• 12.08.2012
      06:45 Uhr
      Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Die Felsgravuren von Twyfelfontein - Verschlüsselte Botschaft in Stein | Radio Bremen TV
       

      Auf den Felsbildern in Twyfelfontein ist ein Elefant abgebildet. Doch welche Bedeutung hatten der Elefant und all die Tiere für die Buschmänner, die diese Gestalten in riesige Sandsteinblöcke schlugen? Die Archäologen rätseln noch immer über Sinn und Zweck dieser größten Sammlung von Felsgravuren in Afrika. Geheimnisumwittert und erst zu Anfang des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt, locken die namibischen Rock Engravings heute viele Besucher in die menschenleere Gegend im Nordwesten Namibias: 2500 Felsgravuren, die ältesten davon 5000 Jahre alt.

      Sonntag, 12.08.12
      06:45 - 07:00 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo

      Auf den Felsbildern in Twyfelfontein ist ein Elefant abgebildet. Doch welche Bedeutung hatten der Elefant und all die Tiere für die Buschmänner, die diese Gestalten in riesige Sandsteinblöcke schlugen? Die Archäologen rätseln noch immer über Sinn und Zweck dieser größten Sammlung von Felsgravuren in Afrika. Geheimnisumwittert und erst zu Anfang des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt, locken die namibischen Rock Engravings heute viele Besucher in die menschenleere Gegend im Nordwesten Namibias: 2500 Felsgravuren, die ältesten davon 5000 Jahre alt.

       

      Twyfelfontein ist eine archäologische Sensation und wurde als erster "Schatz" in Namibia in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Dass diese Felsritzbilder über Jahrtausende so gut der Verwitterung widerstanden haben, liegt an einer Besonderheit des Sandsteins - er enthält eine Eisenoxydschicht, die an die Oberfläche tritt, erhärtet und so die eingeritzten Figuren konserviert. Diese Schicht gibt dem Stein auch den besonderen roten Farbton.

      Die Natur hatte in Twyfelfontein den Vorfahren der heutigen Buschmänner mit den riesigen glattflächigen Sandsteinen ideale Zeichenflächen geboten, die sie mit härteren Steinwerkzeugen bearbeiten konnten. Doch an den Steilhängen des Talkessels sind die Bilder nicht mühelos zu entdecken, der Weg führt durch Geröll und große Felsformationen über gewundene Pfade und steile Stufen bergauf. Und plötzlich steht man vor einem der großen steinernen Zeichenblöcke, auf denen die namenlosen Künstler der Steinzeit Tiere, ihre Hufspuren oder Abbildungen ihrer Pfoten eingravierten. Ein Naturkundelehrbuch oder Kunstwerke? Einige Archäologen sind der festen Überzeugung, dass es sich bei den Zeichnungen um Zeichen von größerer Bedeutung handelt. Sie vermuten, dass die Gravuren für die Menschen, die einst hier lebten, Symbole für überirdische Mächte waren. Beweise für ihre Theorien kann die Wissenschaft nicht geben, doch der Besucher spürt die magische Wirkung des Ortes.

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