• 20.02.2011
      16:00 Uhr
      Lieb & Teuer Die norddeutsche Antiquitätenshow | Radio Bremen TV
       

      Themen:

      • Gemälde "Strand"
      • Rauchverzehrer
      • Kupfer-Löwenkopf
      • Ikone Tritychon
      • Paar Elfenbein-Figuren

      Sonntag, 20.02.11
      16:00 - 16:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Themen:

      • Gemälde "Strand"
      • Rauchverzehrer
      • Kupfer-Löwenkopf
      • Ikone Tritychon
      • Paar Elfenbein-Figuren

       
      • Gemälde "Strand"

      Das Gemälde in Öl auf Leinwand zeigt zwei Fischer an einer Steilküste auf Hiddensee. Die Signatur "C. Arnheim" weist auf die jüdische Künstlerin Clara Arnheim (1865-1942) hin. Clara Arnheim hat zu Beginn des 20. Jahrhunderts zusammen mit ihrer Freundin Henni Lehmann auf der Ostseeinsel Hiddensee die "Blaue Scheune", eine Malschule für Frauen gegründet. Die Nationalsozialisten machten der feministischen Kunst ein Ende. Clara Arnheim erhielt Ausstellungs- und Malverbot. Sie wurde 1942 in Theresienstadt umgebracht. Das vorliegende Gemälde -eine impressionistisch stimmige Wiedergabe der Strandszene -entstand um 1920/25.

      • Rauchverzehrer

      Die kleine Figur stellt einen Jungen mit Ziehharmonika dar. Im Porzellanhohlkörper befindet sich eine Glühlampe, auf der Rückseite sind Löcher angebracht, durch die das Duftöl, das den Rauch und Qualm überdecken sollte, ausströmen kann, der Begriff "Rauchverzehrer" war somit sehr irreführend. Diese kleinen Porzellanfiguren, die in den 1950er-Jahren sehr beliebt waren, verzehrten keinen Rauch, sondern überdeckten nur den schlechten Geruch. Die Figur wurde um 1950 in der Manufaktur Goebel in Rödental/Bayern hergestellt. Bekannt war diese Manufaktur für ihre "Hummel-Figuren", die nach den Zeichnungen der Franziskanerschwester Maria Innocentia.Hummel gefertigt wurden.

      • Kupfer-Löwenkopf

      Der große Löwenkopf aus getriebenem Kupferblech ist das Gesellen- oder auch vielleicht Meisterstück des Klempnermeisters Johannes Schröder, wie aus einem Aufkleber hervorgeht, es ist um 1910 entstanden. Mit derartigen eigenhändig hergestellten Werkstücken wurden nach geltender Handwerksordnung die Fähigkeiten des Prüflings vor der Innungskommision geprüft und bewertet. Schwierigkeit, Präzision und detailgetreue Ausführung waren Teil der praktischen Prüfung. Das Löwenkopf-Motiv ist bis heute beliebt als Wandbrunnen oder Türklopfer.

      • Ikone Tritychon

      Das Bedürfnis, in jeder Lebenssituation Zugang zu einer Ikone zu haben, ist tief im orthodoxen Glauben verwurzelt. Für diesen Zweck wurden schon früh so genannte Reiseikonen geschaffen. Das vorliegende faltbare Triptychon aus Holz mit Metalleinfassung ist vermutlich eine Klosterarbeit aus Zentralrussland aus dem 19. Jahrhundert. Die vorliegende Ikone zeigt Christus als Alleinherrscher, flankiert von der Gottesmutter und Johannes dem Täufer, sowie den beiden Erzengeln Michael und Gabriel. Das Schema greift den Gedanken einer Ikonostase auf, der Bilderwand in jeder orthodoxen Kirche.

      • Paar Elfenbein-Figuren

      Die beiden Figuren stellen das chinesisches Kaiserpaar Kaiser Quian Long und Kaiserin Xiao Shung Xian dar. Qian Long war der vierte Kaiser der Quing-Dynastie und regierte von 1735 bis1796. Die handgeschnitzten Figuren sitzen auf Thronsesseln und tragen prachtvolle Zeremoniengewänder mit den typischen großen Umhängekragen und den langen Ärmeln. Beide Figuren sind in strengem Hofzeremoniell steif und voller Würde und Unnahbarkeit dargestellt. Ein solch bedeutender Kaiser, der der am längsten regierende Kaiser in der Geschichte Chinas war, wurde natürlich zu allen Zeiten in der chinesischen Kunst dargestellt, in diesem Fall als Serienproduktion um 1900.

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      Sonntag, 20.02.11
      16:00 - 16:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 25.01.2020