahrlost, traumatisiert und haben sehr viel Gewalt gesehen. Ein stabiles Familienumfeld war ihnen völlig fremd. Viel Liebe, Geduld und Verständnis ist ihr Erfolgsrezept, doch bei der Aufgabe, die Kinder wieder auf den rechten Weg zu bringen, musste sie auch öfters die eigenen Grenzen kennenlernen.

      • Barbara Schmitt

      Nach außen der perfekte Schein, hinter verschlossener Tür die Hölle: 12 Jahre ertrug Barbara Schmitt die Brutalität ihres Mannes, wurde blutig geschlagen, gequält und verbal gedemütigt. Unsere Beziehung war ein Auf und Ab: Oft misshandelte er mich über Stunden. Dann gab es wieder Zeiten, da lief es deutlich besser zwischen uns und ich hatte die Hoffnung, dass alles gut wird. Erst als auch ihr gemeinsamer Sohn zum Opfer seiner unberechenbaren Attacken wurde, zog sie die Reißleine und flüchtete in ein Frauenhaus.

      • Georg Schneider

      Wie es ist, mit einer schweren Schuld zu leben, weiß Georg Schneider aus eigener Erfahrung. Er saß wegen Mordes an einem Bekannten fast 18 Jahre lang im Gefängnis: Die Gewissensbisse, mit dieser Tat für immer leben zu müssen, sind schlimmer als jede Gefängnisstrafe , sagt der heute 55-Jährige. Er fand zum Glauben, der ihm half, die Zeit im Gefängnis zu überstehen und sich seiner Vergangenheit zu stellen. Er will seine zweite Chance nutzen, Gewalt soll in seinem neuen Leben keinen Platz mehr finden.

      • Michaela Horn

      Die zweite Chance bleibt Michaela Horn dagegen verwehrt. Ihr 13-jähriger Sohn Joël wurde bereits seit längerem von Jugendlichen gemobbt. Nachdem er auch im Internet öffentlich diffamiert wurde, wählte der sensible Junge den Freitod. Doch resignieren will Michaela Horn nicht: Ich möchte mich dafür einsetzen, dass unsere Kinder durch entsprechende Gesetze geschützt werden. Das macht Joël zwar nicht mehr lebendig, aber dadurch würde sein Tod etwas weniger sinnlos.

      • Thorsten Steinfeld

      Seine Kinder schützen möchte auch Dr. Thorsten Steinfeldt. Vor eineinhalb Jahren zog ein aus der Sicherungsverwahrung entlassener ehemaliger Sexualstraftäter in die Nachbarschaft des Oberarztes. Als wir das erfahren haben, herrschte blankes Entsetzen, so der 38-Jährige. Seitdem engagiert sich der dreifache Vater gemeinsam mit weiteren Familien dafür, dass der als gefährlich eingestufte Mann nicht dauerhaft in seiner Nachbarschaft wohnen bleibt.

      • Wieland Backes mit André Hennicke

      Psychopathische Serienkiller, Hitler-Gehilfen oder eiskalte Blutrichter Rollen dieser Art findet Schauspieler André Hennicke besonders faszinierend. Der Charakterdarsteller pflegt eine Vorliebe für das Böse: Solche destruktiven Figuren sind einfach interessanter, in ihnen steckt eine Menge Konfliktpotenzial. Als Vorbereitung für seine Rollen hat er sich intensiv mit dem Bösen auseinandergesetzt und ist sich sicher, dass es in jedem von uns zu finden ist.

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      Nacht von Freitag auf Samstag, 16.02.19
      00:15 - 01:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 22.02.2020