• 17.02.2020
      23:15 Uhr
      Kulturjournal Moderation: Julia Westlake | Radio Bremen TV
       

      Themen:

      • Wie Frauen die bundesdeutsche Politik eroberten: das Buch "In der Männer-Republik"
      • Ein Klassiker und doch aktuell? Das Musical "Cabaret" in Hamburg
      • Therapie durch Musik: Soulwriting für junge Menschen
      • Schwarz statt Weiß, Frau statt Mann: die neue Ausstellung im Kunstverein Hannover
      • Wie macht man Schlaflosigkeit zu Musik? Agnes Obels neues Album
      • Wahr. Schön Gut: Julia Westlake und der Kulturaufreger der Woche

      Montag, 17.02.20
      23:15 - 23:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Wie Frauen die bundesdeutsche Politik eroberten: das Buch "In der Männer-Republik"
      • Ein Klassiker und doch aktuell? Das Musical "Cabaret" in Hamburg
      • Therapie durch Musik: Soulwriting für junge Menschen
      • Schwarz statt Weiß, Frau statt Mann: die neue Ausstellung im Kunstverein Hannover
      • Wie macht man Schlaflosigkeit zu Musik? Agnes Obels neues Album
      • Wahr. Schön Gut: Julia Westlake und der Kulturaufreger der Woche

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Katja Theile
      Moderation Julia Westlake
      Redaktionelle Leitung Christoph Bungartz
      • Wie Frauen die bundesdeutsche Politik eroberten: das Buch "In der Männer-Republik"

      Lange war Deutschland eine Männer-Republik. Frauen, die in der Politik mitentscheiden wollten, waren nicht nur unerwünscht; sie wurden regelrecht gedemütigt und bekämpft. Erst 1961 berief Konrad Adenauer mit Elisabeth Schwarzhaupt die erste Ministerin in sein Kabinett. Und auch dazu mussten ihn die CDU-Frauen mit einem Sitzstreik zwingen. Selbst 1983, beim Einzug von Bündnis90/Die Grünen in den Bundestag, waren nur zehn Prozent der Abgeordneten weiblich. Torsten Körner erzählt in seinem Buch "In der Männer-Republik. Wie Frauen die Politik eroberten" (Kiepenheuer & Witsch), wie mutige und starke Frauen sich gegen alle Widerstände in der Männerdomäne Bundestag durchsetzten. Es sind sehr persönliche Geschichten. Sie handeln von Erfolg und Niederlage, Triumph und Verzicht, vor allem aber vom Kampf um politische Gleichberechtigung, der bis heute anhält.

      • Ein Klassiker und doch aktuell? Das Musical "Cabaret" in Hamburg

      Es ist eines der besten Musicals der Welt und eines der politischsten: "Cabaret". Darin wird rund um einen Berliner Nachtclub erzählt, wie sich Deutschland am Ende der Weimarer Republik verändert. Im Kit Kat Club weht noch der freie Geist der 1920er-Jahre, aber rundherum kommen die Nazis näher. Nationalismus und Antisemitismus greifen um sich, bis hin zur Gewalt gegen Juden. "Cabaret" verbindet gekonnt die Geschichte der Hauptfigur Sally Bowles mit dem gesellschaftlichen Wandel und wurde dafür zu Recht gefeiert: Die Verfilmung mit Liza Minnelli erhielt acht Oscars, Songs wie "Willkommen" oder "Life Is A Cabaret" sind Klassiker geworden. Jetzt, zu Beginn der (neuen) 2020er-Jahre, wird das Musical in Hamburg wieder aufgeführt. Regisseur Ulrich Waller bringt das Stück am Hansa-Theater heraus, unter anderem mit Tim Fischer als Conférencier, Anneke Schwabe als Sally Bowles und Angela Winkler (15. Februar bis 26. April). Wie aktuell sind die Themen des Musicals? Und wie viel haben die 1920er-Jahre mit den Menschen und der Gesellschaft von heute zu tun? Das "Kulturjournal" besucht die Premiere.

      • Therapie durch Musik: Soulwriting für junge Menschen

      Sie haben ganz unterschiedliche Gründe, mitzumachen: zum Beispiel Trauer, Suchtprobleme oder Ängste. Beim Soulwriting finden sie einen geschützten Raum, hier können sie ihre Gefühle formulieren und daraus Songs machen. Beim Soulwriting ist die Musik der Schlüssel, an Gefühle heranzukommen, die sonst im Verborgenen bleiben. Die Teilnehmenden schreiben eigene Texte, tauschen sich darüber aus und musizieren am Ende gemeinsam. Die Hamburger Musikerin Anke Schaubrenner hat das Konzept ursprünglich für ein Kinderkrankenhaus entwickelt, inzwischen bietet sie regelmäßig Workshops für Jugendliche und junge Erwachsene an. Musik als Katalysator, das "Kulturjournal" durfte dabei sein.

      • Schwarz statt Weiß, Frau statt Mann: die neue Ausstellung im Kunstverein Hannover

      Gibt es so etwas wie eine "Schwarze Kultur", auch wenn sie global und polyphon ist? Und wie sieht diese Kunst aus? Welche Rolle spielt das Geschlecht bei der Kunstproduktion? Und warum sind diese Fragen überhaupt noch relevant? Im Kunstverein Hannover geben jetzt vier junge Künstlerinnen eine Antwort auf genau diese Fragen. Sie reflektieren in ihren Arbeiten Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft und die gesellschaftliche Wahrnehmung der Black Community: "Beyond the Black Atlantic" (15. Februar bis 26. April 2020). Das "Kulturjournal" trifft zwei der eingeladenen Künstlerinnen und diskutiert mit.

      • Wie macht man Schlaflosigkeit zu Musik? Agnes Obels neues Album

      Ihr neues Album hat Agnes Obel in der Nacht aufgenommen, in Isolation, ein Soloprojekt. Die dänische Sängerin litt unter Schlaflosigkeit, hat dazu recherchiert und herausgefunden, dass Schlaflosigkeit mit der Angst vor dem Tod zusammenhängen kann. In ihrem neuen Song "Broken Sleep" hat Agnes Obel daraus Musik gemacht, zart, zerbrechlich, wunderschön. Für das "Kulturjournal" hat sie ein intimes Spontankonzert in einem Klaviergeschäft in Berlin gegeben und zu ihrer Schlaflosigkeit und ihren Träumen improvisiert. Ihr neues Album "Myopia" erscheint am 21. Februar, danach geht sie damit auf Tour (in Deutschland unter anderem am 2. März in Hamburg, am 16. März in Berlin, am 17. März in München).

      • Wahr. Schön Gut: Julia Westlake und der Kulturaufreger der Woche

      Wer hat besonders aufgeregt? Was hat amüsiert? Und wo lauert die nächste Gefahr für Kunst, Kultur und Gesellschaft? Julia Westlake kommentiert den kulturellen Aufreger der Woche. Sie sucht das Wahre, Schöne, Gute und findet oft das Gegenteil.

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