• 05.03.2012
      22:45 Uhr
      Kulturjournal Neues aus der Kulturszene und vom Büchermarkt | Radio Bremen TV
       

      Themen:

      • "Der König aller Krankheiten": Siddhartha Mukherjee
      • Autobiografie von Wibke Bruhns
      • Thomas Ebermann rechnet mit Firmenhymnen ab
      • Aufstieg und Fall des Mehmet E. Göker: der Dokumentarfilm "Versicherungsvertreter"

      Montag, 05.03.12
      22:45 - 23:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • "Der König aller Krankheiten": Siddhartha Mukherjee
      • Autobiografie von Wibke Bruhns
      • Thomas Ebermann rechnet mit Firmenhymnen ab
      • Aufstieg und Fall des Mehmet E. Göker: der Dokumentarfilm "Versicherungsvertreter"

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Julia Westlake
      Redaktion Christoph Bungartz
      • "Der König aller Krankheiten": das einzigartige Buch des Krebsforschers Siddhartha Mukherjee

      Es ist eine verheerende Diagnose für jeden Patienten: Krebs. Jeder zweite Mann und jede dritte Frau in den Industrienationen werden im Laufe ihres Lebens daran erkranken. Nun zeichnet der US-Onkologe Siddhartha Mukherjee in einem einzigartigen Buch die Geschichte des Krebs nach ("Der König aller Krankheiten: Krebs - eine Biografie", DuMont). Es zeigt, wie sich die Menschheitsgeschichte am Kampf gegen diese Krankheiten ablesen lässt, wie häufig Forscher voller Hybris den Durchbruch verkündeten und schließlich doch in tiefe Depressionen fallen mussten. Das "Kulturjournal" trifft den Forscher, Mediziner und Schriftsteller, der für sein Werk mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde, in New York.

      • Journalistin, Moderatorin, Wahlkämpferin: die Autobiografie von Wibke Bruhns

      Sie hat Geschichte miterlebt und selbst Geschichte geschrieben: Wibke Bruhns. Ihr Volontariat bei der "BILD"-Zeitung kündigte sie aus politischen Gründen. Als Fernsehjournalistin ging sie zum ZDF, wurde 1971 als erste Nachrichtensprecherin im deutschen Fernsehen berühmt und löste damit einen nationalen Skandal aus. Als Wahlkämpferin setzte sie sich für Willy Brandt ein - und sorgte auch deswegen für Schlagzeilen. Später arbeitete sie u. a. als Korrespondentin in Israel und Washington. Über ihr bewegtes Leben als Journalistin hat Wibke Bruhns nun ein Buch geschrieben, in dem sie über ihre ganz eigene "Nachrichtenzeit" berichtet (Verlag Droemer).

      • Kapitalismus, Arbeit, Wahnsinn: Thomas Ebermann rechnet mit Firmenhymnen ab

      Sie sollen Mitarbeiter motivieren, an ihre Unternehmen binden und Dynamik in die Betriebe bringen: Firmenhymnen. Immer mehr Unternehmen setzen auf eigens komponierte Songs, die den Glanz der Firma besingen. Thomas Ebermann, Mitbegründer der Partei Die Grünen und Regisseur, setzt diesen Wahnsinn nun auf Kampnagel Hamburg kritisch in Szene. Mit prominenter Unterstützung von Bernadette La Hengst, Ja, Panik, Schorsch Kamerun, Dirk von Lowtzow, Melissa Logan, Nina Petri, 1000 Robota, Harry Rowohlt, Rocko Schamoni, Gustav Peter Wöhler und vielen anderen bringt er "Der Firmenhymnenhandel" (Premiere: 9. März 2012) auf die Bühne. Das "Kulturjournal" berichtet über das eigenwillige Theaterprojekt.

      • Die Neuerfindung des Soul: Shootingstar Michael Kiwanuka

      Wenn man seine Stimme im Radio hört, denkt man, man habe in einen Oldie-Sender eingeschaltet. Denn der Sound und die Stimme von Michael Kiwanuka klingen nach Otis Redding oder Bill Withers (bekannte Soulmusiker in den 1960er-/1970er-Jahren). Wer seinen Songs länger zuhört, merkt, wie geschickt Michael Kiwanuka dem guten, alten Soul einen Facelift verpasst. Der in London geborene Sohn von Einwanderern aus Uganda tobte sich als Teenager noch zu den "dreckigen" Gitarrenklängen von Nirvana und Radiohead aus, bis er eines schönen Tages den Soul für sich entdeckte. Zum Glück: Das "Kulturjournal" präsentiert eine Neuentdeckung (Album "Home Again", Universal, ab 9. März 2012).

      • Aufstieg und Fall des Mehmet E. Göker: der Dokumentarfilm "Versicherungsvertreter"

      Seine Mitarbeiter ließen sich sein Kürzel auf den Unterarm tätowieren und feierten ihn wie einen Messias: Mehmet E. Göker war ganz oben, seine Firma MEG machte Millionenumsätze mit der Vermittlung privater Krankenversicherungen. Göker führte sein Unternehmen mit fast diktatorischen Zügen, strebte einen Weltkonzern an. Doch dann ging die Firma pleite. Heute lebt er in der Türkei, gegen ihn wird wegen Untreue und Insolvenzverschleppung ermittelt. Der Regisseur Klaus Stern hat den Aufstieg und Fall des Mehmet E. Göker dokumentiert: Der Film "Versicherungsvertreter" kommt am 8. März 2012 in die Kinos.

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