• 20.07.2019
      07:30 Uhr
      Sehen statt Hören Wer? Wo? Was? - Die Europäische Union der Gehörlosen | Radio Bremen TV
       

      Thema:

      • Die Europäische Union der Gehörlosen: Alle fünf Jahre wählen die Bürger Europas das Europäische Parlament. In Brüssel ist auch die Geschäftsstelle der EUD (European Union of the Deaf) - die Europäische Union der Gehörlosen. Was sie tut, wie deren Lobbyarbeit aussieht und wie sie funktioniert? "Sehen statt Hören" hat es sich angesehen.

      Samstag, 20.07.19
      07:30 - 08:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Thema:

      • Die Europäische Union der Gehörlosen: Alle fünf Jahre wählen die Bürger Europas das Europäische Parlament. In Brüssel ist auch die Geschäftsstelle der EUD (European Union of the Deaf) - die Europäische Union der Gehörlosen. Was sie tut, wie deren Lobbyarbeit aussieht und wie sie funktioniert? "Sehen statt Hören" hat es sich angesehen.

       

      Alle fünf Jahre wählen die Bürger Europas das Europäische Parlament. In Brüssel ist auch die Geschäftsstelle der EUD (European Union of the Deaf) - die Europäische Union der Gehörlosen. Was sie tut, wie deren Lobbyarbeit aussieht und wie sie funktioniert? Sehen statt Hören hat es sich angesehen.

      Schon seit 2007 arbeitet Mark Wheatley für die EUD, seit neun Jahren ist er deren Geschäftsführer. Drei verschiedene Präsidenten hat der Brite dabei erlebt: Helga Stevens, Berglind Stefansdottir und Markku Jokinen. Seine Aufgaben: Er vermittelt zwischen den Mitarbeitern und dem Vorstand der EUD. Der Vorstand trifft Entscheidungen, entwickelt Visionen und Perspektiven - und Mark Wheatley kümmert sich um die Umsetzung.
      Markku Jokinen ist Präsident der EUD und lebt in Finnland. Er steuert mit seinem fünfköpfigen Vorstandsteam die Mitarbeiter der EUD. Seine Aufgaben: Er achtet darauf, dass der Aktionsplan, der von den Delegierten der Generalversammlung verabschiedet wurde, umgesetzt wird. Im Rahmen der EUD-Vorstandssitzungen, die immer in unterschiedlichen Ländern der EU stattfinden, nimmt er nicht nur an den Sitzungen teil, sondern trifft sich mit den Gehörlosen im jeweiligen Land.

      Natürlich kämpft die EUD im Bereich der europäischen Gesetzgebungsverfahren für die Rechte Gehörloser. Sie ist trotzdem nicht die treibende Kraft für die Veränderungen, sondern möchte vor allem den Austausch zwischen den Verbänden fördern. Das Wissen auf Länderebene hat für die EUD höchste Priorität - denn damit befähigt sie die Verbände selbständiger zu werden, mehr zu erreichen und die Umsetzung vor Ort einzufordern. Bei den EUD-Treffen der verschiedenen Gehörlosenverbände können sie durch Informationsaustausch voneinander lernen.

      Auf der Generalversammlung der EUD in Bukarest drehte sich im Mai 2019 dementsprechend alles um die Verbände: Um die Vergütung, die Zusammensetzung der Vorstände, der Frauen- bzw. Männeranteil, welche Ziele verfolgt werden und vieles mehr. Zum ersten Mal stand solch eine Datenabfrage auf der Tagesordnung - und das kam schon im Vorfeld sehr gut bei den Delegierten an. 26 der insgesamt 31 Länder haben zugesagt.

      Der Austausch ist auch bei diesem Treffen enorm - und birgt für den einen oder anderen Überraschungen: Während in Österreich über die Gebärden-Avatare diskutiert wird, ist in vielen Ländern wie Rumänien, Bulgarien und Kroatien das Thema Barrierefreiheit noch lange keine Selbstverständlichkeit. Und natürlich macht auch die Politik im jeweiligen Land große Unterschiede für die Situation der Gehörlosen.

      Beim Abschluss der Generalversammlung ist die Zufriedenheit groß, der Austausch ist gelungen, Daten eingesammelt, Themen sind gesetzt,. Auch die Organisatoren können zufrieden die Heimreise antreten.

      Willkommen bei "Sehen statt Hören" - der einzigen Sendereihe in der deutschen Fernsehlandschaft, die im Bild sichtbar macht, was man sonst nur im Ton hört! Nicht im "Off", sondern im "On" werden hier die Inhalte präsentiert - mit den visuellen Mitteln des Fernsehens, Gebärdensprache und offenen Untertiteln.
      Zielpublikum sind vor allem die etwa 300.000 gehörlosen, spätertaubten oder hochgradig schwerhörigen Zuschauerinnen und Zuschauern in der Bundesrepublik, die ein solches Programm benötigen, das ihren Kommunikationsbedürfnissen entspricht und ihnen optimale Verständlichkeit ermöglicht, aber auch alle anderen, die sich von den Themen und der ungewöhnlichen Machart angesprochen fühlen.
      In wöchentlich 30 Minuten bringt das vom BR produzierte und in allen Dritten Programmen ausgestrahlte Magazin Informationen aus allen gesellschaftlichen Bereichen, von Arbeitswelt, Familie, Freizeit, Sport über Kunst, Kultur, Bildung, Geschichte bis hin zu politischen, sozialen, rechtlichen und behindertenspezifischen Themen.

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