• 14.05.2021
      01:40 Uhr
      Kulturjournal Moderation: Julia Westlake | Radio Bremen TV
       

      Themen u.a.:

      • Nie mehr leise: Frauen gegen Rassismus und Sexismus in der Kultur
      • Zurück zur Natur: Der Filmemacher Jan Haft
      • A Black Jesus": Ein beeindruckender Dokumentarfilm über Vorurteile und Ausgrenzung

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 14.05.21
      01:40 - 02:10 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen u.a.:

      • Nie mehr leise: Frauen gegen Rassismus und Sexismus in der Kultur
      • Zurück zur Natur: Der Filmemacher Jan Haft
      • A Black Jesus": Ein beeindruckender Dokumentarfilm über Vorurteile und Ausgrenzung

       

      Stab und Besetzung

      Redaktionelle Leitung Christoph Bungartz
      Moderation Julia Westlake
      Produktion Katja Theile
      • Nie mehr leise: Frauen gegen Rassismus und Sexismus in der Kultur

      Die deutsche Kulturbranche ist sehr weiß, sehr männlich, und nicht besonders divers. Man braucht nur in die Verlagsvorschauen, in die Museen oder in die Programme von Musikfestivals zu schauen, um das zu erkennen. Frauen, die als nicht weiß, deutsch oder westlich wahrgenommen werden, müssen doppelt hart kämpfen, um sich in der Kulturszene zu behaupten. Die Schauspielerin Pegah Ferydoni wurde mit ihrer Rolle in der Comedyserie "Türkisch für Anfänger" bekannt, sie ist als Film- und Fernsehschauspielerin erfolgreich und engagiert sich gegen Diskriminierung. Ihre Forderung: eine Diversitätsquote für die Filmbranche. Die Musikerin Celina Bostic hat mit ihrem Song "Nie wieder leise" eine Hymne für
      Schwarze Menschen und People of Color geschrieben. Die Schriftstellerin Mithu Sanyal hat mit dem Roman "Identitti" gerade einen Bestseller über Identitätspolitik gelandet. Sie hat Perspektiven wie ihre eigene in der deutschen Literatur lange vermisst. Für die Journalistin Seyda Kurt, die in ihren Artikeln gegen das Patriarchat und den Rassismus anschreibt, gehört die mangelnde Repräsentation nichtweißer Minderheiten in der Kultur zu einem gesamtgesellschaftlichen Problem. Ihr gerade erschienenes Buch "Radikale Zärtlichkeit. Warum Liebe politisch ist", ist eine Art Anleitung, eine gerechtere Gesellschaft zu gestalten und damit im Privaten zu beginnen.
      Die Künstlerin Moshtari Hilal positioniert sich in ihren Zeichnungen gegen westlich geprägte Schönheitsideale und will mitbestimmen, wie in Deutschland gesellschaftliche Debatten geführt werden. In einem Instagram-Livetalk prägte sie kürzlich den Begriff "Nazihintergrund" als Gegenstück zum "Migrationshintergrund" mit und löste damit eine heftige Debatte aus. Das "Kulturjournal" porträtiert fünf Kulturfrauen, die für mehr
      Sichtbarkeit kämpfen.

      • Zurück zur Natur: Der Filmemacher Jan Haft

      Große Reisen in die weite Welt sind wegen Corona seit über einem Jahr kaum oder gar nicht möglich. Doch wer spannende Natur entdecken will, der kann das auch vor der eigenen Haustür tun, so Filmemacher Jan Haft. Ob Wattenmeer, Wald, Heide oder Mittelgebirge: Die heimische Natur bietet einen Reichtum an Landschaften, Pflanzen, Tieren. Mit einem neuen Buch und einem Dokumentarfilm will Jan Haft den Blick auf diese faszinierende ökologische Vielfalt lenken, aber auch auf ihre Bedrohung durch den Menschen. Das Buch "Heimat Natur" (Penguin Verlag) ist eine Reise von den Alpen an die Küste, mit Exkursen zu seltenen Tierarten und kaum bekannten Phänomen wie den "Zombiebäumen". Der gleichnamige Dokumentarfilm soll am 10. Juni ins Kino kommen.

      • A Black Jesus": Ein beeindruckender Dokumentarfilm über Vorurteile und Ausgrenzung

      Im Dorf Siculiana auf Sizilien hängt in einer Kirche eine schwarze Jesusfigur. Es gibt hier auch ein Zentrum für Geflüchtete mit vielen schwarzen Migranten. "Das Komische ist, dass die Einheimischen keine Schwarzen mögen, aber sie lieben diesen schwarzen Jesus. Sie lieben ein schwarzes Stück Holz, aber keine Schwarzen aus Fleisch und Blut", heißt es im Dokumentarfilm "A Black Jesus" von Regisseur Luca Lucchesi, dessen Vater aus Siculiana stammt. Der 19-jährige Edward aus Ghana, Bewohner des Zentrums für Geflüchtete, bittet darum, gemeinsam mit den Einheimischen die Jesusstatue in der großen jährlichen Prozession durch den Ort tragen zu dürfen, die an den Leidensweg Christi erinnert. Der Film zieht die Parallele zum Leidensweg der Asylsuchenden, zeigt die Widersprüche im Dorf stellvertretend für die in der Gesellschaft (digitaler Filmstart im Kino-Stream am 20. Mai).

      Das Kulturjournal berichtet über Neues aus der norddeutschen und internationalen Kulturszene.

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      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 14.05.21
      01:40 - 02:10 Uhr (30 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 26.09.2021