• 11.03.2018
      06:45 Uhr
      Schätze der Welt Das Wadi Rum, Jordanien - Ein Stück Ewigkeit | Radio Bremen TV
       

      Bizarr und legendär: Das Wadi Rum in Jordanien zählt zu den großartigsten Landschaften der Erde. Das Weltkulturerbe der UNESCO beherbergt seit 12.000 Jahren nomadische Kulturen. Die Geschichte des Wadi Rum ist ewig und aktuell zugleich. Seine heutige Lage im Südwesten Jordaniens zwischen Israel, Saudi Arabien und dem Roten Meer hat es immer als Land des Transits ausgewiesen. Ein bestechend schönes Terrain, ein Stück Erde, das sich trotz aller vorübergehenden Vereinnahmungen seinen Charakter und seine natürliche Anmut bewahren konnte.

      Sonntag, 11.03.18
      06:45 - 07:00 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo HD-TV

      Bizarr und legendär: Das Wadi Rum in Jordanien zählt zu den großartigsten Landschaften der Erde. Das Weltkulturerbe der UNESCO beherbergt seit 12.000 Jahren nomadische Kulturen. Die Geschichte des Wadi Rum ist ewig und aktuell zugleich. Seine heutige Lage im Südwesten Jordaniens zwischen Israel, Saudi Arabien und dem Roten Meer hat es immer als Land des Transits ausgewiesen. Ein bestechend schönes Terrain, ein Stück Erde, das sich trotz aller vorübergehenden Vereinnahmungen seinen Charakter und seine natürliche Anmut bewahren konnte.

       

      Bizarr und legendär: Das Wadi Rum in Jordanien zählt zu den großartigsten Landschaften der Erde. Das Weltkulturerbe der UNESCO beherbergt seit 12.000 Jahren nomadische Kulturen. Im Freiheitskampf der arabischen Völker gegen die Kolonialmächte, angeführt durch den Briten Thomas Edward Lawrence, wurde das sonst stille Wadi Rum 1917 zum Kriegschauplatz und weltberühmt durch die Heldentaten von "Lawrence von Arabien". Es ist eine archaische, anmutige Region aus skulpturartigen Bergkegeln und weiten Wüstenflächen, die über Jahrtausende vom Wind geformt wurden, ein Monument aus Stein, Sand, Licht und Zeit. Mensch und Tier sind angesichts der Größe der monolithischen Gesteinsformationen nur kleine, flüchtige Erscheinungen.

      Die Quelle von Lawrence von Arabien
      Die zivilisatorischen Dokumente im Wadi Rum reichen weit zurück. Mehr als 4.000 Felszeichnungen, eingeritzt in den weichen Sandstein, stenografieren hieroglyphisch von Jagd und Tieren die Alltagsgeschichten jener Stämme vor 12.000 Jahren, die offensichtlich keine Mühe hatten, in den extremen Naturverhältnissen zu überleben. Wasserquellen gab und gibt es bis heute genügend. Unter der Wüste des Wadi Rum befindet sich ein enormer Wasserspeicher. Die sogenannte Quelle von Lawrence von Arabien sprudelt noch immer, tränkt die Kamele, liefert den Bewohnern Trinkwasser und versorgt den einsamen Baum, der laut der Einheimischen, 1.000 Jahre alt sein soll.
      Ein bestechend schönes Terrain
      Es ist in manchen Bereichen auffällig grün in dieser Wüste, bodendeckendes Buschwerk, das den Kamelen als Futter und den Menschen als Feuerholz zum Kochen dient. Schon vor der Zeitrechnung durchwanderten die Karawanen das Land im Vorderen Orient von Asien ans Mittelmeer und hinterließen bei den ansässigen Beduinen kulturelle Spuren. Darunter auch die Nabatäer, die sich in dem Land zwischen Jordan und dem Roten Meer niederließen.

      Die Geschichte des Wadi Rum ist ewig und aktuell zugleich. Seine heutige Lage im Südwesten Jordaniens zwischen Israel, Saudi Arabien und dem Roten Meer hat es immer als Land des Transits ausgewiesen. Ein bestechend schönes Terrain, ein Stück Erde, das sich trotz aller vorübergehenden Vereinnahmungen seinen Charakter und seine natürliche Anmut bewahren konnte. Ein Stück Ewigkeit, in dem die Zeit still zu stehen scheint, während in den umliegenden territorialen Nachbarschaften die Weltgeschichte ihren Lauf nimmt.

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