• 26.02.2021
      01:50 Uhr
      Kulturjournal Moderation: Julia Westlake | Radio Bremen TV
       

      Themen:

      • Ein besonderes Stück Heimat: Dokumentarfilm über Schrebergärten
      • TikTok: von der Spaß-App zur Polit-Plattform
      • Mehr Sichtbarkeit in Film und Theater: eine Initiative von queeren Schauspieler*innen
      • "Saal 101": ein Dokumentarhörspiel über den NSU-Prozess
      • Daniel Hope singt! "Lebenslieder" mit dem Star-Violinisten

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 26.02.21
      01:50 - 02:20 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Ein besonderes Stück Heimat: Dokumentarfilm über Schrebergärten
      • TikTok: von der Spaß-App zur Polit-Plattform
      • Mehr Sichtbarkeit in Film und Theater: eine Initiative von queeren Schauspieler*innen
      • "Saal 101": ein Dokumentarhörspiel über den NSU-Prozess
      • Daniel Hope singt! "Lebenslieder" mit dem Star-Violinisten

       

      Stab und Besetzung

      Redaktionelle Leitung Christoph Bungartz
      Moderation Julia Westlake
      Produktion Katja Theile
      • Ein besonderes Stück Heimat: Dokumentarfilm über Schrebergärten

      Schrebergärten boomen: Das verstaubte Spießerimage der Kleingärten ist passé, die Parzellen gelten als cool. Mit über 900.000 Kleingartenanlagen steht Deutschland an der Spitze in Europa. Ruhesuchende, Traditionalisten und rastlose Träumer, Riesengemüsezüchter und Rosenliebhaber, Jungfamilien und Gartensenioren: Kleingärtner sind ein bunter Querschnitt durch die Gesellschaft.
      Der international preisgekrönte Regisseur Stanislaw Mucha (u.a. "Absolut Warhola") begleitete ein Gartenjahr lang von März bis Oktober ganz unterschiedliche Schrebergärtnerinnen und -gärtner von Helgoland bis nach Thüringen. Der Film zeigt einen Mikrokosmos, dessen unterschiedliche Bewohnerinnen und Bewohner die Suche nach Heimat und Erdung verbindet. Der NDR Film läuft in der Nacht vom 23. auf den 24. Februar um 00.00 Uhr im NDR Fernsehen ("Heimat To Go. Vom Glück im Schrebergarten"). Er ist bereits jetzt in der ARD-Mediathek zu sehen.

      • TikTok: von der Spaß-App zur Polit-Plattform

      Am Anfang war TikTok nur eine Spaß-App für unter 24-Jährige. Eine Plattform für kurze Handyvideos, in denen Teenies zum Playback die Lippen bewegen oder im Kinderzimmer tanzen. Mittlerweile hat sich TikTok auch zur Polit-Plattform entwickelt. Jeder kann seine Meinung verbreiten und Millionen von Menschen erreichen.
      Juan Carlos Medina Serrano, Datenwissenschaftler in München, hat die Rolle von TikTok bei den US-Wahlen und den Black-Lives-Matter-Protesten untersucht. In Russland vernetzen sich aktuell junge Nawalny-Anhängerinnen und -Anhänger über die Plattform. Auch in Deutschland nehmen politische Inhalte auf TikTok zu. Das "Kulturjournal" spricht mit der jungen Hamburgerin Larima, die gegen Alltagsrassismus Stellung bezieht. Könnte TikTok auch in Deutschland im Superwahljahr eine Rolle spielen? Martin Fuchs, der unter anderem Politiker in digitaler Kommunikation berät, sieht Gefahren, aber auch großes Potenzial für die Zukunft. Denn die junge Zielgruppe stellt die Wählerinnen und Wähler von morgen.

      • Mehr Sichtbarkeit in Film und Theater: eine Initiative von queeren Schauspieler*innen

      So ein Outing hat es in Deutschland, wahrscheinlich sogar weltweit, noch nie gegeben: 185 queere Schauspieler*innen sind gemeinsam an die Öffentlichkeit gegangen, darunter Stars wie Maren Kroymann, Jannik Schümann, Ulrike Folkerts oder Ulrich Matthes. Gemeinsam fordern sie mehr Anerkennung, Sichtbarkeit und Gleichberechtigung in Theater, Film und Fernsehen. Denn obwohl Deutschland ein Land ist, in dem Gleichstellung sogar gesetzlich verankert ist, gibt es in der Branche noch immer Nachteile für lesbische, schwule, bisexuelle, queere, nicht-binäre und trans* Schauspieler*innen. Einige berichten zum Beispiel davon, dass sie bei bestimmten Rollen nur wegen ihrer sexuellen Identität übergangen werden, andere, dass ihnen in der Vergangenheit abgeraten wurde, sich zu outen, um die Karriere nicht zu gefährden.
      Die Initiative #actout hat sich zuerst im Magazin der "Süddeutschen Zeitung" präsentiert und ein großes mediales Echo ausgelöst. Das "Kulturjournal" spricht mit den Initiator*innen Tucké Royale und Karin Hanczewski, bekannt als "Tatort"-Ermittlerin, außerdem mit Gustav Peter Wöhler und mit Julian Greis vom Hamburger Thalia Theater.

      • "Saal 101": ein Dokumentarhörspiel über den NSU-Prozess

      Es war einer der bedeutendsten und aufwendigsten Strafprozesse in der Geschichte der Bundesrepublik: fünf Jahre dauerte das Verfahren gegen den rechtsextremistischen NSU. Der Prozess vor dem Oberlandesgericht München ließ in die Abgründe der deutschen Gesellschaft blicken. Lückenlose Aufklärung aber brachte er nicht.
      Das zwölfstündige Dokumentarhörspiel "Saal 101", benannt nach dem Gerichtssaal, in dem die Verhandlung stattfand, zeichnet das Verfahren in 24 Teilen nach. Grundlage sind die Protokolle der ARD-Gerichtsreporterinnen und -reporter, die an allen 438 Prozesstagen mitgeschrieben haben. Ein einzigartiges Stück Zeitgeschichte.

      Die Koproduktion von ARD und Deutschlandfunk ist am 19. und 20. Februar jeweils von 20.05 Uhr bis 02.00 auf NDR Kultur und den anderen Informations- und Kulturwellen zu hören. Danach steht sie in der Mediathek und auf ndr.de/ndrkultur. Das "Kulturjournal" spricht mit Schauspielerin Bibiana Beglau über "Saal 101".

      • Daniel Hope singt! "Lebenslieder" mit dem Star-Violinisten

      Elvis Presley war der Soundtrack seiner Kindheit, The Police hat ihn während der Zeit im strengen Musikinternat getröstet und das Lied seines Lebens kommt von David Bowie. Ganz schön viel U-Musik für einen Stargeiger, der in den Konzerthäusern der Welt mit den großen Orchestern zu Hause ist! Tatsächlich ist Daniel Hope ein Grenzgänger zwischen den Genres. Er wusste schon im Alter von vier Jahren, dass die Geige sein Instrument ist. Aber er lässt sich von Max Mutzke auch zum Singen animieren, zum ersten Mal öffentlich in der Folge der "Lebenslieder" (23. Februar, 22.50 Uhr, Das Erste) und vorab schon im "Kulturjournal".

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