• 12.01.2019
      06:00 Uhr
      Ich stand auf Schindlers Liste SR Fernsehen
       

      "Ich wollte das alles verdrängen und vergessen", sagt Michael Emge. Dass der gebürtige Pole seine unfassbare Geschichte in diesem Film nun doch zum ersten Mal vor der Kamera erzählt, ist einem zwölfjährigen Mädchen zu verdanken: Judith studiert im vierten Semester Geige an der Musikhochschule Köln, im Förderprogramm für Hochbegabte. Als Judith und Emge sich begegnen, beginnt eine ungewöhnliche Freundschaft: "Ich hörte Judith spielen und habe geweint", erzählt Emge. Vor 70 Jahren im polnischen Krakau war auch er ein hoffnungsvoller Geiger - bis die Nazis kamen.

      Samstag, 12.01.19
      06:00 - 06:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      "Ich wollte das alles verdrängen und vergessen", sagt Michael Emge. Dass der gebürtige Pole seine unfassbare Geschichte in diesem Film nun doch zum ersten Mal vor der Kamera erzählt, ist einem zwölfjährigen Mädchen zu verdanken: Judith studiert im vierten Semester Geige an der Musikhochschule Köln, im Förderprogramm für Hochbegabte. Als Judith und Emge sich begegnen, beginnt eine ungewöhnliche Freundschaft: "Ich hörte Judith spielen und habe geweint", erzählt Emge. Vor 70 Jahren im polnischen Krakau war auch er ein hoffnungsvoller Geiger - bis die Nazis kamen.

       

      "Ich wollte das alles verdrängen und vergessen", sagt Michael Emge. Dass der gebürtige Pole seine unfassbare Geschichte in diesem Film nun doch zum ersten Mal vor der Kamera erzählt, ist einem zwölfjährigen Mädchen zu verdanken: Judith studiert im vierten Semester Geige an der Musikhochschule Köln, im Förderprogramm für Hochbegabte.

      Als Judith und Emge sich begegnen, beginnt eine ungewöhnliche Freundschaft: "Ich hörte Judith spielen und habe geweint", erzählt Emge. Vor 70 Jahren im polnischen Krakau war auch er ein hoffnungsvoller Geiger - bis die Nazis kamen. 1943 deportierten die Deutschen den 14-Jährigen und seine Familie in das Konzentrationslager Plaszow. Gerettet wurde er durch "Schindlers Liste". Doch über seine eigene Rettung hat Emge sich niemals richtig freuen können. Judith ist tief beeindruckt von Emges Schicksal und will mehr darüber wissen. Sie bittet Michael Emge, mit ihr nach Polen zu reisen. Zögernd sagt er zu.

      Zum ersten Mal seit über 50 Jahren sieht er die Orte wieder, die sein Leben für immer verändert haben. Seinen Entlassungsschein aus Schindlers Fabrik hat Michael Emge heute noch. Doch den Namen "Emge" sucht man auf Schindlers Liste vergeblich. Er hat so viele schlechte Erfahrungen gemacht, dass er seine wahre polnische Identität im Fernsehen nicht öffentlich preisgeben will.

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