• 09.10.2017
      23:15 Uhr
      Kulturjournal Moderation: Julia Westlake | Radio Bremen TV
       

      Themen u.a.:

      • Liebeserklärung an Udo Lindenberg: Neuer Fotoband über die Rocklegende von Tine Acke
      • Wie die Natur vor unserer Haustür stirbt: Ein Buch über "Das Ende der Natur"
      • Dunkles Erbe des Kolonialismus: Die Erben der Herero verklagen Deutschland
      • Warum Karl Marx wieder aktuell ist: Neue Biografie von Jürgen Neffe
      • Der Roman des Herbstes: Der Gewinner des Deutschen Buchpreises
      • "Der Norden liest": Start mit Stefan Gwildis in Cuxhaven
      • "wahr. schön. gut.": Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

      Montag, 09.10.17
      23:15 - 23:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen u.a.:

      • Liebeserklärung an Udo Lindenberg: Neuer Fotoband über die Rocklegende von Tine Acke
      • Wie die Natur vor unserer Haustür stirbt: Ein Buch über "Das Ende der Natur"
      • Dunkles Erbe des Kolonialismus: Die Erben der Herero verklagen Deutschland
      • Warum Karl Marx wieder aktuell ist: Neue Biografie von Jürgen Neffe
      • Der Roman des Herbstes: Der Gewinner des Deutschen Buchpreises
      • "Der Norden liest": Start mit Stefan Gwildis in Cuxhaven
      • "wahr. schön. gut.": Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Katja Theile
      Moderation Julia Westlake
      Redaktionelle Leitung Christoph Bungartz
      • Liebeserklärung an Udo Lindenberg: Neuer Fotoband über die Rocklegende von Tine Acke

      Udo Lindenberg, der Sänger mit Hut, Zigarre und Likörchen, ist inzwischen eine Kategorie für sich. Seine Alben stürmen die Charts, die Konzerte sind ausverkauft. Die Fotografin Tine Acke hat Udo Lindenberg vier Jahre lang auf Tour begleitet, jetzt veröffentlicht sie mit ihm einen Bildband: "Udo Lindenberg - Stärker als die Zeit" (teNeues). Ergänzend zu den Bildern gibt es kurze Texte von Wegbegleitern und Freunden, darunter zum Beispiel Marius Müller-Westernhagen, Helge Schneider oder Benjamin von Stuckrad-Barre. Und auch Udo Lindenberg selbst hat Texte und Bilder beigetragen.

      • Wie die Natur vor unserer Haustür stirbt: Ein Buch über "Das Ende der Natur"

      Fuhr man früher auf der Autobahn, war die Windschutzscheibe relativ schnell voll von Insekten. Heute passiert das kaum noch. Die Autorin Susanne Dohrn schreibt in ihrem Buch "Das Ende der Natur. Die Landwirtschaft und das stille Sterben vor unserer Haustür" (Ch. Links Verlag), wie die industrielle Landwirtschaft die "Totengräberin" der biologischen Vielfalt ist. Und so flattert, surrt und summt es immer weniger in Deutschland. Beispiel Trauerseeschwalbe: Eines ihrer Hauptbrutgebiete in Deutschland war Eiderstedt in Schleswig-Holstein. In den 1950er-Jahren brüteten dort noch 1.500 bis 1.600 Paare. Heutzutage sind es zwischen zehn und 20. Um Ertrag und seine Steigerung geht es in der Landwirtschaft. Dafür werden Knicks und Hecken beseitigt, aus Wiesen und Weiden wird Intensivgrünland, Senken und Mulden werden trockengelegt. Und über das, was angebaut wird, werden großzügig Insektizide, Herbizide und Fungizide gesprüht. Eigentlich kein Wunder, dass zahllose Wiesen- und Ackerpflanzen, Insekten und Vögel inzwischen gefährdet oder gar verschwunden sind. Das "Kulturjournal" spricht mit der aus Tornesch in Schleswig-Holstein stammenden Autorin über das Sterben der Natur, fragt aber auch Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), den Minister für Landwirtschaft, Natur und Umwelt in Schleswig-Holstein, was die Politik eigentlich tut, um die Natur zu retten.

      • Dunkles Erbe des Kolonialismus: Die Erben der Herero verklagen Deutschland

      Als Namibia noch eine deutsche Kolonie war, verübten die Deutschen dort einen Völkermord. Gouverneur Lothar von Trotha ordnete 1904 die planmäßige Vernichtung von mehr als 60.000 Menschen der Völker Herero und Nama an, die deutschen Kolonialherren enteigneten ein Viertel des Hererolandes, vergewaltigten die Frauen und raubten Hunderte Schädel, die bis heute in deutschen Museen und Sammlungen lagern, auch in Hamburg und Bremen. Für die in der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika (dem heutigen Namibia) begangenen Verbrechen haben Vertreter der Volksgruppen der Herero und der Nama in New York Sammelklage gegen Deutschland eingereicht. Der nächste Verhandlungstermin ist der 13. Oktober 2017. Sie fordern Entschädigungszahlungen und eine Beteiligung an Verhandlungen zwischen Deutschland und Namibia. Deutschlands Bundesregierung spricht mittlerweile auch von Völkermord, lehnt aber individuelle Entschädigungen ab. Und die Museen und Historiker beschäftigt der richtige Umgang mit diesem Erbe.

      • Warum Karl Marx wieder aktuell ist: Neue Biografie von Jürgen Neffe

      Warum wohl erscheint jetzt, nachdem alles gesagt und geschrieben schien, eine neue Biografie über Karl Marx, den bedeutenden Denker und berüchtigten Rauschebart? Weil er 2018 200 Jahre alt geworden wäre. Und womöglich auch, weil zwar der Marxismus durch die Geschichte, den sogenannten Kommunismus, gründlich diskreditiert wurde, Marx` Gedanken aber so aktuell erscheinen wie nie. Die Dauerkrise des realen Kapitalismus und die dramatisch wachsende Ungleichheit unter den Menschen: "Marx. Der Unvollendete", wie Jürgen Neffe ihn im Titel der Biografie nennt (Bertelsmann), hat das alles bis ins Detail vorhergesehen und war dabei selbst alles andere als ein Revolutionär.

      • Der Roman des Herbstes: Der Gewinner des Deutschen Buchpreises

      And the winner is ...: Sechs Autorinnen und Autoren stehen auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis: Gerhard Falkner, Franzobel, Thomas Lehr, Robert Menasse, Marion Poschmann und Sasha Marianna Salzmann. Der Preis, der mit 25.000 Euro für den Sieger und je 2.500 Euro für die anderen fünf Autoren der Shortlist dotiert ist, gehört zu den wichtigsten literarischen Auszeichnungen in Deutschland. Die bisherigen Gewinner haben es fast alle durch diesen Preis auf die Bestsellerliste geschafft. Am Montag, 9. Oktober 2017, wird in Frankfurt der Deutsche Buchpreis verliehen. Das "Kulturjournal" stellt das prämierte Buch vor.

      • "Der Norden liest": Start mit Stefan Gwildis in Cuxhaven

      Schon als Kind lernte Stefan Gwildis den "Schimmelreiter" von Theodor Storm kennen. Der Deichgraf Hauke Haien ist für ihn ein Typ, "der gegen den Strom schwimmt und sich nicht damit zufrieden gibt, was die Leute sagen". Zum 200. Geburtstag des Husumer Schriftstellers Theodor Storm präsentiert der Musiker Gwildis den "Schimmelreiter" als Lesung mit Musik. Am 10. Oktober 2017 eröffnet Gwildis in Cuxhaven die diesjährige "Kulturjournal"-Reihe "Der Norden liest". Das Motto in diesem Jahr ist Heimat, in den weiteren Veranstaltungen lesen unter anderem Sven Regener, Natascha Wodin, Hannelore Hoger und Katja Riemann. (ndr.de/dernordenliest)

      • "wahr. schön. gut.": Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

      Julia Westlake kämpft sich durch die High- und Lowlights der Kulturwoche. Wer hat besonders aufgeregt? Was hat amüsiert? Und wo lauert die nächste Gefahr für Kunst, Kultur und Gesellschaft? Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft: Julia Westlake sucht das Wahre, Schöne, Gute und findet oft das Gegenteil.

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      Montag, 09.10.17
      23:15 - 23:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

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