• 08.10.2017
      15:30 Uhr
      Lieb & Teuer Radio Bremen TV
       
      • Bourdalou
      • Zeichnung von Theodore Lux Feininger
      • Zwei Sonnenuhren
      • Pferdeskulptur von Gerhard Marcks
      • Silhouettenbild

      Sonntag, 08.10.17
      15:30 - 16:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo
      • Bourdalou
      • Zeichnung von Theodore Lux Feininger
      • Zwei Sonnenuhren
      • Pferdeskulptur von Gerhard Marcks
      • Silhouettenbild

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Carmen Messmer
      Moderation Janin Ullmann
      Redaktionelle Leitung Christoph Bungartz
      Redaktion Marina Bartsch-Rüdiger
      • Bourdalou

      Das Bourdalou ist aus Porzellan und Teil eines Waschgeschirrs. Heute kennt man dieses Stück und dessen Verwendung nicht mehr, sodass die Form, die einer Sauciere ähnelt, leicht zu Missverständnissen führt. Es handelt sich um ein Urinal für die Frau. Hersteller ist in diesem Fall die Manufaktur Meissen, die Schwertermarke verweist auf eine Datierung um 1850/1860. Es war üblich, dass für Waschgeschirre die gleichen Dekore, hier die sogenannte deutsche Blume, wie für die Tafelsservices verwendet wurden.

      • Zeichnung von Theodore Lux Feininger

      Theodore Lux Feininger (1910 - 2011) ist ein Sohn des bekannteren Künstlers Lyonel Feininger. Theodore hatte als Fotograf angefangen und später auch als bildender Künstler gearbeitet. Bis 1947 hatte er, wie auf dieser Zeichnung auch, nur mit "Theodore Lux" signiert, um sich von seinem berühmten Vater abzusetzen. Die Zeichnung trägt den Titel "Action in the English Channel" und zeigt eine Szene aus dem Ärmelkanal mit einer Bark und einem Schoner. Typisch für Theodore Lux ist die Zeichnung, die mit starken Umrissen arbeitet und im Nachhinein coloriert wurde. Der Zustand ist etwas gebräunt mit Flecken.

      • Zwei Sonnenuhren

      Dem Typ nach handelt es sich um zwei Säulensonnenuhren. Die Erfindung geht zurück auf Hermann der Lahme, einem Mönch von der Insel Reichenau. Auf der Banderole ist die Zeiteinteilung für ein ganzes Jahr enthalten. Mithilfe der Grundeinstellung, in welchem Monat man sich befindet, dem Schattenstab und den Stundenlinien lässt sich die Tageszeit bestimmen. Spätere Sonnenuhrformen haben diese eher mittelalterliche Erfindung im 18. Jahrhundert verdrängt. Die größere Sonnenuhr ist aus dem 19. Jahrhundert, die kleine eher aus dem 17. Jahrhundert.

      • Pferdeskulptur von Gerhard Marcks

      Die Pferdefigur ist von der Formensprache her eine ganz typische Arbeit von Gerhard Marcks (1889 - 1981). Sie ist signiert mit dem von Marcks selber so bezeichneten "Phoenix-Zeichen". Daneben finden sich die Angaben zum Guss. Dieser ist von der Gießerei Richard Barth aus Berlin. Die römische III gibt an, dass es sich um den dritten Abguss handelt, der sich auf den Tag genau datieren lässt: 10.04.1956. Die Auskunft stammt vom Gerhard-Marcks-Haus in Bremen, das den Nachlass verwaltet. Es sind nur sechs Abgüsse bekannt.

      • Silhouettenbild

      Das kleine Glasbild ist in der Technik des Églomisé hergestellt. Das Motiv wird aus einer hinterlegten Silberfolie herausgearbeitet. Die radierten Linien und Flächen werden mit schwarzem Lack übermalt. Dargestellt ist ein Herr mit einem Buch in der Hand. Im Hintergrund ist eine Kirche oder ein Kloster. Ein rückseitiger Aufkleber besagt, dass es sich bei dem Mann um den Geistlichen Adamus Theodorus Versen (1744 - 1776) handeln soll. Das Bild ist mit 1799 datiert, was von dessen Lebensdaten abweicht. Vielleicht handelt es sich um einen späteren, falschen Aufkleber.

      Ist das Ölgemälde, das schon lange auf dem Dachboden verstaubt, vielleicht von einem berühmten Maler? Oder das Schnäppchen vom Flohmarkt ein wahrer Kunstschatz? Janin Ullmann lädt Zuschauerinnen und Zuschauer ein, ihre Familien- und Sammlerstücke ausgewählten Kunstexperten vorzustellen. Diese begutachten und bewerten die Objekte. Dabei können sich unscheinbare Dinge als wahrer Schatz entpuppen.

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      Sonntag, 08.10.17
      15:30 - 16:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

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