• 02.11.2020
      23:30 Uhr
      Alfred Hitchcock: Marnie Spielfilm USA 1964 | Radio Bremen TV
       

      Marnie Edgar, eine engelhafte Blondine, plündert die Tresore ihrer Arbeitgeber. Eines Tages gerät sie an den reichen Verleger Mark Rutland. Er erkennt, dass ihrem zwanghaften Verhalten ein psychischer Defekt zugrunde liegt. Er heiratet die faszinierende junge Frau und findet nach dramatischen Komplikationen den Schlüssel zu ihrer seelischen Krankheit in einem Schockerlebnis ihrer frühen Kindheit.

      Montag, 02.11.20
      23:30 - 01:35 Uhr (125 Min.)
      125 Min.
      VPS 23:29
      Neu im Programm

      Marnie Edgar, eine engelhafte Blondine, plündert die Tresore ihrer Arbeitgeber. Eines Tages gerät sie an den reichen Verleger Mark Rutland. Er erkennt, dass ihrem zwanghaften Verhalten ein psychischer Defekt zugrunde liegt. Er heiratet die faszinierende junge Frau und findet nach dramatischen Komplikationen den Schlüssel zu ihrer seelischen Krankheit in einem Schockerlebnis ihrer frühen Kindheit.

       

      Stab und Besetzung

      Mark Rutland Sean Connery
      Marnie Edgar Tippi Hedren
      Lil Mainwaring Diane Baker
      Sidney Strutt Martin Gabel
      Bernice Edgar Louise Latham
      Cousin Bob Bob Sweeney
      Regie Alfred Hitchcock
      Musik Bernard Herrmann
      Drehbuch Jay Presson Allen
      Kamera Robert Burks

      Die bildhübsche Marnie Edgar hat ihren Chef Sidney Strutt um fast 10.000 Dollar erleichtert. Der Verleger Mark Rutland, ein Geschäftsfreund des Bestohlenen, erfährt zufällig davon. Zu seiner Überraschung bewirbt sich Marnie kurz darauf um eine Vertrauensstellung in seiner Firma.

      Obwohl Rutland weiß, dass sie eine Diebin ist, engagiert er sie, denn die junge Frau fasziniert ihn. Tatsächlich raubt Marnie bald auch seinen Tresor aus. Rutland kann sie jedoch nach der Tat stellen. Anstatt sie anzuzeigen, entschließt er sich, sie zu heiraten.

      Für ihn steht fest, dass Marnie an einer psychischen Krankheit leidet und Hilfe braucht – worauf nicht zuletzt ihre ständigen Albträume hindeuten. Auf der Hochzeitsreise zeigt sich, dass die junge Frau seine Umarmungen nicht ertragen kann. Bald folgen weitere unerfreuliche Überraschungen für Rutland.

      Im Gedenken an Sean Connery. Der Schotte starb im Alter von 90 Jahren. Connery galt als einer der größten Filmstars der Welt.

      Der am 25.08.1930 in Edinburgh geborene Sean Connery galt als der James-Bond-Darsteller schlechthin. Nach einigen Erfolgen als Bodybuilder erhielt er ab 1954 kleinere Rollen in Film, Fernseh- als auch in Theaterproduktionen. Der große Durchbruch blieb jedoch aus, bis ihn die Produzenten Albert R. Broccoli und Harry Saltzman 1962 als britischen Geheimagenten James Bond in "James Bond jagt Dr. No" besetzten. Damals konnte er sich gegen David Niven, Roger Moore, Cary Grant und Patrick McGoohan durchsetzen, welche zunächst ebenfalls für die Rolle in Betracht kamen. Der erste Bond-Film wurde ein riesiger Erfolg und war der Anfangspunkt von Connerys beeindruckender Schauspielkarriere.

      Insgesamt sechs Mal, bis "James Bond 007 - Diamantenfieber" (1971), gab er den charismatischen Geheimagenten - zumindest nach offizieller Zählung, denn der Film "Sag niemals nie", in dem er zusammen mit Klaus Maria Brandauer spielte, gehört nicht zum Bond-Kanon. Die Anerkennung und der Weltruhm als James Bond eröffneten ihm in den nachfolgenden Jahrzehnten weitere Zusammenarbeiten mit den großen Regisseuren des Filmgeschäfts. Sei es Alfred Hitchcocks "Marnie", "Ein Haufen toller Hunde" von Sidney Lumet oder "Der Mann, der König sein wollte" von John Housten, Connery prägte diese und andere Filme mit seinem stilvollen, oftmals gewitzten Spiel und seiner markanten Stimme, inklusive seines schottischen Akzents. Nicht nur in Richard Attenboroughs "Die Brücke von Arnheim", auch in den meisten anderen seiner Filme spielte Connery mit unzähligen Stars, wie Michael Caine, Claudia Cardinale, Christopher Plummer, Audrey Hepburn, Michelle Pfeiffer oder Richard Harris.

      Zu seinem Spätwerk gehören einige der bemerkenswertesten wie beliebtesten Filme ihrer Zeit, wie "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" von Steven Spielberg und George Lucas' "Jagd auf Roter Oktober", "Der Name der Rose" oder "The Untouchables - Die Unbestechlichen" von Brain De Palma. Sean Connery wurde vielfach ausgezeichnet und erhielt unter anderem dreimal den Golden Globe Award sowie einen Oscar. Er gehört zu den herausragenden Schauspielern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

      Meisterregisseur Alfred Hitchcock behandelt hier sein Lieblingsthema, den Identitätsverlust eines Menschen und die Bedrohung, die daraus für den Betroffenen und seine Umwelt erwachsen. Dabei spielt er gekonnt mit den Mitteln des Kinos, um jegliche Illusion vermeintlich objektiver "Wirklichkeit" zu erschüttern: Kulissen geben sich als solche zu erkennen, die Farbdramaturgie ist bewusst künstlich, Rückprojektionen werden überdeutlich.

      So erschafft Hitchcock stilistisch meisterhaft eine Atmosphäre, die der inneren Situation seiner Hauptfigur entspricht.
      Tippi Hedren, die Hitchcock zwei Jahre zuvor mit seinem Thriller "Die Vögel" zum Star gemacht hatte, und die dem von Hitchcock bevorzugten Typ der kühl-eleganten Blondine geradezu prototypisch entsprach, spielt die Hauptrolle.

      Wird geladen...
      Montag, 02.11.20
      23:30 - 01:35 Uhr (125 Min.)
      125 Min.
      VPS 23:29
      Neu im Programm

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 16.05.2021