• 27.09.2020
      15:30 Uhr
      Klosterküche - Kochen mit Leib und Seele (20) Das Wunder von Volkenroda | Radio Bremen TV
       

      "Ein Wunder, ja, das ist es wirklich", sagt sich Annette Behnken, als sie zum ersten Mal das Kloster Volkenroda besucht. Weit abgelegen im Nordwesten Thüringens war der Ort eine Ruine. Heute blüht Volkenroda. Eine geistliche Gemeinschaft hat dem Kloster und dem Dorf neues Leben eingehaucht. Viele Menschen haben hier Sinn und Arbeit gefunden. - Eine davon ist Christiane Kern. Die Volkenrodaer Küchenchefin hat sich für die Klosterküche eine besondere Speisefolge aus regionalen Zutaten ausgedacht.

      Moderation: Annette Behnken

      Sonntag, 27.09.20
      15:30 - 16:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      "Ein Wunder, ja, das ist es wirklich", sagt sich Annette Behnken, als sie zum ersten Mal das Kloster Volkenroda besucht. Weit abgelegen im Nordwesten Thüringens war der Ort eine Ruine. Heute blüht Volkenroda. Eine geistliche Gemeinschaft hat dem Kloster und dem Dorf neues Leben eingehaucht. Viele Menschen haben hier Sinn und Arbeit gefunden. - Eine davon ist Christiane Kern. Die Volkenrodaer Küchenchefin hat sich für die Klosterküche eine besondere Speisefolge aus regionalen Zutaten ausgedacht.

      Moderation: Annette Behnken

       

      "Ein Wunder, ja, das ist es wirklich", sagt sich Annette Behnken, als sie zum ersten Mal das Kloster Volkenroda besucht. Weit abgelegen im Nordwesten Thüringens war der Ort einst eine Ruine. Heute blüht Volkenroda. Eine geistliche Gemeinschaft hat dem Kloster und dem Dorf neues Leben eingehaucht. Viele Menschen haben hier Sinn und Arbeit gefunden. Eine davon ist Christiane Kern. Die Volkenrodaer Küchenchefin hat sich für die Klosterküche eine besonders leckere Speisefolge aus regionalen Zutaten ausgedacht. Zum Auftakt gibt es eine Rotebeetesuppe mit Kräutercroutons. Als Hauptgericht wird ein Schweinefilet mit Pflaumenmus serviert, angerichtet auf Kartoffelpuffern mit glasierten Äpfeln. Bei der Zubereitung wird die Köchin wie immer tatkräftig von Annette Behnken unterstützt.

      Das im 12. Jahrhundert gegründete ehemalige Zisterzienserkloster Volkenroda zieht heute wieder viele Menschen an. Vor fast dreißig Jahren machte es sich Ulrike Köhler zur Lebensaufgabe, die alten Klosterruinen neu zu beleben. Die ehemalige Agraringenieurin kümmert sich heute um Gäste, die sich im Kloster eine Auszeit gönnen. Damals, nach der Wende, waren das noch Zukunftsträume. "Ich hatte nur den Wunsch, dass in der Kirche wieder gebetet wird", erzählt die 62-Jährige bescheiden. "Später kamen dann viele Leute, deren Gaben sich fruchtbar ergänzt haben."

      Inzwischen erstrahlt nicht nur das Gotteshaus wieder in frischem Glanz. Annette Behnken begeistert vor allem die harmonische Verbindung aus mittelalterlichen Bauten und moderner Architektur. 2001 fand der Christuspavillon von der Weltausstellung in Hannover hier seinen endgültigen Platz. "Wir wollten Volkenroda bewusst nicht als Museum gestalten", sagt Albrecht Schödl, der als evangelischer Pastor für das geistliche Leben rund um Kloster und Pavillon zuständig ist, "sondern als modernen Ort mit modernen Materialien." "Auf den Fundamenten von gestern mit den Mitteln von heute für morgen bauen", nennt das Albrecht Schödl.

      Wie ein solches Vorhaben gelingen konnte, kann Ulrike Köhler noch immer nicht ganz begreifen. "Es ist wirklich ein Wunder", sagt sie, als später alle beim Klostermenü zusammensitzen. Und wer weiß? Vielleicht ist Gott ja doch ein Ossi. Möglich wär´s, meint Annette Behnken. Falls ja, dann wohnt er bestimmt in Volkenroda.

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