• 06.09.2010
      22:30 Uhr
      Kulturjournal Neues aus der Kulturszene und vom Büchermarkt - Moderation: Julia Westlake | Radio Bremen TV
       

      Themen u.a.:

      • Mario Adorf wird 80
      • Wie illegale Schatzsuche unser kulturelles Erbe zerstört
      • "Durch die Nacht mit ..." Ulrich Tukur
      • Günter Grass über "Grimms Wörter"
      • Albanische Schwurjungfrauen
      • "Meisterwerke im Norden"

      Montag, 06.09.10
      22:30 - 23:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen u.a.:

      • Mario Adorf wird 80
      • Wie illegale Schatzsuche unser kulturelles Erbe zerstört
      • "Durch die Nacht mit ..." Ulrich Tukur
      • Günter Grass über "Grimms Wörter"
      • Albanische Schwurjungfrauen
      • "Meisterwerke im Norden"

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Julia Westlake
      • Bösewicht und Publikumsliebling - Mario Adorf wird 80: Früher war er einmal Boxer, heute schreibt er Bücher - aber das nur nebenbei: Mario Adorf ist der Lieblingsschauspieler der Deutschen. Und das, obwohl - oder gerade weil - er meist den Bösewicht verkörpert. Am 8. September wird der große Schauspieler 80 Jahre alt. Nun hat man ihm eine Rolle auf den Leib geschrieben: "Der letzte Patriarch" (Zweiteiler am 10. September, 20.15 Uhr und 21.45 Uhr in Das Erste). Ein Lübecker Marzipanfabrikant gerät in die Wirren familiärer und wirtschaftlicher Verwicklungen. Im "Kulturjournal" spricht Mario Adorf über Schauspieler, Heimat und das Älterwerden.

      • Der Reiz des Verbotenen - Wie illegale Schatzsuche unser kulturelles Erbe zerstört. Fast jeder hat schon einmal Menschen gesehen, die mit Metallsonden brachliegende Flächen absuchen. Doch was wie eine liebenswerte Spinnerei aussieht, bereitet den professionellen Archäologen im steigenden Maße Probleme: Die illegale Schatzsuche boomt, auch bei uns im Norden. Immer wieder werden die Sonden-Geher fündig und plündern historische Hinterlassenschaften. Die Schäden sind oft enorm und selbst für Laien erkennbar, wenn ein Fundort durchgewühlt, oft mit Kratern übersät, hinterlassen wird. In solchen Fällen helfen noch nicht einmal mehr Notgrabungen. Der Fundzusammenhang ist unwiederbringlich zerstört, das Fundstück entwendet. Und einen wirksamen Schutz gegen diese Raubgräber gibt es nicht. Im "Kulturjournal" sprechen ehemalige illegale Sonden-Geher über die Faszination an der Suche und den Reiz des Verbotenen - Archäologen warnen vor einem Desaster: Unser kulturelles Erbe ist in Gefahr.

      • "Mezzanotte. Lieder der Nacht" - ein Kiez-Bummel mit Ulrich Tukur. "Die Nacht steht für so viel: für Liebe, Tod, Verbrechen und Rausch. Das sind doch tolle Themen ...". Ulrich Tukur, Schauspieler, Sänger und großer Fan alter Chansons und Schlager, hat die Nacht als Motto seiner neuen CD gewählt: "Mezzanotte. Lieder der Nacht" enthält Werke von Komponisten wie Friedrich Hollaender und Willi Kollo, aber auch eigene Stücke. Tukur zieht mit dem "Kulturjournal" über den nächtlichen Hamburger Kiez: vom St. Pauli Theater, wo er oft auf der Bühne steht, bis hin zur legendären Kneipe "Zum Silbersack".

      • "Grimms Wörter. Eine Liebeserklärung" - der neue Roman von Günter Grass. Dies soll sein letztes Buch sein! So jedenfalls kündigt Günter Grass selbst den dritten und abschließenden Teil seiner Autobiografie an, die zugleich eine Biografie über die Gebrüder Grimm ist. Mit den beiden Sprachforschern fühlt er sich über die Liebe zur Sprache verbunden. 1838 erhielten Jacob und Wilhelm Grimm den Auftrag, ein großes "Deutsches Wörterbuch" zu erarbeiten - eine Herkulesaufgabe. Bis zum Buchstaben F sind sie gekommen, erst 1961 ist das 32 Bände umfassende Werk beim letzten Buchstaben angelangt. Grass ergänzt Wörter aus seinem eigenen Jahrhundert und findet Parallelen zwischen sich und den beiden Brüdern: politisches Statement in der Biedermeierzeit und heute. Das "Kulturjournal" trifft Günter Grass in der "Grimm"-Stadt Göttingen, wo der Nobelpreisträger sein Buch vorstellt.

      • Leben im anderen Geschlecht - ein Fotoprojekt über albanische Schwurjungfrauen. Sie kleiden sich wie Männer, sie arbeiten wie Männer, sie haben die gleichen Rechte wie Männer. In Albanien gibt es seit Jahrhunderten die Tradition der so genannten Schwurjungfrauen, Frauen, die in der stark patriarchalischen Gesellschaft das Leben in einer männlichen Identität wählen können. Die einzige Bedingung: Sie schwören, jungfräulich zu bleiben. Einige ersetzen so ein verstorbenes Familienoberhaupt, andere wollen eine arrangierte Hochzeit umgehen und selbstbestimmt leben. Die Hamburger Fotografin Pepa Hristova hat die letzten dieser Schwurjungfrauen in Albanien besucht und porträtiert.

      • "Meisterwerke im Norden" - Der Norden hat gewählt: Vier Wochen lang hat das "Kulturjournal" die "Meisterwerke im Norden" im Fernsehen und im Internet vorgestellt. Insgesamt 15 Kunstwerke, jeweils präsentiert von einem ganz besonderen Paten, standen zur Wahl. Die Zuschauerinnen und Zuschauer konnten über ihr Lieblingskunstwerk abstimmen. Für welches "Meisterwerk im Norden" deren Herz schlägt, zeigt das "Kulturjournal".

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      Montag, 06.09.10
      22:30 - 23:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

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