• 22.02.2021
      06:50 Uhr
      Klosterküche - Kochen mit Leib und Seele (39) Best of Klosterküche - Der direkte Draht nach oben | Radio Bremen TV
       

      Auf der Reise durch die norddeutschen Klöster hat Annette Behnken vieles erlebt, was sie überrascht hat. Einige dieser besonderen Erlebnisse stellt sie in dieser Sendung "Klosterküche" vor. Dabei möchte sie wissen, was die Klöster im Norden für die Allgemeinheit überhaupt bedeuten und wie sie den Menschen ganz praktisch nutzen können.

      Montag, 22.02.21
      06:50 - 07:20 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Auf der Reise durch die norddeutschen Klöster hat Annette Behnken vieles erlebt, was sie überrascht hat. Einige dieser besonderen Erlebnisse stellt sie in dieser Sendung "Klosterküche" vor. Dabei möchte sie wissen, was die Klöster im Norden für die Allgemeinheit überhaupt bedeuten und wie sie den Menschen ganz praktisch nutzen können.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Cornelius Kob
      Sonstige Mitwirkung Martin Wolf
      Moderation Annette Behnken
      Produktion Katja Theile
      Autor Andreas Herzig
      Jan Dieckmann
      Redaktion Gabi Bauer

      Auf der Reise durch die norddeutschen Klöster hat Annette Behnken vieles erlebt, was sie überrascht hat. Einige dieser besonderen Erlebnisse stellt sie in dieser Sendung "Klosterküche" vor. Dabei möchte sie wissen, was die Klöster im Norden für die Allgemeinheit überhaupt bedeuten und wie sie den Menschen ganz praktisch nutzen können.

      Im Kloster Lüne in Lüneburg begleitet Annette Behnken eine angehende Bewohnerin des Klosters bei einer ungewöhnlichen Prüfung: dem Glockenschlagen. "Der direkte Draht nach oben", als Sinnbild für die Verbindung zu Gott, ist hier erstmal ganz praktisch das Seil nach oben zur Glocke.

      Die Bewahrung der Traditionen und die Pflege der wunderschönen, jahrhundertealten Gebäude ist Aufgabe der Stiftsdamen. Da Lüne ein evangelisches Kloster ist, gibt es hier keine Nonnen. Dadurch bleiben diese Klöster als attraktive touristische Orte mit dem Flair vergangener Jahrhunderte erhalten und ziehen Besucherinnen und Besucher für Ausflüge an. Das sieht Annette Behnken auch im Kloster Fischbeck bei Hameln, einem der am schönsten gelegenen Klöster des Nordens und ein absolutes Muss bei einer Reise durch die norddeutsche Klosterlandschaft.

      In Bad Doberan dagegen geht es um pragmatische soziale Hilfe. Hier hat die Münstergemeinde auf dem alten Klostergelände eine Suppenküche eingerichtet, die für jedermann kostenloses Essen bereitstellt. Das Besondere dabei ist, dass es hier fast zugeht wie in einem Lokal. Es stehen mehrere Essen zur Auswahl, sie werden am Tisch serviert. "Bad Doberan wäre anders ohne unsere Suppenküche", meint Barbara Niehaus, eine der Initiatorinnen des Projekts.

      Die Ordensschwestern im Kloster Nette bei Osnabrück haben sich dagegen vor allem der Mission verschrieben. Sie arbeiten in Südamerika, Skandinavien und Deutschland in Pflegeberufen, Schulen oder Gemeinden, sie leisten wichtige Sozialarbeit. Schwester Agnes berichtet Annette Behnken von ihren Erlebnissen bei verarmten Landarbeitern in Brasilien. Sie hat dort ein Krankenhaus aufgebaut, um vor Ort erste Hilfe leisten zu können. "Zum nächsten Arzt ist es nämlich eine stundenlange Fahrt durch den Urwald."

      Annette Behnken kommt zu dem Schluss, dass Klöster neben den Gebeten und der religiösen Kontemplation der Klosterbewohnerinnen und -bewohner in der heutigen Zeit noch einen weiteren Sinn haben. Sie sind nicht nur touristische Anziehungspunkte mit langer Tradition, sondern oft auch Gemeinschaften, die soziale und gesellschaftliche Aufgaben erfüllen.

      "Der direkte Draht nach oben", den die Bewohnerinnen und Bewohner pflegen durch Gebete und Gottesdienste, kommt also auch vielen anderen zugute. Und das "bedingungslos", wie die Betreibenden der Bad Doberaner Suppenküche mit Stolz sagen.

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