• 14.04.2018
      12:45 Uhr
      Berberteppiche - Geknüpfte Zauberzeichen Radio Bremen TV
       

      Echte Berberteppiche haben mit der weißen Fabrikware, die in Europa verkauft wird, nichts zu tun. Im Gegenteil, sie sind oft leuchtend rot, mit einer Vielfalt von Mustern geschmückt, kein Stück gleicht dem anderen. Von diesen Teppichen berichtet der Film. In der jahrhundertealten Tradition der Berber sind Teppiche viel mehr als ein ein wärmender Bodenbelage. Sie sind angefüllt mit "Baraka", einer göttlichen Kraft, die auf den Benutzer übergeht. Die Motive, die in den Teppich hineingeknüpft werden, schützen gegen den "bösen Blick" oder sollen Segen und Fruchtbarkeit bringen.

      Samstag, 14.04.18
      12:45 - 13:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Echte Berberteppiche haben mit der weißen Fabrikware, die in Europa verkauft wird, nichts zu tun. Im Gegenteil, sie sind oft leuchtend rot, mit einer Vielfalt von Mustern geschmückt, kein Stück gleicht dem anderen. Von diesen Teppichen berichtet der Film. In der jahrhundertealten Tradition der Berber sind Teppiche viel mehr als ein ein wärmender Bodenbelage. Sie sind angefüllt mit "Baraka", einer göttlichen Kraft, die auf den Benutzer übergeht. Die Motive, die in den Teppich hineingeknüpft werden, schützen gegen den "bösen Blick" oder sollen Segen und Fruchtbarkeit bringen.

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Nicole Deblaere
      Autor Monika v. Behr
      Redaktionelle Leitung Ulrike Dotzer
      Redaktion Claudia Cellarius

      Echte Berberteppiche haben mit der weißen Fabrikware, die in Europa verkauft wird, nichts zu tun. Im Gegenteil, sie sind oft leuchtend rot, mit einer Vielfalt von Mustern geschmückt, kein Stück gleicht dem anderen. Von diesen Teppichen berichtet der Film.

      Zwischen Atlas und Sahara, auf 2.000 Metern Höhe, liegt das Dorf Amassine. Die Frauen dieses marokkanischen Dorfes sind Meisterinnen der Teppichherstellung. In der jahrhundertealten Tradition der Berber sind Teppiche viel mehr als ein Alltagsgegenstand, ein wärmender Bodenbelag oder eine Decke. Sie sind angefüllt mit "Baraka", einer göttlichen Kraft, die auf den Benutzer übergeht. Die Motive, die in den Teppich hineingeknüpft werden, schützen gegen den "bösen Blick" oder sollen Segen und Fruchtbarkeit bringen.
      Aicha und Fadma arbeiten für das Projekt "Ait Kozema". Es wurde von dem Teppichforscher Wilfried Stanzer als wissenschaftliches Experiment ins Leben gerufen. Er wollte dem Glanz alter Teppiche auf die Schliche kommen und lässt sie so produzieren, wie man es vor 200 Jahren gemacht hat, völlig ohne Chemie. Das bedeutet harte Arbeit: Die Rohwolle wird gewaschen, von Hand und im kalten Bach. Um die langen von den kurzen Haaren der Wolle zu trennen, gibt es eine spezielle Art des Kämmens, gefärbt wird mit Pflanzenfarben, und nach dem Weben machen sich Aicha und Fadma an die liebevolle, aufwändige Endfertigung. Jedes Jahr entstehen hier so etwa 150 Teppiche.

      Während sich die Teppichproduktion an der Vergangenheit orientiert, ist das Dorf Amassin auf dem Weg in die Moderne. Noch nicht lange gibt es hier elektrischen Strom und Wasser aus dem Hahn. Das halbnomadische Leben der Einwohner, die wie seit Jahrhunderten jeden Sommer in ein höher gelegenes Dorf ziehen, beginnt sich zu verändern.

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      Samstag, 14.04.18
      12:45 - 13:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

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