• 21.02.2010
      16:00 Uhr
      Lieb & Teuer Die norddeutsche Antiquitätenshow | Radio Bremen TV
       

      Ist das Ölgemälde, das schon lange auf dem Dachboden verstaubt, vielleicht von einem berühmten Maler? Oder das Schnäppchen vom Flohmarkt ein wahrer Kunstschatz?

      Sonntag, 21.02.10
      16:00 - 16:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Ist das Ölgemälde, das schon lange auf dem Dachboden verstaubt, vielleicht von einem berühmten Maler? Oder das Schnäppchen vom Flohmarkt ein wahrer Kunstschatz?

       

      Die Kunstgegenstände, die in der Sendung gezeigt werden, im Überblick:

      • Gemäldepaar "Früchtestillleben"

      Beide Stillleben sind signiert "M. Meucci, Firenze". Michelangelo Meucci (1840-1909) war ein italienischer Maler, über dessen Leben und Schaffen nicht viel bekannt ist. Er malte eine Vielzahl solcher großformatigen Stillleben von Früchten, Geflügel oder Blumen. Das vorliegende Gemäldepaar ist etwa um 1880/1900 entstanden. Die prachtvollen Früchtestillleben sind mit großer Liebe zum Detail und in wunderschöner Leuchtkraft in Öl auf Leinwand gearbeitet.

      • Vier Daguerreotypien

      Die vier Daguerreotypien sind Familienporträts einer Mutter mit ihren vier Kindern. Die Bilder sind in England oder Schottland um 1860 entstanden. Die Daguerreotypien stecken in einem Guttapercha-Klapprahmen der Firma Littlefield, Parsons & Co. aus Massachusetts. Das fotografische Verfahren war eine Erfindung des Malers Louis Daguerre (1787-1851). Er entwickelte zwischen 1835 und 1839 ein Verfahren, mithilfe einer silberbeschichteten Kupferplatte in einer Camera Obscura Bilder herzustellen und sichtbar zu machen. Die vorliegenden Bilder sind nicht signiert oder einem bekannten Atelier zuzuordnen.

      • Silber-Korb

      Der ovale Silberkorb aus 800er Silber ist wohl in Pforzheim um 1900/1920 gefertigt worden. Verkauft wurde der Korb über den Kieler Hoflieferanten "M. Hansen", was aus dem Namenszug am Korbboden hervorgeht. Die schwer erkennbare Punze könnte auf die Firma Robert Kraft AG in Pforzheim hinweisen. Silberkörbe dieser Art, häufig auch mit Bügelgriff oder Henkeln, benutzte man zum Servieren von Gebäck, Brot oder Obst. Die durchbrochene Wandung erinnert an Binsen- oder Strohgeflecht. Der vorliegende Korb mit Herz- und Tauben-Symbolik war vielleicht als Hochzeits- oder Verlobungsgeschenk gedacht.

      • Japanisches Blockdruckbuch

      Der Blockdruck, auch Holzdruck genannt, ist in China seit der Sui-Dynastie (um 600 n.Chr.) bekannt und erfreute sich im ganzen asiatischen Raum großer Verbreitung. Heute ist dieses Verfahren noch über den Holzschnitt oder Linoldruck bekannt. Die vorliegenden Seiten stammen aus der dreibändigen Folge "Album der 100 Vögel". Sie stammen im Ursprung aus der Hand des Meiji-Künstlers Kono Bairei (1844-1895). Die Drucke sind in größerer Auflage hergestellt worden. Der Stempel des Berliner Verlags Paul Bette auf dem Buch lässt sich nicht ganz schlüssig erklären. Es könnte sich um den Importeur handeln.

      • Miniatur-Schildpatt-Uhr

      Die zierliche Uhr mit aufgelegtem Schildpatt ist wohl in der Schweiz um 1870 gebaut worden. Das Gehäuse in Empire-Form stammt aus Frankreich und ist mit Blüten- und Eicheldekorationen in Bronze verziert. Die Seiten weisen florale Muster auf. Die Kanten sind in Messing gefasst. Das 8-Tagewerk ist ein Vollplatinen-Werk. Zifferblatt und Zeiger der Uhr sind im Louis-Seize-Stil gehalten.

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      Sonntag, 21.02.10
      16:00 - 16:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

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