• 06.12.2018
      07:35 Uhr
      Wir im Saarland - Kultur Moderation: Christine Alt | SR Fernsehen
       

      Themen:

      • Ein Deutsches Requiem und die erste Liebe
      • Rettung eines außergewöhnlichen Kunstwerks
      • Streit um die neuen Kirchenfenster der Abtei Tholey
      • Bernd Nixdorf und der Abschied vom Selbstbetrug
      • Kulturtipps

      Donnerstag, 06.12.18
      07:35 - 08:05 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Themen:

      • Ein Deutsches Requiem und die erste Liebe
      • Rettung eines außergewöhnlichen Kunstwerks
      • Streit um die neuen Kirchenfenster der Abtei Tholey
      • Bernd Nixdorf und der Abschied vom Selbstbetrug
      • Kulturtipps

       
      • Ein Deutsches Requiem und die erste Liebe

      Jeder hat Musik, die ihm besonders an Herz gewachsen ist, ein Lied oder Orchesterwerk des Lebens. Fünf solcher Musiken hat Sarah Moll verfilmt. Im letzten Teil ihrer Serie erzählt sie von ihrer Großmutter und dem Requiem von Brahms. Im Alter von 97 Jahren vertraute Lore ihrer Enkelin, der Filmemacherin Sarah Moll, an, dass das Deutsche Requiem von Johannes Brahms sie mit ihrer ersten Liebe verbindet: mit ihrem Verlobten Loisl.

      • Rettung eines außergewöhnlichen Kunstwerks

      Ein Meilenstein der mittelalterlichen Kunst wird in hellerem Glanz erstrahlen: Über mehrere Jahre wird der Isenheimer Altar von Matthias Grünewald im laufenden Museumsbetrieb restauriert - und soll farblich ganz neu erscheinen. Die Kreuzigung Jesu ist selten so drastisch dargestellt worden wie von Matthias Grünewald. Sein Isenheimer Altar (gemalt 1512-1516) hat seit jeher Denker bewegt; etwa den jüdischen Dichter Paul Celan, der gebannt war von der "Macht der Ohnmacht". Auch Elias Canetti stand "einen ganzen Tag lang" vor dem Altar, und bis heute pilgern Liebhaber der europäischen Kunst wegen ihm in das pittoreske Elsassstädchen Colmar. Doch die Malerei hatte über die Jahrhunderte viel von ihrem Glanz verloren und soll nun in einem vier Jahre währenden Prozess behutsam restauriert werden. Mangelnde Transparenz kann man dem Unterlinden-Museum dabei nicht vorwerfen: Das Publikum kann die Arbeiten mit verfolgen, ein Komitee wacht über das kostbare Werk. Harriet Weber-Schäfer durfte den Restauratorinnen über die Schulter schauen.

      • Streit um die neuen Kirchenfenster der Abtei Tholey

      An den neuen Kirchenfenstern im Rahmen der Sanierung der Abteikirche Tholey ist ein handfester Streit entbrannt. Wer hat das Sagen? Denkmalschutz oder Kirchenrecht? Kirchen sind nicht nur zum Beten da. Oft sind sie kulturhistorische Denkmäler. Kein Problem, solange keine Sanierung ansteht, und die Interessen des Denkmalschutzes nicht mit den Interessen der Religionsgemeinschaften kollidieren. In der Abtei Tholey ist nun ein Streit ausgebrochen: Die Kirche muss saniert werden, die alten Kirchenfenster, eigentlich denkmalgeschützt, sind abmontiert worden und sollen durch neue ersetzt werden. Die Mönche hätten gerne eine helle und freundliche Kirche, ein Gotteshaus, dessen Gestaltung sich an zeitgemäßen religiösen Inhalten orientiert. Für die neuen Kirchenfenster ist sogar Kunststar Gerhard Richter im Gespräch. Und der Innenraum soll einen hellen Anstrich bekommen – bei einen gotischen Bau allerdings für den Denkmalschutz undenkbar. Seit Wochen schwelt die Auseinandersetzung zwischen Kulturministerium, Bistum und einem privaten Mäzen, der seine Geldgabe von der Gestaltung abhängig macht. Vor allem ist das auch eine juristische Auseinandersetzung, denn das Denkmalrecht steht gegen das Kirchenrecht. Uwe Loebens hat sich einen Weg durch den Dschungel der Zuständigkeiten und Befindlichkeiten gebahnt in einer Auseinandersetzung, deren Wellen bis nach Rom schlagen.

      • Bernd Nixdorf und der Abschied vom Selbstbetrug

      Was ist, wenn Wirklichkeit nicht mehr wirklich erscheint? Ist das Irrsinn? Der Schriftsteller Bernd Nixdorf glaubt: Wirklichkeit ist nicht mehr als eine brüchige Konstruktion – und erzählt die Geschichte eines Kunstfälschers. Hopper hat den Halt verloren und sucht in dieser Extremsituation sein zerbrochenes Leben zusammen. Das ist die Geschichte des abgründigen Romans „Eine intime Vertraute“, in dem es um den schwierigen Abschied von Selbstbetrug geht. Bernd Nixdorf ist Mitarbeiter des Saarländischen Künstlerhauses. Er studierte Philosophie und Psychologie und in vielen Jobs das Leben. Er veröffentlicht seit Jahren regelmäßig Texte in Zeitschriften. Vor zwei Jahrzehnten machte ihn seine rotzfreche Parodie des Saarländischen Fernseh-Tatorts bekannt: „Salli Palli“. Jetzt erschien sein erster Roman, den Uwe Loebens beeindruckt gelesen hat.

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