• 12.05.2020
      23:30 Uhr
      Weltbilder Radio Bremen TV
       

      Themen:

      • Brasilien: Drive-in-Hochzeit
      • Portugal: Tourismuskrise durch Corona
      • Mexiko: Gemeinden schotten sich ab
      • Italien: Ängste illegaler Erntehelfer*innen
      • Japan: Schulverweigerer als Vorbild

      Dienstag, 12.05.20
      23:30 - 00:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Brasilien: Drive-in-Hochzeit
      • Portugal: Tourismuskrise durch Corona
      • Mexiko: Gemeinden schotten sich ab
      • Italien: Ängste illegaler Erntehelfer*innen
      • Japan: Schulverweigerer als Vorbild

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Tobias Jahn
      Redaktionelle Leitung Clas Oliver Richter
      Redaktion Christiane Justus
      Nicole Bölhoff
      • Brasilien: Drive-in-Hochzeit

      Autor: Matthias EbertFür Leonardo und Natalia sollte es eigentlich der schönste Tag ihres Lebens werden. Nun aber sitzen sie allein in ihrem alten Pkw und tauschen mit Masken vor dem Mund die Ringe aus. Ein Standesamt in Rio de Janeiro bietet Trauungen im Drive-in- Modus an. Leonardo ist seit sechs Jahren mit Natalia zusammen. Als Krankenpfleger hat er Angst, sich mit dem Coronavirus anzustecken und will deshalb sicherheitshalber ihre Partnerschaft legalisieren. Nur für den Kuss nehmen die Maske ab. Die Flitterwochen verschieben sie. Und auch mit den Familien wollen sie irgendwann feiern.

      • Portugal: Tourismuskrise durch Corona

      Schon früh hat Portugal einschneidende Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus getroffen. Bildungseinrichtungen und Kitas wurden geschlossen, die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung eingeschränkt. Im Vergleich zu Spanien steht das Land noch ganz gut da. Trotzdem ist der Tourismussektor stark betroffen. Zwei Drittel der Hotels und Restaurants haben geschlossen, viele Mitarbeitende wurden in Kurzarbeit geschickt. Dabei hatte Portugal in jüngster Zeit gerade auch durch den florierenden Tourismus ein kleines "Wirtschaftswunder" erlebt. Von den rund 10,7 Millionen Portugiesen arbeiteten vor der Krise gut eine Million Menschen in Vollzeit, Teilzeit oder Saisonarbeit im Tourismus. Der Tourismus hatte einen Anteil von fast 11,5 Prozent am Bruttoinlandsprodukt. Jetzt bedroht die Pandemie das, was in den letzten Jahren mühsam aufgebaut wurde.

      • Mexiko: Gemeinden schotten sich ab

      Der Staat fordert seine Bürger*innen auf, zu Hause zu bleiben, verordnet es aber nicht. Die Regierung setzt auf verantwortliches Handeln seiner Bürger*innen. In vielen Orten rund um Mexiko-Stadt werden daher zur Selbstverteidigung die Barrikaden hochgezogen. Niemand will Ausflugsziel für die Hauptstädter sein. Denn die Millionenstadt ist am stärksten vom Coronavirus betroffen. Die Dorfältesten haben entschieden, die Ortseingänge zu sperren, nur noch die Bewohner*innen des jeweiligen Ortes dürfen passieren. Die Ortspolizei steht ihnen bei. Eigentlich illegal. "Wir können nicht auf härtere Entscheidungen der Bundesregierung warten. Es geht doch um das Wohl unserer Alten!" Ein Beitrag über gallische Dörfer und die typisch mexikanische Eigenmächtigkeit.

      • Italien: Ängste illegaler Erntehelfer*innen

      Viele illegale Migrantinnen und Migranten arbeiten auf den Feldern in Italien. Doch viele bleiben aus Angst vor Corona fern, obwohl Bauern sie dringend brauchen. Die Regierung plant nun, ihren Aufenthalt zu legalisieren. Eine gute Lösung?

      • Japan: Schulverweigerer als Vorbild

      Yutaka ist ein "Eisbrecher". So werden in Japan die Menschen genannt, die die Gleichförmigkeit durchbrechen. Rebellen. Yutaka ist elf Jahre alt und weigert sich, unterstützt von seinen Eltern, in die Schule zu gehen. Und er hat viele Fans, die er auf einem eigenen YouTube-Kanal erreicht. Yutaka hat drei Wahlsprüche: Gebt nicht auf! Bringt euch nicht um! Das Leben ist ein Abenteuer! Mit seinen öffentlichen Aktionen hat er angefangen, als er mitbekam und verstand, dass sich unglückliche Gleichaltrige wegen Lehrer*innen, Hausaufgaben und Mobbing unter Mitschüler*innen umbringen. Das darf nicht sein, sagt er und ermutigt nun Gleichaltrige. Das Schulsystem in Japan ist geprägt von Drill, Leistungs- und vor allem Anpassungsdruck. Auch in Japan herrscht Schulpflicht, aber Schulverweigerer wie Yutaka werden geduldet, wenn auch widerwillig.

      Die Weltbilder blicken Woche für Woche bis zum Horizont und weiter. Sie erzählen die wichtigen Geschichten aus dem Ausland: bildstark und informativ. Julia-Niharika Sen zeigt zusammen mit den ARD-Korrespondenten weltweit den Alltag der Menschen im nahen und fernen Ausland: in packenden Reportagen, spannenden Geschichten und berührenden Porträts.

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