• 21.02.2011
      22:35 Uhr
      Kulturjournal Neues aus der Kulturszene und vom Büchermarkt mit Julia Westlake | Radio Bremen TV
       

      Themen u.a.:

      • Von Liebe und Lastern - Ina Müller über ihre neue CD
      • Berühmt, aber arm - weshalb viele Schauspieler in Deutschland am Existenzminimum leben
      • Leben mit einem demenzkranken Vater - Ein berührendes Buch von Arno Geiger

      Montag, 21.02.11
      22:35 - 23:05 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Geänderte Sendezeit!

      Themen u.a.:

      • Von Liebe und Lastern - Ina Müller über ihre neue CD
      • Berühmt, aber arm - weshalb viele Schauspieler in Deutschland am Existenzminimum leben
      • Leben mit einem demenzkranken Vater - Ein berührendes Buch von Arno Geiger

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Julia Westlake
      • "Der ganz große Traum" - Ein Spielfilm über den Braunschweiger, der den Fußball nach Deutschland brachte
      • Haushaltsgeräte als Sinfoniker - Das "Blöde Orchester" in Hamburg

      • Von Liebe und Lastern - Ina Müller über ihre neue CD

      Auf ihrer neuen Platte ("Das wär dein Lied gewesen", ab: 18.2.) tut sich der typische Ina Müller-Kosmos auf: "Handtaschen", "Fremdgehen" "Podkarsten" sind einige der Titel, in denen Ina Müller witzig-klug über Liebe und andere Laster singt. Im Kulturjournal spricht die Entertainerin über ihren Erfolg, ihre Texte und den Reiz von jungen Männern.

      • Berühmt, aber arm - weshalb viele Schauspieler in Deutschland am Existenzminimum leben

      So ein Schauspielerleben, das ist lustig - könnte man denken: Premierenpartys, Glamour, Geld. Doch tatsächlich verdienen die meisten Schauspieler in Deutschland miserabel. Das beweist eine Studie von Soziologen der Universität Münster. Die Hälfte der Befragten aus den Bereichen Film, Fernsehen und Theater verdient 20.000 Euro brutto und weniger im Jahr. Der Grund: Theater, Sender und Produktionsfirmen zahlen den Schauspielern geringe Löhne und beschäftigen sie in prekären Arbeitsverhältnissen. Kettenverträge und Scheinselbständigkeit sind keine Seltenheit. Durch diese Form der Beschäftigung und einer ungünstigen Gesetzeslage haben viele Schauspieler oftmals auch keinen Anspruch auf soziale Absicherung: Kein Arbeitslosengeld, keine Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse. Das Kulturjournal zeigt, weshalb Schauspieler so schlecht verdienen und spricht mit Ingo Naujoks (ehemals "Tatort") und anderen Betroffenen über die Not der Schauspieler und die Folgen für den Kulturbetrieb.

      • Leben mit einem demenzkranken Vater - Ein berührendes Buch von Arno Geiger

      Es ist ein schleichender Prozess: Der Vater vergisst Dinge, er zieht sich immer mehr in sich zurück, verliert die Orientierung. Schließlich erkennt er den eigenen Sohn nicht mehr. Der Schriftsteller Arno Geiger hat ein sehr persönliches Buch über die Demenz-Erkrankung seines Vaters geschrieben: "Der alte König in seinem Exil" (Hanser Verlag). Einfühlsam schildert er dessen Lebens- und Krankheitsgeschichte, beschreibt, wie er lernt, mit dem Vergessen des Vaters umzugehen. Sein Buch ist dabei nicht larmoyant, sondern liebevoll, anrührend und bei allem Respekt vor dem Kranken auch komisch.

      • "Der ganz große Traum" - Ein Spielfilm über den Braunschweiger, der den Fußball nach Deutschland brachte

      Die Geburtsstunde des deutschen Fußballs war nicht dort, wo heute die Champions-League-Mannschaften spielen, sondern in Braunschweig! Hier war Konrad Koch Lehrer eines Gymnasiums. Er hatte bei einem England-Aufenthalt das Fußballspiel kennengelernt und fand, dass Mannschaftssport den Teamgeist fördere und Bewegung unter freiem Himmel generell gut für die Entwicklung der Schüler sei. Also brachte er seinen Schülern Fußball bei, obwohl es viele Widerstände gegen diese "Fußlümmelei" gab. 1874 fand das erste offizielle Spiel in Deutschland statt, 1875 gründete Koch den ersten Fußballverein. Der Spielfilm "Der ganz große Traum" mit Daniel Brühl in der Hauptrolle erzählt die Geschichte eines Gymnasiallehrers, der seiner Überzeugung und Vision folgt - und damit Sportgeschichte schreibt.

      • Haushaltsgeräte als Sinfoniker - Das "Blöde Orchester" in Hamburg

      Keine Geigen, keine Flöten, keine Posaunen. Das "Blöde Orchester" von Michael Petermann kommt ganz ohne klassische Musikinstrumente aus. Der Hamburger Dirigent und Komponist macht stattdessen alte Haushaltsgeräte zu Sinfonikern: Der Staubsauger bläst, die Waschmaschine trommelt, der Rasierer summt. Petermann ordnet 150 Geräte wie ein Orchester an - als klingende Installation im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (bis 30. April). Dort spielen sie einmal pro Stunde eigens für sie arrangierte Werke. Das Kulturjournal macht den Test: Wie gut klingt das ungewöhnlichste Orchester der Welt?

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      Montag, 21.02.11
      22:35 - 23:05 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Geänderte Sendezeit!

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