• 08.11.2018
      11:30 Uhr
      NaturNah: Deichpflege in der Großstadt Film von Katrin Spranger | Radio Bremen TV
       

      Jedes Jahr zieht Schäfermeisterin Verena Jahnke mit 900 Schafen von Niedersachsen nach Wilhelmsburg. Ihr Auftrag: Auf 54 Hektar Deichpflege zu betreiben. Eine Aufgabe, die auf der Elbinsel einen besonders hohen Stellenwert hat. Denn, vor über 50 Jahren wütete in Hamburg die Sturmflut. Den Stadtteil Wilhelmsburg hat es besonders hart getroffen. Verena Jahnke betreibt als einer der letzten das Handwerk der Hüteschäferei. Noch können sie und ihre Familie von der Deichpflege und der Schafzucht leben. Aber wie lange noch?

      Donnerstag, 08.11.18
      11:30 - 12:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Jedes Jahr zieht Schäfermeisterin Verena Jahnke mit 900 Schafen von Niedersachsen nach Wilhelmsburg. Ihr Auftrag: Auf 54 Hektar Deichpflege zu betreiben. Eine Aufgabe, die auf der Elbinsel einen besonders hohen Stellenwert hat. Denn, vor über 50 Jahren wütete in Hamburg die Sturmflut. Den Stadtteil Wilhelmsburg hat es besonders hart getroffen. Verena Jahnke betreibt als einer der letzten das Handwerk der Hüteschäferei. Noch können sie und ihre Familie von der Deichpflege und der Schafzucht leben. Aber wie lange noch?

       

      Jedes Jahr zieht Schäfermeisterin Verena Jahnke mit 900 Schafen von Niedersachsen nach Wilhelmsburg. Ihr Auftrag: Auf 54 Hektar Deichpflege zu betreiben. Eine Aufgabe, die auf der Elbinsel einen besonders hohen Stellenwert hat. Denn, vor über 50 Jahren wütete in Hamburg die Sturmflut. Damals konnten die Deiche die Wassermassen nicht abwehren. Den Stadtteil Wilhelmsburg hat es besonders hart getroffen. Mehr als 200 Menschen verloren ihr Leben. Deswegen ist es auf der Elbinsel oberste Priorität, die Grasnarbe der sogenannten "Hochwasserschutzanlagen" dicht zu halten.

      Die Schafe von Verena Jahnke übernehmen dabei die Hauptrolle: Mit ihren Hufen festigen sie die Kleidecke, treten die Schlupflöcher von Wühlmäusen zu und düngen das Grün. Keine Maschine der Welt kann die naturnahe Unterhaltung der Deiche mit Schafen ersetzen.

      Wenn das Wetter mitspielt, wandert die 27-Jährige mit ihren Tieren dreimal um die Insel. Wenn nicht, muss sie improvisieren. Sie betreibt als einer der letzten das Handwerk der Hüteschäferei. Noch können sie und ihre Familie von der Deichpflege und der Schafzucht leben. Aber, wie lange noch? Während früher eine vierköpfige Familie 400 Schafe zum Überleben brauchte, ist heute die dreifache Menge nötig, so die 27-Jährige. Wenn dann ein Hitze-Jahr wie dieses dazu kommt und das Futter "verbrennt", wird es nicht einfacher.

      Damit die Deiche auch 100-prozentigen Hochwasserschutz gewährleisten, braucht die Schäferin Unterstützung. Firmen entfernen Halme und Wildkräuter, die die Schafe stehen lassen. Große Risse im Boden verfüllen sie mit Spezialgeräten. Aber auch andere tierische Helfer kommen zum Einsatz: Bussard und Frettchen sollen Wildkaninchen vertreiben, die mit ihren Bauten den Deich unterhöhlen.

      Jedes Jahr, bevor im Herbst die Hochwassersaison beginnt, treffen sich Politiker und Sachverständige dann zur Deichschau. Wie fällt ihr Urteil nach diesem trockenen Sommer aus? Ist es der Schäferin und den andere Beteiligten in den vergangenen Monaten gelungen, die Deiche angemessen zu unterhalten?

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      Donnerstag, 08.11.18
      11:30 - 12:00 Uhr (30 Min.)
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