• 07.07.2011
      01:25 Uhr
      Kulturjournal Moderation: Julia Westlake | Radio Bremen TV
       

      Themen u.a.:

      • Streit um die Berliner Mauer: Bücher zum 50. Jahrestag
      • Den Stars ganz nah: Dokumentarfilm über Groupies
      • Erinnerung an Esbjörn Svensson: Pat Metheny bei JazzBaltica
      • Einwanderer und ihre Geschichte: "Das Türkei-Projekt"

      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 07.07.11
      01:25 - 01:55 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      VPS 01:20

      Themen u.a.:

      • Streit um die Berliner Mauer: Bücher zum 50. Jahrestag
      • Den Stars ganz nah: Dokumentarfilm über Groupies
      • Erinnerung an Esbjörn Svensson: Pat Metheny bei JazzBaltica
      • Einwanderer und ihre Geschichte: "Das Türkei-Projekt"

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Julia Westlake
      Redaktion Christoph Bungartz
      • Spezialistin für Neue Musik: die Violinistin Carolin Widman

      • Am 13. August 2011 jährt sich der Mauerbau zum 50. Mal. Kurz vor diesem Jahrestag sorgen zwei neue Bücher für Streit um die Deutungshoheit des Mauerbaus. Die Positionen könnten gegensätzlicher nicht sein: Die beiden ehemaligen DDR-Generäle Heinz Keßler und Fritz Streletz behaupten in einem Buch, die Mauer sei notwendig gewesen, um den Frieden zwischen den beiden Teilen Deutschlands zu sichern: "Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben: Zeitzeugen und Dokumente geben Auskunft" (Verlag Edition Ost). Sie unterstützen mit ihren Aussagen die Legende, die Mauer sei die Erfindung der Sowjets und der damaligen DDR-Führung geradewegs aufgezwungen

      worden. Dem widerspricht die Historikerin Hope M. Harrison vehement: Sie zeigt in ihrem Buch, dass der Bau der Mauer ein lang gehegter Plan Walter Ulbrichts war, und wie hartnäckig er die Sowjets von seinem Vorhaben überzeugte ("Ulbrichts Mauer: Wie die SED Moskaus Widerstand gegen den Mauerbau brach"). Das "Kulturjournal" spricht mit den Autoren und über die Geschichte der Mauer, die 50 Jahre nach ihrem Bau wieder kontrovers diskutiert wird.

      • Den Stars ganz nah: Dokumentarfilm über Groupies

      Sie taten alles, um an ihre Stars heranzukommen, sie lebten für die Musik - und den Sex. Die Dokumentation "Groupies - Backstage zu den Stars" gibt einen sehr privaten Einblick in das Leben von drei prominenten Ex-Groupies der 1960er- und 1970er-Jahre: Pamela Des Barres beispielsweise hatte unzählige heiße Nächte und Affären mit Rockgrößen wie Mick Jagger, Jimmy Page oder Jim Morrison. Cynthia Albritton hatte ihre ganz eigene Methode, um an männliche Stars heranzukommen. Sie machte Penis-Gipsabdrücke. In der Dokumentation erzählen sie ihre Geschichten. Gleichzeitig ist der Film eine Reise in eine vergangene Zeit, als Musiker und Fans Teile einer gemeinsamen Community waren, Stars noch nicht in großen Stadien spielten, abgeschottet von Managern und Leibwächtern. "Groupies - Backstage zu den Stars" wird am 12. Juli um 22.10 Uhr auf ARTE gesendet.

      • Erinnerung an Esbjörn Svensson: Pat Metheny bei JazzBaltica

      Vor drei Jahren kam Esbjörn Svensson bei einem Tauchunfall ums Leben. Sein Tod war ein Riesenschock für die gesamte Jazz-Szene, war Svensson doch einer der herausragendsten Jazzpianisten der letzten 20 Jahre. Mit seinem Trio E.S.T. startete er 1996 auf der JazzBaltica seine Karriere. In diesem Jahr steht das internationale Jazzfest (1. bis 3. Juli 2011) dort unter dem Motto "Piano, Piano - remembering Esbjörn". Viele internationale Weggefährten werden zu seinen Ehren auftreten. Darunter auch Pat Metheny, den das "Kulturjournal" in Salzau trifft.

      • Einwanderer und ihre Geschichte: "Das Türkei-Projekt" in Hannover

      Anlässlich des 50. Jubiläums des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei widmet sich die kestnergesellschaft Hannover einem interaktiven Projekt (noch bis 14. August 2011): Türken und Türkischstämmige wurden eingeladen, Fotos aus ihrer Ankunftszeit in Deutschland mit ins Museum zu bringen und auszustellen. Persönliche Dokumente der Zeitgeschichte: Bilder vom ersten Auto, aus dem Heimaturlaub in der Türkei oder von der Einschulung der Kinder - sie alle erzählen von Wünschen und Hoffnungen in der neuen deutschen Heimat. Das "Kulturjournal" trifft Projektteilnehmer aus drei Generationen und spricht mit ihnen über ihre Erfahrungen.

      • Spezialistin für Neue Musik: die Violinistin Carolin Widmann

      Sie ist immer auf der Suche nach neuen Klängen, nach neuen Interpretationen, egal, ob sie Schumann spielt oder eine neue Komposition erarbeitet. Carolin Widmann ist eine ungewöhnliche Violinistin, sie hebt sich ab von jungen Klassik-Stars, die mit Mozart, Bach oder Haydn Karriere machen. Carolin Widmann setzt sich lieber für die Neue Musik ein und ist so zu einer gefragten Musikerin geworden: Als Solistin konzertierte Widmann mit vielen großen Orchestern, wie dem NDR Sinfonieorchester, dem Gewandhausorchester Leipzig oder dem BBC Symphony Orchestra London. Seit Oktober 2006 ist sie Professorin für Violine in Leipzig, außerdem übernimmt sie im nächsten Jahr die Leitung der Sommerlichen Musiktage Hitzacker. Schon jetzt wird sie am 7. August zur "Staffelübergabe" in Hitzacker spielen. Das "Kulturjournal" trifft sie vorab bei Proben und im Unterricht mit ihrer Meisterklasse.

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      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 07.07.11
      01:25 - 01:55 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      VPS 01:20

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