• 25.06.2019
      14:00 Uhr
      die nordstory - Der St. Pauli Code Radio Bremen TV
       

      Der Hamburger Stadtteil St. Pauli ist gelebter Widerspruch. 20.000 bis 50.000 Besucher ziehen allnächtlich über die Reeperbahn, über den Hamburger Kiez. St. Pauli ist überall auf der Welt ein Begriff, der Hans-Albers-Schlager "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" ist rund um den Globus bekannt. Was macht diesen Stadtteil aus neben Rot- und Blaulicht, was lässt St. Pauli scheinbar einzigartig sein und wohin entwickelt sich das Viertel? Wie verträgt sich die Sehnsucht nach ganz großem Entertainment mit der Kleinteiligkeit der Szene?

      Dienstag, 25.06.19
      14:00 - 15:00 Uhr (60 Min.)
      60 Min.

      Der Hamburger Stadtteil St. Pauli ist gelebter Widerspruch. 20.000 bis 50.000 Besucher ziehen allnächtlich über die Reeperbahn, über den Hamburger Kiez. St. Pauli ist überall auf der Welt ein Begriff, der Hans-Albers-Schlager "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" ist rund um den Globus bekannt. Was macht diesen Stadtteil aus neben Rot- und Blaulicht, was lässt St. Pauli scheinbar einzigartig sein und wohin entwickelt sich das Viertel? Wie verträgt sich die Sehnsucht nach ganz großem Entertainment mit der Kleinteiligkeit der Szene?

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Edgar Rygol
      Autor Jan Peter Gehrckens
      Redaktion Birgit Schanzen

      Ein alter Kiezspruch lautet: St. Pauli ist die einzige Möglichkeit. Hendrik Franke zitiert ihn genüsslich. Er ist St.-Paulianer und Pfleger im Hospiz Leuchtfeuer, das nur einen Steinwurf von der Reeperbahn entfernt steht. Wildes Leben und Tod sind nur durch ein paar Meter getrennt. Der Hamburger Stadtteil St. Pauli ist gelebter Widerspruch. 20.000 bis 50.000 Besucher ziehen allnächtlich über die Reeperbahn, über den Hamburger Kiez. St. Pauli ist überall auf der Welt ein Begriff, der Hans-Albers-Schlager "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" ist rund um den Globus bekannt. Was macht diesen Stadtteil aus neben Rot- und Blaulicht, was lässt St. Pauli scheinbar einzigartig sein und wohin entwickelt sich das Viertel? Wie verträgt sich die Sehnsucht nach ganz großem Entertainment mit der Kleinteiligkeit der Szene?

      Klubhaus heißt die neue Location von Corny Littmann, Betreiber des Schmidt Theaters. Das 17-Millionen-Euro-Projekt mit seiner weltweit einmaligen computergesteuerten strahlenden Projektionsfassade, sei "eine große Bereicherung für Hamburg, ein wahrer Leuchtturm für die Medienstadt".

      Ein paar Meter weiter glänzt die klassische Fassade des St. Pauli Theaters. "Hamburg Royal" hatte im September 2015 Premiere, ein Musical um ein Fischrestaurant gleich um die heiße Ecke und sein mehr oder weniger hanseatisches Publikum. Die Hamburger Gesellschaft kommt und beklatscht sich selbst; die Chose läuft, Theaterchef Thomas Collien ist zufrieden. Seit 175 Jahren gibt es das Theater am Spielbudenplatz, seit 1970 führt es Familie Collien, Thomas Collien in dritter Generation gemeinsam mit Regisseur Ulrich Waller. Großes technisches Chichi gibt es hier nicht, Unterhaltung und Kultur alter Schule werden gepflegt, mit Erfolg und doch immer wieder riskant.

      Wie viel altes St. Pauli darf Neubauten weichen, ohne dass das Viertel seinen rüden Charme verliert, von dem hier doch so viele profitieren? Kaum weniger berühmt als das Viertel selbst war die Esso-Tankstelle am Spielbudenplatz. Die Räumung und der Abriss der Esso-Häuser einte das Viertel im Widerstand, der Kampf gegen die Planung der Neubebauung durch Investoren aus Bayern zeigt, wie demokratisch Städtebau sein kann. Unter Leitung von Sozialarbeitern, Juristen und der "Planbude" beteiligt sich das ganze Quartier an alternativen Plänen zur Neubebauung. St. Pauli wehrt sich gegen die Vereinnahmung jeder Art. Freiheit, Eigensinn und Fantasie gedeihen hier vorzüglich, davon erzählt dieser Film.

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