• 12.08.2012
      16:00 Uhr
      Lieb & Teuer Die norddeutsche Antiquitätenshow | Radio Bremen TV
       

      Ann-Katrin Schröder lädt Zuschauerinnen und Zuschauer ein, ihre Familien- und Sammlerstücke ausgewählten Kunstexperten vorzustellen. Diese begutachten und bewerten die Objekte. Dabei können sich unscheinbare Dinge als wahrer Schatz entpuppen. Die Objekte dieser Sendung:

      • Große Perlmuttmuschel
      • Bild "Segelschiff"
      • Mahagoni-Barometer
      • Buch: Naturgeschichte der Fische
      • Besteckkasten

      Sonntag, 12.08.12
      16:00 - 16:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Ann-Katrin Schröder lädt Zuschauerinnen und Zuschauer ein, ihre Familien- und Sammlerstücke ausgewählten Kunstexperten vorzustellen. Diese begutachten und bewerten die Objekte. Dabei können sich unscheinbare Dinge als wahrer Schatz entpuppen. Die Objekte dieser Sendung:

      • Große Perlmuttmuschel
      • Bild "Segelschiff"
      • Mahagoni-Barometer
      • Buch: Naturgeschichte der Fische
      • Besteckkasten

       
      • Große Perlmuttmuschel

      In die große Perlmutt-Muschel ist ein Schutzengel-Motiv geschnitzt. Ein Geschwisterpaar, das an einem Flussufer spielt, wird von einem Schutzengel behütet, der schützend seine Hände über die beiden Kinder hält. Wo und in welcher Werkstatt diese Muschel bearbeitet wurde, lässt sich nicht endgültig klären. Perlmutt-Drechslereien sind aus Hardegg in Österreich, aus den Schmuckstädten Pforzheim und Schwäbisch-Gmünd bekannt. Perlmutt wurde schon seit prähistorischer Zeit als Schmuck verarbeitet. Diese Muschelschale mit Schutzengel-Motiv wurde etwa um 1900 geschnitzt.

      • Bild "Segelschiff"

      Das Bild eines ankernden Segelschiffes ist in einer Mischtechnik aus Aquarell und Gouache gearbeitet. Es ist signiert mit "Marin-Marie". Das ist der französische Maler, Schriftsteller, Erfinder und Designer Marin Marie Paul Durand Couppel de Saint-Front (1901-1987). Er war ein hochgehandelter Künstler, der sich vielen maritimen Themen widmete. Er malte nicht nur Segelschiffe, auch seine Bilder von Kriegsschiffen wurden gut gehandelt. Bei dem vorliegenden Bild sind das Segelschiff mit Beiboot und die abendliche Stimmung in dieser schwierigen Mischtechnik zwischen hellen Wasserfarben (Aquarell) und den deckenden Kreidepigmenten(Gouache) meisterhaft umgesetzt.

      • Mahagoni-Barometer

      Es handelt sich um ein englisches Barometer aus der Zeit von Königin Viktoria (Regierungszeit: 1838 bis 1901). Das Gehäuse ist Mahagoni furniert. Aufgrund der Form spricht man von einem Banjo-Barometer. Das Barometer ist als Hauptinstrument anzusehen, genau genommen handelt es sich um eine Wetterstation mit mehreren Einzelinstrumenten. Oben ist das runde Hygrometer, das die Luftfeuchtigkeit anzeigt, darunter das Thermometer mit der Anzeige in Fahrenheit, wie in Großbritannien und USA üblich. Den Abschluss bildet eine eingebaute Wasserwaage, um das Gerät vertikal zu positionieren.

      • Buch: Naturgeschichte der Fische

      Die Fischbücher des Fischexperten Markus Elieser Bloch gelten als die schönsten Fischbücher des 18. Jahrhunderts, wenn nicht überhaupt, da sie wunderschön kolorierte Kupfertafeln enthalten. Es sind insgesamt zwölf Bände mit 432 Tafeln erschienen. Die 30x50cm großen Tafeln sind hoch dekorativ, aber auch sehr exakt in der Darstellung. Das vorliegende Buch ist ein Auszug dieses großen Werkes und ein exakter Nachstich der Kupfertafeln in verkleinerter Form. Es liegen zwei Bände über ausländische Fische vor. Der Autor Markus Elieser Bloch (1723-1799) war ein deutscher Naturforscher, Arzt und führender Ichthyologe seiner Zeit.

      • Besteckkasten

      Der kleine Besteckkasten enthält 14 Besteck-Vorlegeteile wie Suppenkellen, Fleisch- und Fisch-Vorlegegabeln, Soßenlöffel, Eis-Vorlegebesteck und kleine Vorlegelöffel. Die Teile stammen aus der Silberwarenfabrik Alexander Sturm aus Wien. Sie sind um 1890/1900 entstanden. Die typische "Diana"-Silbermarke der Österreichisch-Ungarischen Monarchie weist auf 800er Silber hin. Das schwere schlichte Besteck ist noch ganz der Stilistik des Biedermeier verhaftet, der so genannten "Eselsrückenform".

      Mehr Informationen im NDR Text auf Seite 545

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