• 09.01.2012
      00:45 Uhr
      Kulturjournal Neues aus der Kulturszene und vom Büchermarkt - Moderation: Julia Westlake | Radio Bremen TV
       

      Themen:

      • Wer war Clark Rockefeller? Die unglaubliche Geschichte eines deutschen Hochstaplers
      • Kampf gegen Rechts - Wie Kulturkürzungen in Mecklenburg-Vorpommern die Demokratie schwächen

      Montag, 09.01.12
      00:45 - 01:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Wer war Clark Rockefeller? Die unglaubliche Geschichte eines deutschen Hochstaplers
      • Kampf gegen Rechts - Wie Kulturkürzungen in Mecklenburg-Vorpommern die Demokratie schwächen

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Julia Westlake
      Redaktion Christoph Bungartz
      • Musiker, Entdecker, Überzeugungstäter - Studiobesuch bei Michy Reincke
      • Die Zukunft vor 50 Jahren - Wie man sich einstmals unser Heute träumte
      • Die Schatten der Vergangenheit - Marc Bauders Spielfilm "Das System"

      • Wer war Clark Rockefeller? - Die unglaubliche Geschichte eines

      deutschen Hochstaplers
      Die Geschichte klingt zu unglaublich, um wahr zu sein - ist sie aber. Da lebt jahrzehntelang ein Mann als Clark Rockefeller in den USA - weltgewandt, charmant und auf großem Fuße. Er handelt mit Aktien und Kunst, hat Zutritt zu den besten Kreisen der amerikanischen Gesellschaft. Doch der Mann, der seine Brillengestelle so oft wechselt wie seine Identität, narrt alle.
      Sein richtiger Name ist Christian Karl Gerhartsreiter, aufgewachsen in einem kleinen Ort in Niederbayern. 2008 flog der Hochstapler auf, als er versuchte, seine Tochter zu entführen. Nun ist er wegen Mordes angeklagt. Der Journalist Mark Seal erzählt jetzt in einem Buch ("Der Mann, der Rockefeller war", btb) die unglaubliche Geschichte des Mannes, dessen abenteuerliches Lügengebäude am Ende doch
      zusammenbrach.

      • Kampf gegen Rechts - Wie Kulturkürzungen in Mecklenburg-Vorpommern die Demokratie schwächen

      In Mecklenburg-Vorpommern muss landauf, landab gespart werden: Die Kommunen sind mehr als klamm, das Land kann und will immer weniger ausgleichen - erst recht bei den Kulturausgaben. Und so stehen viele Kultureinrichtungen vor dem Aus. Doch es regt sich Widerstand: Eine Volksinitiative tritt jetzt an, die Theater- und Orchesterlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern zu retten - und noch viel mehr. Denn die
      Initiatoren befürchten nicht nur eine kulturelle Ödnis im Land, sondern auch eine Schwächung der Zivilgesellschaft. Sie sehen die Gefahr, dass da, wo der Staat sich zurückzieht, insbesondere rechtsextreme Organisationen die Lücke füllen.
      Das "Kulturjournal" diskutiert mit Vertretern der Volksinitiative, Theaterintendanten und Politikern den Zusammenhang zwischen Kulturabbau und Erstarken extremen Gedankengutes.

      • Musiker, Entdecker, Überzeugungstäter - Studiobesuch bei Michy Reincke

      Sein "Taxi nach Paris" machte ihn in den 1980er-Jahren berühmt: Michy Reincke. Für Felix de Luxe komponierte, textete und sang er. Seit den 90ern brachte er zahlreiche Soloplatten heraus, engagierte sich enorm in der Hamburger Musiklandschaft und förderte Künstler wie Stefan Gwildis, Anna Depenbusch oder Heinz Strunk. Nun ist seine neue Platte
      erschienen: "Der Name kommt mir nicht bekannt vor" (Rintintin). Das "Kulturjournal" besucht den Musiker zu Hause und im Studio, ist bei einem Liveauftritt dabei und spricht mit Weggefährten.

      • Die Zukunft vor 50 Jahren - Wie man sich einstmals das Heute träumte

      Das "Kulturjournal" wirft zu Beginn des Jahres einen Blick zurück in die Zukunft. Wie stellte man sich vor 30, 40, 50 Jahren unser Heute vor? Das "Kulturjournal" steigt hinab in die deutschen Fernseharchive und fördert Unglaubliches zutage.
      Unglaublich, weil einiges tatsächlich so kam, wie man es sich träumte! Und unglaublich, weil viele Utopien solche blieben.

      • Die Schatten der Vergangenheit - Marc Bauders Spielfilmdebüt "Das System"

      Mike ist ein Kleinkrimineller, wohnt in einer Plattenbausiedlung in Rostock und ist auf der Suche nach sich selbst, nach Zukunft, nach seiner Vergangenheit. Schließlich verfällt er dem dubiosen Geschäftsmann Konrad Böhm, der Mike nicht nur mit Geld lockt, sondern auch mit Wissen über seinen verstorbenen Vater. Der war bei der Stasi, hat mit Böhm eng zusammengearbeitet. Immer mehr erfährt Mike über seine eigene Geschichte, immer mehr über die Dauerhaftigkeit der alten Stasiverbindungen. Marc Bauders Spielfilmdebüt "Das System" erzählt eine düstere Geschichte aus der heutigen Bundesrepublik, in dem die DDR doch überdauert

      Das Kulturjournal berichtet jede Woche über Neues aus der norddeutschen und internationalen Kulturszene und vom Büchermarkt.

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